Thedieck, Franz (Bestand)
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BArch N 1174
call number: N 1174
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1925-1966
Geschichte des Bestandsbildners: Staatssekretär des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen (1949-1963)
Lebenslauf
26. Sept. 1900 Geboren in Hagen i. W. als Sohn des späteren Landgerichtsdirektors und Geheimen Justizrates Jose f Thedieck, Mutter Johanna geb. Hasse
Volksschule und Realgymnasium Köln-Lindenthal
1918 Seekadett bzw. Fähnrich zur See
1919 - 1923 Studium Landwirtschaft, Volkswirtschaft und Jura an den Universitäten Bonn und Köln
1923 - 1930 Stellvertretender Leiter bzw. Leiter der Kölner Abwehrstelle des Preußischen Innenministeriums gegen den Separatismus
1930 Hilfsarbeiter im höheren Verwaltungsdienst beim Landratsamt des Kreises Mülheim
1931 - 1940 Regierungs- und Oberregierungsrat bei der Regierung in Köln
1932 - 1933 Preußischer Staatskommissar beim Westdeutschen Rundfunk
1940 - 1943 Oberkriegsverwaltungsrat bei der Militärverwaltung in Belgien und Nordfrankreich (auf Antrag von Himmler im März 1943 entlassen)
1943 - 1945 Oberleutnant bzw. Hauptmann bei einer Flakdivision
1945 In amerikanischer Kriegsgefangenschaft
1946 - 1949 Bei der Regierung in Köln
1949 - 1950 Mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Staatssekretärs im Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen beauftragt
13. Juli 1950 Ernennung zum Staatssekretär
Dez. 1957 Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland mit Stern und Schulterband
31. Jan. 1964 Auf eigenen Antrag in den Ruhestand versetzt
1961 - 1966 Vorsitzender des Verwaltungsrates des Deutschlandfunks
1966 - 1972 Intendant des Deutschlandfunks
20. Nov. 1995 Gestorben in Bonn
Bestandsbeschreibung: Korrespondenzen und Sachakten insbesondere aus der Tätigkeit bei der Abwehrstelle des Preuß. Innenministeriums gegen den Separatismus (1923-1930) und bei der Regierung in Köln zur Betreuungsarbeit für Eupen und Malmedy 81925-1940); Untrlagen zu Vorwürfen gegen seine Tätigkeit bei der Militärverwaltung in Belgien während des 2. Weltkrieges; Reden und Interviews; umfangreicher Schriftwechsel aus der Zeit als Staatssekretär, u.a. mit Adenauer und den Bundesministern Kaiser, Lemmer und Barzel; Schriftgut aus der Tätigkeit als Intendant des Deutschlandfunks (1966-1972). (Stand: 1977)
Zitierweise: BArch N 1174/...
Lebenslauf
26. Sept. 1900 Geboren in Hagen i. W. als Sohn des späteren Landgerichtsdirektors und Geheimen Justizrates Jose f Thedieck, Mutter Johanna geb. Hasse
Volksschule und Realgymnasium Köln-Lindenthal
1918 Seekadett bzw. Fähnrich zur See
1919 - 1923 Studium Landwirtschaft, Volkswirtschaft und Jura an den Universitäten Bonn und Köln
1923 - 1930 Stellvertretender Leiter bzw. Leiter der Kölner Abwehrstelle des Preußischen Innenministeriums gegen den Separatismus
1930 Hilfsarbeiter im höheren Verwaltungsdienst beim Landratsamt des Kreises Mülheim
1931 - 1940 Regierungs- und Oberregierungsrat bei der Regierung in Köln
1932 - 1933 Preußischer Staatskommissar beim Westdeutschen Rundfunk
1940 - 1943 Oberkriegsverwaltungsrat bei der Militärverwaltung in Belgien und Nordfrankreich (auf Antrag von Himmler im März 1943 entlassen)
1943 - 1945 Oberleutnant bzw. Hauptmann bei einer Flakdivision
1945 In amerikanischer Kriegsgefangenschaft
1946 - 1949 Bei der Regierung in Köln
1949 - 1950 Mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Staatssekretärs im Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen beauftragt
13. Juli 1950 Ernennung zum Staatssekretär
Dez. 1957 Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland mit Stern und Schulterband
31. Jan. 1964 Auf eigenen Antrag in den Ruhestand versetzt
1961 - 1966 Vorsitzender des Verwaltungsrates des Deutschlandfunks
1966 - 1972 Intendant des Deutschlandfunks
20. Nov. 1995 Gestorben in Bonn
Bestandsbeschreibung: Korrespondenzen und Sachakten insbesondere aus der Tätigkeit bei der Abwehrstelle des Preuß. Innenministeriums gegen den Separatismus (1923-1930) und bei der Regierung in Köln zur Betreuungsarbeit für Eupen und Malmedy 81925-1940); Untrlagen zu Vorwürfen gegen seine Tätigkeit bei der Militärverwaltung in Belgien während des 2. Weltkrieges; Reden und Interviews; umfangreicher Schriftwechsel aus der Zeit als Staatssekretär, u.a. mit Adenauer und den Bundesministern Kaiser, Lemmer und Barzel; Schriftgut aus der Tätigkeit als Intendant des Deutschlandfunks (1966-1972). (Stand: 1977)
Zitierweise: BArch N 1174/...
Thedieck, Franz, 1900-
160 Aufbewahrungseinheiten; 7,0 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ