Wolfersweiler (Bestand)
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4KG 044B
Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland (Archivtektonik) >> 4KG Kirchengemeinden >> 4KG 044B Wolfersweiler
Bestandsbeschreibung: Wolfersweiler war ursprünglich eine dem Zisterzienserkloster Wörschweiler bei Homburg inkorporierte Pfarrei. Als das Kloster in der Reformationszeit aufgelöst wurde, fielen seine Rechte an Pfalz-Zweibrücken. In diesem Territorium wurde die Reformation bereits ab 1523 eingeführt und 1588 der Übertritt zur reformierten Konfession vollzogen. Das ursprünglich zur Pfarrei Wolfersweiler gehörende Nohfelden kehrte 1704 unter der Regierung einer lutherischen Linie des Hauses Pfalz-Zweibrücken zum Luthertum zurück und wurde zur eigenen Pfarrei erhoben. Eine weitere Einbuße in ihrem Bestand erlitt die Gemeinde Wolfersweiler, als sie nach dem Wiener Kongress zum oldenburgischen Fürstentum Birkenfeld kam, die bisher zugehörigen Ortschaften Hahnweiler, Rückweiler und Rohrbach dagegen zum sachsen-coburgischen Fürstentum Lichtenberg, wo sie der Gemeinde Berschweiler zugeordnet wurden. 1934 wurde das Gebiet des Fürstentums Birkenfeld Teil der rheinischen Provinzialkirche. Das Archiv der Evangelischen Kirchengemeinde Wolfersweiler wurde 1960 von Pfarrer Paul Melzer nach dem seinerzeit gültigen Registraturplan für rheinisch-westfälische Kirchengemeinden geordnet. Die Archivalien reichen im Allgemeinen bis 1600 zurück, nur eine stammt aus dem Jahr 1586, allerdings in einer Abschrift von 1778. In dem sehr tief erschlossenen Bestand ist vor allem auf die ausgesprochen dichte Überlieferung zu Kirche und Pfarrhaus zu verweisen. Eine ganze Reihe von Jahresrechnungen hingegen fehlt. Im Zuge der Akzession 1997 wurde der Bestand um weiteres Schriftgut mit einer Laufzeit bis (in einem Fall) 1976 ergänzt. Literatur: Rosenkranz, S. 112; Alfred Hans Kuby: Von der Reformation der Pfarrei Wolfersweiler im 16. Jh., in: MEKGR 27 (1978), S. 211-216. Ergänzende Archivbestände: 1OB 008 (Ortsakten Wolfersweiler, ca. 1838-1971); 1OB 030B (Konsistorium Birkenfeld).
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ