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Balthasar [von Dernbach], Abt von Fulda, bekundet für sich und
seine Nachfolger, dass er Eberhard (Ebert) Knoll, Schultheiß des Klosters
in Dipper...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1601-1610
1604 Mai 14
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel in Holzkapsel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geschehen Freitags den vierzehenden Maii im sechszehenhundert und vierten jahre
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Balthasar [von Dernbach], Abt von Fulda, bekundet für sich und seine Nachfolger, dass er Eberhard (Ebert) Knoll, Schultheiß des Klosters in Dipperz (Dipperts), dessen Ehefrau und allen ihren Erben auf deren Bitte hin eine bei Dipperz gelegene Mühle (mule) nach fuldischem Lehnrecht als Erblehen verliehen hat. Zur Ausstattung der Mühle gehört ein Wehr, der Mühlkanal (mullengraben) und das Mühlrad (muhlfall) sowie ein Haus, ein Hof, eine Scheune, Stallungen und eine baumbestandene Wiese (baumgartten) beim Mühlkanal. Dazu kommen noch kleinere und größere Wiesenstreifen, zwei Baumgärten, mehrere Äcker und ein Krautgarten rings um die Mühle, deren Lage näher bezeichnet wird. Eberhard Knoll erhält dieses Lehen mit allem Zubehör und allen Rechten. Dafür verpflichtet er sich, dem Kloster jährlich sechs Viertel Roggen und eineinhalb Gulden, jeder Gulden zu je 44 Böhmischen [Groschen] aus einer der Wiesen, ein Festbrot (schönbrodt) im Wert von zwei Böhmischen [Groschen], vier Böhmische [Groschen] aus einem Wiesenstreifen, vier Böhmische [groschen] aus einem Garten sowie zwei Gänse (gänß), zwei Hühner, zwei Hähne und sechs gute [?] Eier als Zins zu geben. Siegelankündigung Abt Balthasars. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Balthasar [von Dernbach], Abt von Fulda
Böhmische Groschen werden auch als Prager Groschen bezeichnet.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.