Steuersünder-CDs Der Staat als Handlanger von Kriminellen?
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/023 R120096/103
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/023 Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2012
Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2012 >> Unterlagen
6. September 2012
Für Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) ist die Sache klar: Wer Steuersünder-CDs ankauft, macht sich strafbar - und das gilt auch für den Staat und seine Amtsdiener in Ministerien oder Finanzämtern. Sie will solche Deals unter Strafe stellen. Ihre Haltung: "Steuerhinterziehung gehört mit allen rechtsstaatlichen Mitteln bekämpft und nicht mit Hilfe von Kriminellen und windigen Datenhehlern". Auch der Bundesfinanzminister wirbt für das Steuerabkommen mit der Schweiz. Damit würde Datendiebstahl überflüssig. In der Schweiz geparktes Geld müsste nachversteuert werden - alles ganz legal.
Baden-Württembergs Finanzminister ist kaufwillig
Im Bundesrat findet dieses Abkommen jedoch keine Mehrheit. Die SPD lehnt es ab. Es entspreche vor allem den Wünschen der Steuerhinterzieher, die möglichst billig davon kommen wollten. Auch die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg kritisiert das Steuerabkommen mit der Schweiz. Und Finanzminister Schmid (SPD) wirft der Bundesjustizministerin vor, sie wolle Steuerkriminelle schützen. Er hat auch nichts gegen den Kauf von Steuerdaten-CDs - ganz im Gegenteil. Hauptsache möglichst viele Steuersünder werden überführt und müssen zahlen. Dabei nimmt er in Kauf, dass diese Daten zuvor etwa einer Schweizer Bank gestohlen wurden. Der Staat hole sich nur zurück, worauf er Anspruch habe, so Schmid.
Gast im Studio: Nils Schmid (SPD), Minister für Finanzen und Wirtschaft.
Baden-Württembergs Finanzminister ist kaufwillig
Im Bundesrat findet dieses Abkommen jedoch keine Mehrheit. Die SPD lehnt es ab. Es entspreche vor allem den Wünschen der Steuerhinterzieher, die möglichst billig davon kommen wollten. Auch die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg kritisiert das Steuerabkommen mit der Schweiz. Und Finanzminister Schmid (SPD) wirft der Bundesjustizministerin vor, sie wolle Steuerkriminelle schützen. Er hat auch nichts gegen den Kauf von Steuerdaten-CDs - ganz im Gegenteil. Hauptsache möglichst viele Steuersünder werden überführt und müssen zahlen. Dabei nimmt er in Kauf, dass diese Daten zuvor etwa einer Schweizer Bank gestohlen wurden. Der Staat hole sich nur zurück, worauf er Anspruch habe, so Schmid.
Gast im Studio: Nils Schmid (SPD), Minister für Finanzen und Wirtschaft.
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Audio-Visuelle Medien
Steuer
Steuer: Steuerflucht
Steuer: Steuerhinterziehung
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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