Bekleidungsämter, Bekleidungsinstandsetzungsämter und Bekleidungsdepots (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 456 F 125
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Neuere Bestände (vornehmlich ab ca. 1800) >> Krieg >> XIV. (Badisches) Armeekorps >> Sonstige Formationen
1888-1929
Überlieferungsgeschichte
Es handelt sich um die Akten des Bekleidungsamtes des XIV. Armeekorps, des Bekleidungs-Instandsetzungsamtes des XIV. Armeekorps, des Armee-Bekleidungsdepots 3 und des Armee-Bekleidungsdepots der Armeeabteilung C.
Inhalt und Bewertung
Inhaltlich besteht der Bestand vor allem aus der Überlieferung der allgemeinen internen Verwaltung dieser Institutionen, ihren Aufgaben und der Gewährleistung der permanenten Einsatzbereitschaft. Besonders nennenswert sind die Aktengruppen über die Herstellungs- und Bewirtschaftungsvorschriften, die Mobilmachung, die Personalangelegenheiten, die Demobilmachung, den Geschäftsbetrieb und die Kriegstagebücher.
Formationsgeschichte: Aufgrund der Schwierigkeiten bei der Beschaffung der notwendigen militärischen Bekleidung in den Kriegen 1866 und 1870/71, wurden 1888 Korps-Bekleidungsämter errichtet. Der erste Vorstand des Bekleidungsamtes des XIV. Armeekorps war Oberstleutnant Albert Heinrich Kanz, geboren am 08.11.1832 in Storkau. Seit 1895 trugen die Bekleidungsämter die offizielle Bezeichnung Bekleidungsamt des und die Nummer des entsprechenden Armeekorps. Sie waren staatliche Fabrikationsbetriebe zur Herstellung von Uniformen und Schuhen. Bereits 1913 erreichten sie eine so große Produktivität, dass ein wesentlicher Anteil des Heeresbedarfs durch sie gedeckt werden konnte. Mit der Mobilmachung wurde das Bekleidungsamt des XIV. Armeekorps in die Kriegsformation überführt. Aufgrund der Heeresverringerung wurde es ab September 1919 unter Beibehaltung einer Abwicklungsstelle aufgelöst. Das Bekleidungsdepot 3 wurde bei der Mobilmachung in Karlsruhe als Armee-Bekleidungsdepot der 7. Armee aufgestellt. Wenige Tage nach der Mobilmachung wurde es am 14.08.1914 nach Renchen verlegt. Durch die vordrängende Front kam es am 29.08.1914 nach Saarburg und am 12.09.1914 nach Valenciennes. Am 26.10.1914 wurde es nach Bendorf am Rhein zurückverlegt. Es unterstand vom August 1914 bis September 1915 der Etappen-Inspektion 7. Am 28.09.1915 erfolgte die Umbenennung in Armee-Bekleidungsdepot Bendorf am Rhein. Durch die Zuständigkeit der Etappen-Inspektion 3 kam es in den Bereich der 3. Armee. Am 11.11.1915 wurde die Nebenstelle Sedan eingerichtet. Nachdem die Hauptstelle Anfang 1917 nach Sedan verlegt worden war, erfolgte am 23.02.1917 unter der Bezeichnung Armee-Bekleidungsdepot 3 die Vereinigung mit der Nebenstelle. Ab November 1914 wurde für die Armeeabteilung Strantz in den Räumen der Brauerei Franz in Rastatt durch das Stellvertretende Generalkommando des XIV. Armeekorps ein Bekleidungsdepot eingerichtet. Ende 1915 wurde dem Depot die Bezeichnung Armeebekleidungsdepot Rastatt zugeteilt. Wegen der gestiegenen Aufgabenerfüllung wurde ab Juni 1916 in Papolsheim [Plappeville] ein Nebendepot errichtet. Das Nebendepot wurde am 04.09.1917 nach Monteningen [Montigny-lès-Metz] verlegt. Ab September 1918 erfolgte eine erneute Verlegung des Nebendepots nach Freisdorf [Freistroff].
Bestandsgeschichte: Ab Januar 1920 wurde mit der Einrichtung eines Archivs des XIV. Armeekorps begonnen, in dem die Archive der Abwicklungsstellen zusammengeführt wurden. Im Herbst 1920 zog das Korpsarchiv in die Infanteriekaserne Heilbronn um. Ab Januar 1921 trat das Korpsarchiv unter der Bezeichnung Aktenverwaltung XIV in den Geschäftsbereich des Reichsministeriums des Innern, bevor es am 1. April 1921 als Archivzweigstelle Heilbronn dem Reichsarchiv in Potsdam eingegliedert wurde. Infolge der Vereinigung der Reichsarchivzweigstellen Heilbronn und Stuttgart gelangten die Bestände im Jahr 1924 nach Stuttgart. Die Württembergische Archivdirektion, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Verwaltung der Bestände des Heeresarchivs Stuttgart übernahm, gab in den Jahren 1947 bis 1949 die Überlieferung des XIV. Armeekorps an das Generallandesarchiv Karlsruhe ab. Eine sehr ausführliche Bestandsgeschichte ist im Vorwort des Stellvertretenden Generalkommandos des XIV. Armeekorps (Bestand 456 F 8) enthalten. Der Bestand umfasst 51 Faszikel mit einem Umfang von 1,50 laufenden Metern.
Literaturhinweise: Die Badener im Weltkrieg 1914/18, bearbeitet von Wilhelm Müller-Loebnitz, Karlsruhe 1935. Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939, hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt Freiburg, München 1983. Fenske, Hans: Die Verwaltung im Ersten Weltkrieg, in: Deutsche Verwaltungsgeschichte, Bd. 3, Stuttgart 1984, S. 866-908. Fischer, Joachim: Zehn Jahre Militärarchiv des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 37 (1978), S. 362-368. Jäger, Harald: Das militärische Archivgut in der Bundesrepublik für die Zeit von 1871 bis 1919, in: Militärgeschichtliche Mitteilungen 1968/2, S. 135-138. Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, bearbeitet von Joachim Fischer (Veröffentlichung der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Bd. 31), Stuttgart 1983.
Es handelt sich um die Akten des Bekleidungsamtes des XIV. Armeekorps, des Bekleidungs-Instandsetzungsamtes des XIV. Armeekorps, des Armee-Bekleidungsdepots 3 und des Armee-Bekleidungsdepots der Armeeabteilung C.
Inhalt und Bewertung
Inhaltlich besteht der Bestand vor allem aus der Überlieferung der allgemeinen internen Verwaltung dieser Institutionen, ihren Aufgaben und der Gewährleistung der permanenten Einsatzbereitschaft. Besonders nennenswert sind die Aktengruppen über die Herstellungs- und Bewirtschaftungsvorschriften, die Mobilmachung, die Personalangelegenheiten, die Demobilmachung, den Geschäftsbetrieb und die Kriegstagebücher.
Formationsgeschichte: Aufgrund der Schwierigkeiten bei der Beschaffung der notwendigen militärischen Bekleidung in den Kriegen 1866 und 1870/71, wurden 1888 Korps-Bekleidungsämter errichtet. Der erste Vorstand des Bekleidungsamtes des XIV. Armeekorps war Oberstleutnant Albert Heinrich Kanz, geboren am 08.11.1832 in Storkau. Seit 1895 trugen die Bekleidungsämter die offizielle Bezeichnung Bekleidungsamt des und die Nummer des entsprechenden Armeekorps. Sie waren staatliche Fabrikationsbetriebe zur Herstellung von Uniformen und Schuhen. Bereits 1913 erreichten sie eine so große Produktivität, dass ein wesentlicher Anteil des Heeresbedarfs durch sie gedeckt werden konnte. Mit der Mobilmachung wurde das Bekleidungsamt des XIV. Armeekorps in die Kriegsformation überführt. Aufgrund der Heeresverringerung wurde es ab September 1919 unter Beibehaltung einer Abwicklungsstelle aufgelöst. Das Bekleidungsdepot 3 wurde bei der Mobilmachung in Karlsruhe als Armee-Bekleidungsdepot der 7. Armee aufgestellt. Wenige Tage nach der Mobilmachung wurde es am 14.08.1914 nach Renchen verlegt. Durch die vordrängende Front kam es am 29.08.1914 nach Saarburg und am 12.09.1914 nach Valenciennes. Am 26.10.1914 wurde es nach Bendorf am Rhein zurückverlegt. Es unterstand vom August 1914 bis September 1915 der Etappen-Inspektion 7. Am 28.09.1915 erfolgte die Umbenennung in Armee-Bekleidungsdepot Bendorf am Rhein. Durch die Zuständigkeit der Etappen-Inspektion 3 kam es in den Bereich der 3. Armee. Am 11.11.1915 wurde die Nebenstelle Sedan eingerichtet. Nachdem die Hauptstelle Anfang 1917 nach Sedan verlegt worden war, erfolgte am 23.02.1917 unter der Bezeichnung Armee-Bekleidungsdepot 3 die Vereinigung mit der Nebenstelle. Ab November 1914 wurde für die Armeeabteilung Strantz in den Räumen der Brauerei Franz in Rastatt durch das Stellvertretende Generalkommando des XIV. Armeekorps ein Bekleidungsdepot eingerichtet. Ende 1915 wurde dem Depot die Bezeichnung Armeebekleidungsdepot Rastatt zugeteilt. Wegen der gestiegenen Aufgabenerfüllung wurde ab Juni 1916 in Papolsheim [Plappeville] ein Nebendepot errichtet. Das Nebendepot wurde am 04.09.1917 nach Monteningen [Montigny-lès-Metz] verlegt. Ab September 1918 erfolgte eine erneute Verlegung des Nebendepots nach Freisdorf [Freistroff].
Bestandsgeschichte: Ab Januar 1920 wurde mit der Einrichtung eines Archivs des XIV. Armeekorps begonnen, in dem die Archive der Abwicklungsstellen zusammengeführt wurden. Im Herbst 1920 zog das Korpsarchiv in die Infanteriekaserne Heilbronn um. Ab Januar 1921 trat das Korpsarchiv unter der Bezeichnung Aktenverwaltung XIV in den Geschäftsbereich des Reichsministeriums des Innern, bevor es am 1. April 1921 als Archivzweigstelle Heilbronn dem Reichsarchiv in Potsdam eingegliedert wurde. Infolge der Vereinigung der Reichsarchivzweigstellen Heilbronn und Stuttgart gelangten die Bestände im Jahr 1924 nach Stuttgart. Die Württembergische Archivdirektion, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Verwaltung der Bestände des Heeresarchivs Stuttgart übernahm, gab in den Jahren 1947 bis 1949 die Überlieferung des XIV. Armeekorps an das Generallandesarchiv Karlsruhe ab. Eine sehr ausführliche Bestandsgeschichte ist im Vorwort des Stellvertretenden Generalkommandos des XIV. Armeekorps (Bestand 456 F 8) enthalten. Der Bestand umfasst 51 Faszikel mit einem Umfang von 1,50 laufenden Metern.
Literaturhinweise: Die Badener im Weltkrieg 1914/18, bearbeitet von Wilhelm Müller-Loebnitz, Karlsruhe 1935. Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939, hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt Freiburg, München 1983. Fenske, Hans: Die Verwaltung im Ersten Weltkrieg, in: Deutsche Verwaltungsgeschichte, Bd. 3, Stuttgart 1984, S. 866-908. Fischer, Joachim: Zehn Jahre Militärarchiv des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 37 (1978), S. 362-368. Jäger, Harald: Das militärische Archivgut in der Bundesrepublik für die Zeit von 1871 bis 1919, in: Militärgeschichtliche Mitteilungen 1968/2, S. 135-138. Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, bearbeitet von Joachim Fischer (Veröffentlichung der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Bd. 31), Stuttgart 1983.
51 Archivalieneinheiten
Bestand
Die Badener im Weltkrieg 1914/18, bearbeitet von Wilhelm Müller-Loebnitz, Karlsruhe 1935.
Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939, hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt Freiburg, München 1983.
Fenske, Hans: Die Verwaltung im Ersten Weltkrieg, in: Deutsche Verwaltungsgeschichte, Bd. 3, Stuttgart 1984, S. 866-908.
Fischer, Joachim: Zehn Jahre Militärarchiv des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 37 (1978), S. 362-368.
Jäger, Harald: Das militärische Archivgut in der Bundesrepublik für die Zeit von 1871 bis 1919, in: Militärgeschichtliche Mitteilungen 1968/2, S. 135-138.
Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, bearbeitet von Joachim Fischer (Veröffentlichung der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Bd. 31), Stuttgart 1983.
Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939, hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt Freiburg, München 1983.
Fenske, Hans: Die Verwaltung im Ersten Weltkrieg, in: Deutsche Verwaltungsgeschichte, Bd. 3, Stuttgart 1984, S. 866-908.
Fischer, Joachim: Zehn Jahre Militärarchiv des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 37 (1978), S. 362-368.
Jäger, Harald: Das militärische Archivgut in der Bundesrepublik für die Zeit von 1871 bis 1919, in: Militärgeschichtliche Mitteilungen 1968/2, S. 135-138.
Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, bearbeitet von Joachim Fischer (Veröffentlichung der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Bd. 31), Stuttgart 1983.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:03 MESZ
Hierarchie
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- Neuere Bestände (vornehmlich ab ca. 1800) (Tektonik)
- Krieg (Tektonik)
- XIV. (Badisches) Armeekorps (Tektonik)
- Sonstige Formationen (Tektonik)
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