Otto I. von Oldenburg, Erzbischof von Bremen, exkommuniziert 1. Heinrich Beringher, Nikolaus Fischer, Johannes Münzmeister, Priester. Heinrich Laurenz, Johannes Hamburg genannt Schmalenbek, Notare, Heinrich Rendsburg, Johannes Sachse genannt Ovenkater, Radolf Boyenhusen, Nikolaus Winck, Kolekerken, Sohn des Gudemanns, Heinrich Syrich, Heinrich Sartoris, Geistliche. Marquard Hop, Henneke Woltvoghed, Otto und sein Bruder, Söne des Otto Aspen, Hermann Bremen, Andreas Nottelmunt, Leon Carpentarium, Johannes Rostock und sein Diener Ludemann Maurer, Andreas Luscum und Gunno Stephan, Laien, und ihre Helfershelfer, weil sie das Pfarrhaus in Kiel erbrochen, mit bewaffneter Hand Heinrich Manegold, Priester im Kloster Neumünster, fast zu Tode verwundet, ihn und die dort befindliche familia des Klosters auf die Straße geworfen, ihre Sachen fortgenommen und behalten und das Pfarrhaus mehrere Tage lang besetzt gehalten haben. 2. Priester Heinrich Beringher. die Notare Johannes Hamburg genannt Schmalenbek, Heinrich Laurens. die Kleriker Heinrich Sartoris, Johannes Sachse genannt Ovenkater, Heinrich Syrich, Kolenkerken, sowie der Laie Marquard Hop, weil sie Volquin von Segeberg, Nikolaus Stenhus, Hartmann Frisonis, Heinrich von Wismar und Marquard Leddeghe, Geistliche des Klosters Neumünster im Angesicht von Ratsherren und Einwohnern auf dem Kirchhof der Pfarrkirche mißhandelt, Volquin blutig geschlagen, Hartmann Frisonis mit entblößtem Rücken an den Füßen über die Erde geschleift und ihn und die anderen Mönche auf die Straße geworfen haben. verbietet die Benutzung des entweihten Kirchhofs bis zu dessen Entsühnung, läßt Ludolph Michaelis, Pfarrherr in Kiel, und Radolf Tornore, Hartwig Boyenhusen, Johannes von Wedele, Konrad von Bremen, Bürgermeister. Bertram Schmalensee, Johannes Vetten, Detlev Suxdorf, Herding Luscum, Dietrich Riken, Johannes Visch, Johannes Zuthen, Hartwig Bramstedt, Timmo Krummendiek, Marquard Hertbeke und Otto Einendorp, Ratsherren in Kiel, sowie das Volk allgemein von der Kanzel herab ermahnen, dass sie den exkommunizierten Geistlichen keine Amtshandlungen mehr erlauben noch solche von ihnen entgegennehmen oder anhören, verbietet bis zur Rückgabe der weggenommenen Sachen an die Mönche von Neumünster jeden Gottesdienst in der Pfarrkirche zu Kiel, beauftragt die Pfarrherrn in Bishorst, Breitenberg, Brügge, Flintbek sowie Johannes Lybbode, Rektor an Hlg. Geist in Kiel, den Prozess in der Pfarrkirche zu Kiel öffentlich zu verkünden und dem Rat mitzuteilen, beauftragt den Pfarrherrn der Kapelle zum Hlg. Geist in Kiel, an den Sonn- und Feiertagen die Namen der Exkommunizierten zu verlesen, läßt die Ausführung von den Beauftragten durch Anhängung ihrer Siegel oder derjenigen von bekannten Personen an die Urkunde bestätigen und bittet die Bischöfe von Ratzeburg, Schwerin und Lübeck um Rechtshilfe bei Veröffentlichung und Ausführung des Prozesses. Datum Vordis a.d. millesimo trecentesimo quardagesimo sexto VI idus februarii nostro sub sigillo.

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Landesarchiv Schleswig-Holstein
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