Kurfürst Philipp von der Pfalz stellt seinem Sekretär Siegmund Hess (Sigmond Hess) für dessen treuen und langjährigen Dienst in der Kanzlei sowie dessen Ehefrau Katharina, Tochter des Rücker von Mentzingen (+), und ihren Leibeserben die Behausung zu, die einst Hans von Rosenberg gehört hatte. Da er im gegenwärtigen Krieg zum Feind des Pfalzgrafen wurde, kam das Haus an diesen. Es liegt in Heidelberg hinter den Barfüßern, grenzt an Hans Schreiners (+) Haus, das einst "der alten Ritern" gehörte, sowie an das Häuslein, das der genannte Münzmeister [= Hans von Rosenberg] auch besessen hatte, und reicht von der Gasse bis zum Stall und Garten, was zum Haus gehört. Die Verleihung erfolgt mit allem Zugehör, wie es der Rosenberger besessen hatte. Das Haus wird Eigentum der Empfänger. Die herkömmlichen Bodenzinse und andere Zinsen sollen zukünftig an die Empfänger gehen. Der Pfalzgraf verspricht Schutz, Schirm und Handhabung für die Gabe. Sollte durch eine zukünftige Schlichtung das Haus zurückgegeben werden müssen, sollen sich die Eheleute und Erben nicht weigern. Allerdings soll sich der Pfalzgraf bemühen, dass es in ihren Händen bleibt. Der Pfalzgraf befiehlt seinen Amtsleuten zu Heidelberg den Schutz, Schirm und die Handhabung. Der Pfalzgraf unterschreibt mit eigener Hand.