Reproduktionen fremden Archivguts und Extradenda: Texasarchiv (Rollfilme und Microfiches) (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
3010/3
Hessisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik) >> Gliederung >> Sonderbestände und Sammlungen >> Reproduktionen fremden Archivguts und Extradenda
Bestandsgeschichte: Nur Filme u. Mikrofiches.
Bis zu ihrem Verkauf in die USA lagen die Akten des 'Vereins zum Schutz deutscher Einwanderer in Texas' in Braunfels und wurden durch das Staatsarchiv Marburg verfilmt. Von den Silberfilmen wurden im Jahre 1966 Diazo-Kopien für das Hauptstaatsarchiv Wiesbaden erstellt.
Geschichte des Bestandsbildners: 'Verein zum Schutze deutscher Einwanderer in Texas', 1842-1848.
1842 wurde in Wiesbaden-Biebrich der 'Verein zum Schutze deutscher Einwanderer in Texas' gegründet (Initiative des 'Rates deutscher Fürsten und adeliger Herren'). 1844 wurde er in Mainz in eine AG umgewandelt, mit temporärem Sitz in Mainz. Die 21 Mitglieder waren Angehörige des Hochadels, daher auch die Kurzbezeichnung 'Mainzer Adelsverein'.
Im Mai 1844 schickte der Verein Carl Prinz zu Solms-Braunfels als Generalkommissar nach Texas. Im Herbst folgten ihm die ersten Auswanderer. Im März 1845 erwarb man nahe dem Guadalupe River ein Stück Land für die ersten Siedler. Der Generalkommissar nannte die neue Siedlung 'Neu-Braunfels', nach dem oberhessischen Sitz seiner Familie.
Nachfolger wurde der Jurist Otfried Hans Frhr. von Meusebach. Eine deutsche Kolonie ließ sich nie realisieren. 1845 wurde Texas Teil der USA.
Durch die Vermittlung des Vereins kamen bis 1847 knapp 7.400 Deutsche nach Texas. 1848 erfolgte die Auflösung des Vereins.
Findmittel: Findbuch von H.-D. Brand, 1967
Findmittel: Online-Datenbank (Arcinsys)
Bis zu ihrem Verkauf in die USA lagen die Akten des 'Vereins zum Schutz deutscher Einwanderer in Texas' in Braunfels und wurden durch das Staatsarchiv Marburg verfilmt. Von den Silberfilmen wurden im Jahre 1966 Diazo-Kopien für das Hauptstaatsarchiv Wiesbaden erstellt.
Geschichte des Bestandsbildners: 'Verein zum Schutze deutscher Einwanderer in Texas', 1842-1848.
1842 wurde in Wiesbaden-Biebrich der 'Verein zum Schutze deutscher Einwanderer in Texas' gegründet (Initiative des 'Rates deutscher Fürsten und adeliger Herren'). 1844 wurde er in Mainz in eine AG umgewandelt, mit temporärem Sitz in Mainz. Die 21 Mitglieder waren Angehörige des Hochadels, daher auch die Kurzbezeichnung 'Mainzer Adelsverein'.
Im Mai 1844 schickte der Verein Carl Prinz zu Solms-Braunfels als Generalkommissar nach Texas. Im Herbst folgten ihm die ersten Auswanderer. Im März 1845 erwarb man nahe dem Guadalupe River ein Stück Land für die ersten Siedler. Der Generalkommissar nannte die neue Siedlung 'Neu-Braunfels', nach dem oberhessischen Sitz seiner Familie.
Nachfolger wurde der Jurist Otfried Hans Frhr. von Meusebach. Eine deutsche Kolonie ließ sich nie realisieren. 1845 wurde Texas Teil der USA.
Durch die Vermittlung des Vereins kamen bis 1847 knapp 7.400 Deutsche nach Texas. 1848 erfolgte die Auflösung des Vereins.
Findmittel: Findbuch von H.-D. Brand, 1967
Findmittel: Online-Datenbank (Arcinsys)
1158 Nummern
Bestand
Literatur: Franz, E.G.: Die merkwürdigen Schicksale des Braunfelser 'Texas-Archivs', in: Mitteilungen aus den Hessischen Staatsarchiven, Nr. 22, 1986, S. 5-6.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.
17.06.2025, 12:53 MESZ