Gotteszell. Ein Frauengefängnis
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/014 R030007/101
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/014 Fernsehsendungen von Südwest Fernsehen aus dem Jahre 2003
Fernsehsendungen von Südwest Fernsehen aus dem Jahre 2003 >> Januar 2003
23. Januar 2003
Der Dokumentarfilm "Gotteszell. Ein Frauengefängnis" dokumentiert den Alltag in dem Frauengefängnis Gotteszell in Schwäbisch Gmünd. Das einzige Frauengefängnis von 40 Strafanstalten in Baden-Württemberg ist in einem Dominikanerkloster aus dem 13. Jahrhundert untergebracht. Seit dem 18. Jahrhundert wird das Frauenkloster als Frauengefängnis genutzt. Um die 300 Frauen von 16-80 Jahren verbüßen in "Gotteszell" ihre Haftstrafe: von Kurz- und Langzeitstrafhaft bis lebenslänglich. Die Delikte: Drogen, Vermögendelikte, Beihilfe zu Sexualdelikten, Mord.
Der Film porträtiert sechs inhaftierte Frauen. Die Strafgefangenen berichten über ihr Leben vor der Haft, über ihr Verhältnis zur Tat, den Alltag im Knast und die daraus entstehenden Schwierigkeiten und Härten, so zum Beispiel die Trennung von ihren Kindern. Durch die Biografien der Strafgefangenen zieht sich ein roter Faden von erlittenen Drohungen und Verletzungen bis hin zu jahrelang ertragener Gewalt. Dies wird insbesondere bei den Frauen deutlich, denen Totschlag, Mordversuch und Mord zur Last gelegt werden: Totschlag verübt an dem Mann, der die Täterin vergewaltigen wollte; Mordversuch an der eigenen Familie; Mord am Ehemann. Die schmerzhaften Biografien der verurteilten Frauen entschuldigen nicht die Tat, aber sie machen einen Lebensweg einsichtig, der in der Katastrophe mündete, fas schon münden musste.
Der Dokumentarfilm lässt auch Beamtinnen der Justizvollzugsanstalt zu Wort kommen. Sie sprechen über ihre Situation, in der sie mit den Gefanenen täglich konfrontiert sind, über die Institution Strafanstalt, die Schuldfrage. "Gotteszell" stellt Menschen vor, die uns herausfordern, über Recht und Unrecht, Schuld und Strafe, Tat und Tateinsicht, Sühne und Opfer nachzudenken, vielleicht anders als bisher. Der Film steht ein Zitat von Marguerite Duras voran: "Niemand ist sicher vor einem Gedanken, der ihn durchzuckt. Niemand kann sagen, das werde ich nie tun".
Der Film porträtiert sechs inhaftierte Frauen. Die Strafgefangenen berichten über ihr Leben vor der Haft, über ihr Verhältnis zur Tat, den Alltag im Knast und die daraus entstehenden Schwierigkeiten und Härten, so zum Beispiel die Trennung von ihren Kindern. Durch die Biografien der Strafgefangenen zieht sich ein roter Faden von erlittenen Drohungen und Verletzungen bis hin zu jahrelang ertragener Gewalt. Dies wird insbesondere bei den Frauen deutlich, denen Totschlag, Mordversuch und Mord zur Last gelegt werden: Totschlag verübt an dem Mann, der die Täterin vergewaltigen wollte; Mordversuch an der eigenen Familie; Mord am Ehemann. Die schmerzhaften Biografien der verurteilten Frauen entschuldigen nicht die Tat, aber sie machen einen Lebensweg einsichtig, der in der Katastrophe mündete, fas schon münden musste.
Der Dokumentarfilm lässt auch Beamtinnen der Justizvollzugsanstalt zu Wort kommen. Sie sprechen über ihre Situation, in der sie mit den Gefanenen täglich konfrontiert sind, über die Institution Strafanstalt, die Schuldfrage. "Gotteszell" stellt Menschen vor, die uns herausfordern, über Recht und Unrecht, Schuld und Strafe, Tat und Tateinsicht, Sühne und Opfer nachzudenken, vielleicht anders als bisher. Der Film steht ein Zitat von Marguerite Duras voran: "Niemand ist sicher vor einem Gedanken, der ihn durchzuckt. Niemand kann sagen, das werde ich nie tun".
1:44:00; 1'44
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Der Dokumentarfilm
Bäuerle, Heidelinde
Esslinger, Renate
Heimsch-Mlac, Anica
Herber, Peter
Reidemeister, Helga
Schwäbisch Gmünd AA
Alltag
Biografie
Frau
Porträt [Journalismus]
Strafvollzug: Gefängnis
Strafvollzug: Häftling
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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