Kriegsrat/Kriegsministerium: Revisorat (Bestand)
Show full title
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 271 h
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Kabinett, Geheimer Rat, Ministerien 1806-1945 >> Kriegsministerium >> Ministerien
1818-1874
Überlieferungsgeschichte
Nach Auflösung in die Registratur des Kriegsministeriums
Inhalt und Bewertung
Enthält: Unterlagen betr. Innerer Dienst, Geschäftsordnung, Organisation des Rechnungswesens und des Revisorats, Allgemeines, Übersichten, Etats, Vorschriften für den Bereich der Militärverwaltung, Kosten der Militärverwaltung und der Aufstellung von Truppen.
Behördengeschichte: Revisoren tauchen in der württembergischen Militärverwaltung erstmals um 1820 auf; in den Staatshandbüchern von 1824 (Seite 129) und 1828 (Seite 138) werden vier Revisoren innerhalb des Kriegsrats aufgeführt, die für die Kontrolle des Rechnungswesens zuständig waren. Ab 1831, nach Aufhebung des Kriegsrats und Integration der Revisoren ins neu geordnete Kriegsministerium (vgl. Vorwort zum Repertorium des Bestands E 271 c) wurden dann zwei Oberrevisoren innerhalb der Kanzlei genannt (Staatshandbuch 1831 Seite 143), die sich 1832 die Geschäfte mit zwei Kanzleiassistenten teilen (vgl. E 271 c Büschel Nr. 2826). 1842 erfolgte, bedingt durch die Ausweitung des Geschäftsanfalls, eine Neuaufstellung unter den beiden Oberrevisoren, zwei Kanzleiassistenten sowie dem Montierungsverwalter (ebd.). 185´ ist schließlich erstmals von einem Revisorat die Rede (Staatshandbuch Seite 161), dem ein Kriegsrat vorsteht und daneben ein Oberrevisor mit dem Titel Kanzleirat angehört. Dieses Revisorat gehörte allerdings nach wie vor zum Bereich der Kanzlei des Ministeriums. Ein neuer Geschäftsteiler von 1859/60 geht von acht "Abteilungen" aus, die von einem Kriegskassier, vier Revisoren, einem Kanzleiassistenten, einem Hilfsarbeiter und dem Montierungsverwalter geführt werden (vgl. E 271 c Büschel Nr. 2826). 1866 sind die Revisorenzugleich Kriegskommissäre (Staatshandbuch Seite 190). Nunmehr bleibt das Revisorat ein Teil der Kanzlei des Kriegsministeriums; der Kanzleidirektor ist gegenüber dem Vorstand des Revisorats weisungsberechtigt (Erlaß vom 20. Mai 1868 E 271c Büschel Nr. 2826). Nach 1871 bleibt das Revisorat ein Teil der Oekonomieabteilung des neuorganisierten Kriegsministeriums noch bis 1871 erhalten, vor allem um noch ausstehende Revisionen von Rechnungen abzuschließen, die vor der Militärkonvention mit Preußen angefertigt wurden.
Bestandsgeschichte und Bearbeiterbericht: Die Akten der Revisoren bzw. des Revisorats sind naturgemäß nicht sehr umfangreich, da ihre Haupttätigkeit ja in der Prüfung von Rechnungen bestand, die wieder zurückgegeben wurden. Entsprechend ist auch keinerlei Ordnung erkennbar. Die Akten gelangten meist über das Kriegsarchiv 1920 als Depositum ins neu errichtete Heeresarchiv Stuttgart, das sie 1930 an das Staatsfilialarchiv Ludwigsburg abgab, wo sie von Karl Otto Müller vor allem den Beständen E 271, Vermischte Provenienzen, sowie den Feldzugsakten IV und VII zugewiesen wurden. Bei der Neuverzeichnung der militärischen Akten von 1806 bis 1870 im neuerrichteten Militärarchiv des Hauptstaatsarchivs Stuttgart seit 1969 schälte sich nunmehr der vorliegende Bestand heraus, der zum größten Teil von Werner Urban unter Leitung von Dr. Günter Cordes in den Jahren zwischen 1980 und 1986 verzeichnet wurde. Die endgülitge Bestandsbildung und Ordnung nahm im April 1990 Dr. Bernhard Theil vor, wobei sämtliche Rechnungen, die sich noch bei den Revisoratsakten befanden, ausgegliedert und zum Rechnungsselekt (E 298) gelegt wurden, im übrigen aber alle Akten der Revisoren und des Revisorats, unabhängig davon, ob sie im Kriegsrat (also vor 1829), im Kriegsministerium 1821 - 1871 oder im Kriegsministerium nach 1871 entstanden sind, nach einem einheitlichen frei entworfenen Schema geordnet wurden. Beim Bestand verblieben auch einige wenige Schriftstücke, die wohl Rechnungsbeilagen waren, deren Zugehörigkeit aber nicht mehr erkennbar war. Zahlreiche Titelaufnahmen wurden zusammengefaßt, so daß aus 86 Nummern jetzt 53 Büschel entstanden. Der Bestand umfaßt 0,80 lfd. m. Stuttgart, im April 1990 Bernhard Theil
Nach Auflösung in die Registratur des Kriegsministeriums
Inhalt und Bewertung
Enthält: Unterlagen betr. Innerer Dienst, Geschäftsordnung, Organisation des Rechnungswesens und des Revisorats, Allgemeines, Übersichten, Etats, Vorschriften für den Bereich der Militärverwaltung, Kosten der Militärverwaltung und der Aufstellung von Truppen.
Behördengeschichte: Revisoren tauchen in der württembergischen Militärverwaltung erstmals um 1820 auf; in den Staatshandbüchern von 1824 (Seite 129) und 1828 (Seite 138) werden vier Revisoren innerhalb des Kriegsrats aufgeführt, die für die Kontrolle des Rechnungswesens zuständig waren. Ab 1831, nach Aufhebung des Kriegsrats und Integration der Revisoren ins neu geordnete Kriegsministerium (vgl. Vorwort zum Repertorium des Bestands E 271 c) wurden dann zwei Oberrevisoren innerhalb der Kanzlei genannt (Staatshandbuch 1831 Seite 143), die sich 1832 die Geschäfte mit zwei Kanzleiassistenten teilen (vgl. E 271 c Büschel Nr. 2826). 1842 erfolgte, bedingt durch die Ausweitung des Geschäftsanfalls, eine Neuaufstellung unter den beiden Oberrevisoren, zwei Kanzleiassistenten sowie dem Montierungsverwalter (ebd.). 185´ ist schließlich erstmals von einem Revisorat die Rede (Staatshandbuch Seite 161), dem ein Kriegsrat vorsteht und daneben ein Oberrevisor mit dem Titel Kanzleirat angehört. Dieses Revisorat gehörte allerdings nach wie vor zum Bereich der Kanzlei des Ministeriums. Ein neuer Geschäftsteiler von 1859/60 geht von acht "Abteilungen" aus, die von einem Kriegskassier, vier Revisoren, einem Kanzleiassistenten, einem Hilfsarbeiter und dem Montierungsverwalter geführt werden (vgl. E 271 c Büschel Nr. 2826). 1866 sind die Revisorenzugleich Kriegskommissäre (Staatshandbuch Seite 190). Nunmehr bleibt das Revisorat ein Teil der Kanzlei des Kriegsministeriums; der Kanzleidirektor ist gegenüber dem Vorstand des Revisorats weisungsberechtigt (Erlaß vom 20. Mai 1868 E 271c Büschel Nr. 2826). Nach 1871 bleibt das Revisorat ein Teil der Oekonomieabteilung des neuorganisierten Kriegsministeriums noch bis 1871 erhalten, vor allem um noch ausstehende Revisionen von Rechnungen abzuschließen, die vor der Militärkonvention mit Preußen angefertigt wurden.
Bestandsgeschichte und Bearbeiterbericht: Die Akten der Revisoren bzw. des Revisorats sind naturgemäß nicht sehr umfangreich, da ihre Haupttätigkeit ja in der Prüfung von Rechnungen bestand, die wieder zurückgegeben wurden. Entsprechend ist auch keinerlei Ordnung erkennbar. Die Akten gelangten meist über das Kriegsarchiv 1920 als Depositum ins neu errichtete Heeresarchiv Stuttgart, das sie 1930 an das Staatsfilialarchiv Ludwigsburg abgab, wo sie von Karl Otto Müller vor allem den Beständen E 271, Vermischte Provenienzen, sowie den Feldzugsakten IV und VII zugewiesen wurden. Bei der Neuverzeichnung der militärischen Akten von 1806 bis 1870 im neuerrichteten Militärarchiv des Hauptstaatsarchivs Stuttgart seit 1969 schälte sich nunmehr der vorliegende Bestand heraus, der zum größten Teil von Werner Urban unter Leitung von Dr. Günter Cordes in den Jahren zwischen 1980 und 1986 verzeichnet wurde. Die endgülitge Bestandsbildung und Ordnung nahm im April 1990 Dr. Bernhard Theil vor, wobei sämtliche Rechnungen, die sich noch bei den Revisoratsakten befanden, ausgegliedert und zum Rechnungsselekt (E 298) gelegt wurden, im übrigen aber alle Akten der Revisoren und des Revisorats, unabhängig davon, ob sie im Kriegsrat (also vor 1829), im Kriegsministerium 1821 - 1871 oder im Kriegsministerium nach 1871 entstanden sind, nach einem einheitlichen frei entworfenen Schema geordnet wurden. Beim Bestand verblieben auch einige wenige Schriftstücke, die wohl Rechnungsbeilagen waren, deren Zugehörigkeit aber nicht mehr erkennbar war. Zahlreiche Titelaufnahmen wurden zusammengefaßt, so daß aus 86 Nummern jetzt 53 Büschel entstanden. Der Bestand umfaßt 0,80 lfd. m. Stuttgart, im April 1990 Bernhard Theil
54 Büschel
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 2:39 PM CET