Rep. 106 NL Remarque, Jutta (Bestand)
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Rep. 106
Universitätsarchiv Regensburg (Archivtektonik) >> Bestände UAR >> Privatarchive und Nachlässe >> Einzelpersonen >> Nachlässe und Privatarchive
Bemerkungen Biographisches: Ilse Jutta (genannt Jeanne) Zambona, geschiedene Winkelhoff (* 25.08.1901 in Hildesheim, + 25.06.1975), Tänzerin, war zweifache Ehefrau (14.10.1925 bis 4. Januar 1930, 22. Januar 1938 bis 20. Mai 1957) des Schriftstellers Erich Maria Remarque (1898-1970). Als Kind erblindete sie infolge einer Krankheit, erlangte aber wieder das Augenlicht. Am 1. Februar 1927 trat sie aus der katholischen Kirche aus. Im Winter 1927/28 arbeitete E.M. Remarque an "Im Westen nichts Neues". Am 4. Januar 1930 ließen sich die Remarques scheiden. Trotzdem wohnte sie weiter mit ihm in Porto Ronco, wo sie Emigranten Unterschlupf gewährt (u.a. Hans Soachaczewer). Am 29. Juni 1937 erhielten beide einen Pass der Republik Panama durch das Konsulat Athen. Am 22. Januar 1938 heirateten beide erneut, diesmal in St. Moritz. Am 19. November 1938 wurde Ilse Jutta Zambona aus dem Deutschen Reich ausgebürgert. Am 22. Oktober 1939 kam Zambona in Ellis Island ein, wo sie interniert wurde. Vom 2. März bis 3. April 1940 war sie mit E.M. Remarque in Mexico City. Am 7. August 1947 erhielten beide die amerikanische Staatsbürgerschaft. Am 20. Mai 1957 ließen sie sich wieder scheiden. Sonstiges: Walter Rauer-Preis der medizinischen Fakultät.; Vorwort Bestandsgeschichte Nach dem Tode Rauers gelangten die Unterlagen testamentarisch an die Universität Regensburg. Die beigefügten Gemälde wurden der Kunstsammlung des Universitätsarchivs zugewiesen. Die Unterlagen kamen 2009 ins Universitätsarchiv. Um noch ausstehende Finanzmittel zu erben, wurde in den Jahren bis 2011 der Bestand durch die Verwaltungsspitze systematisch durchsucht. Im Archiv wurde der Bestand durch Hilfskräfte 2009 und 2011 erneut verzeichnet. 2017 wurde der Bestand umgepackt und eine Konkordanz erstellt.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 11:18 MESZ