Abt. 47.32 Studierendenkarteien ab 1935 (Bestand)
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Abt. 47.32
Landesarchiv Schleswig-Holstein (Archivtektonik) >> Gliederung >> Schleswig-Holstein insgesamt bis 1867 >> Abt. 47 Christian-Albrechts-Universität Kiel
1935-1973
Enthält: Auflistungen der auf den Karteikarten vorhandenen Angaben sind unter der Detailseite des jeweiligen Gliederungspunktes zu finden (Kartei 1935-1945 (https://arcinsys.schleswig-holstein.de/arcinsys/detailAction?detailid=g56685) und Kartei 1945-1973) (https://arcinsys.schleswig-holstein.de/arcinsys/detailAction?detailid=g56686).
Beschreibung: Der Bestand enthält die zur Einschreibung der Studierenden von 1935 bis 1945 geführte Kartei. Die Übernahme der nach Wiedereröffnung der CAU im November 1945 im Gebrauch befindlichen Karteikarten bis zum Exmatrikulationsjahr 1974 ist in Vorbereitung. (Stand: 03.05.2024)
Geschichte des Bestandsbildners: Wie an den meisten anderen Universitäten erfolgte auch an der CAU Kiel die Einschreibung neuer Studierender bis 1935 in den sogenannten Matrikelbüchern. Dies änderte sich zum Sommersemester 1935, als durch das Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung an allen deutschen Universitäten ein einheitliches Karteikartensystem eingeführt wurde. Meldeten sich Studierende bei einer Hochschule an, hatten sie Meldebögen auszufüllen, deren Angaben die Universitätssekretariate auf farbige Karteikarten übertrugen:
- grün (später beige)/rot: "reichsdeutscher Student/reichsdeutsche Studentin deutscher Volkszugehörigkeit"
- grün (später beige)/rot mit Schrägstrich: "volksdeutscher Student/Studentin fremder Staatsangehörigkeit"
- gelb/gelb mit Schrägstrich: "reichsdeutsche Nichtarier/Nicharierin"
- blau/blau mit Schrägstrich: "männliche/weibliche volksfremde Ausländer"
Dabei erhielten die Studierenden neben ihrer persönlichen Hochschulnummer, die sich aus der Hochschulkennziffer (für die CAU 66) und einer laufenden Nummer zusammensetzte, zusätzlich eine Reichsnummer, die in der Reichskartei geführt wurde. Neben den Karteikarten erstellten die Universitäten noch sogenannte Hochschulstammbücher, in denen die Studierenden nummerisch nach ihrer jeweiligen Hochschulnummer verzeichnet wurden.
Nach Wiedereröffnung der CAU Kiel im November 1945 erfolgte die Erfassung der Studierendendaten ebenfalls auf Karteikarten. Seit den 1950er Jahren waren die einzelnen Karten mit Fotos versehen. Ab den 1960er Jahren waren dann zudem je nach Fakultät bzw. Fachrichtung verschiedenfarbige Karten im Gebrauch. Mit einigen Änderungen war das Karteisystem bis zur Einführung der ausschließlich elektronischen Aufnahme der Studierendendaten zu Beginn der 1990er Jahre in Nutzung.
Bestandsgeschichte: Während sich die überlieferten Matrikelalben der CAU bereits seit Längerem im Landesarchiv befinden, gelangte die 1935 angelegte Studierendenkartei erst im Mai 2024 dorthin. Zuvor war ihr Verbleib unbekannt. Quellenhinweise schienen darauf hinzuweisen, dass die Kartei im Zweiten Weltkrieg wie viele andere universitäre Unterlagen auch vernichtet worden ist. Als Ende 2023 die Übernahme der Karteikarten aus dem Zeitraum von 1945 bis Anfang der 1970er Jahre anstand, stellte es sich jedoch bei vorbereitenden Arbeiten heraus, dass die Kartei tatsächlich in diese Schicht eingepflegt worden war. Die Karten wurden aussortiert und bilden innerhalb des Bestandes nun eine eigene Gruppe. Vorhanden sind gut 6000 Karten. Nach Abgleich mit der Summe der Studierendenanzahl 1935 und den nachfolgenden Immatrikulationszahlen kann davon ausgegangen werden, dass der Großteil der Kartei überliefert ist. Vollständigkeit liegt jedoch nicht vor, da ausschließlich grüne (beige) und rote Karten vorliegen, blaue und gelbe Karten fehlen hingegen gänzlich.
Geführt wurden die Karteien im Studierendensekretariat als Teil der Rektoratsverwaltung. Gemäß der Provenienz gehören die Karteien daher strenggenommen in Abt. 47. Im Sinne einer leichteren Recherche und Zugänglichkeit schien es jedoch sinnvoller, von einer provenienzgemäßen Erschließung abzusehen und stattdessen einen eigenen Bestand zu bilden. (Stand: 03.05.2024)
Zusatzinformationen: Zitierweise: Sigle des Landesarchivs Schleswig-Holstein, Abteilungsbezeichnung und Nummer, also zum Beispiel LASH Abt. 47.32 Nr. 50
Bestandsgeschichte: Während sich die überlieferten Matrikelalben der CAU spätestens seit den 1960er Jahren im Landesarchiv befinden, gelangte die 1935 angelegte Studierendenkartei erst im Mai 2024 dorthin. Zuvor war ihr Verbleib unbekannt. Quellenhinweise schienen darauf hinzuweisen, dass die Kartei im Zweiten Weltkrieg wie viele andere universitäre Unterlagen auch vernichtet worden ist. Als Ende 2023 die Übernahme der Karteikarten aus dem Zeitraum von 1945 bis Anfang der 1970er Jahre anstand, stellte es sich jedoch bei vorbereitenden Arbeiten heraus, dass die Kartei tatsächlich in diese Schicht eingepflegt worden war. Die Karten wurden aussortiert und bilden innerhalb des Bestandes nun eine eigene Gruppe. Vorhanden sind gut 6000 Karten. Nach Abgleich mit der Summe der Studierendenanzahl 1935 und den nachfolgenden Immatrikulationszahlen kann davon ausgegangen werden, dass der Großteil der Kartei überliefert ist. Vollständigkeit liegt jedoch nicht vor, da ausschließlich grüne (beige) und rote Karten vorliegen, blaue und gelbe Karten fehlen hingegen gänzlich.
Geführt wurden die Karteien im Studierendensekretariat als Teil der Rektoratsverwaltung. Gemäß der Provenienz gehören die Karteien daher strenggenommen in Abt. 47. Im Sinne einer leichteren Recherche und Zugänglichkeit schien es jedoch sinnvoller, von einer provenienzgemäßen Erschließung abzusehen und stattdessen einen eigenen Bestand zu bilden. (Stand: 03.05.2024)
Beschreibung: Der Bestand enthält die zur Einschreibung der Studierenden von 1935 bis 1945 geführte Kartei. Die Übernahme der nach Wiedereröffnung der CAU im November 1945 im Gebrauch befindlichen Karteikarten bis zum Exmatrikulationsjahr 1974 ist in Vorbereitung. (Stand: 03.05.2024)
Geschichte des Bestandsbildners: Wie an den meisten anderen Universitäten erfolgte auch an der CAU Kiel die Einschreibung neuer Studierender bis 1935 in den sogenannten Matrikelbüchern. Dies änderte sich zum Sommersemester 1935, als durch das Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung an allen deutschen Universitäten ein einheitliches Karteikartensystem eingeführt wurde. Meldeten sich Studierende bei einer Hochschule an, hatten sie Meldebögen auszufüllen, deren Angaben die Universitätssekretariate auf farbige Karteikarten übertrugen:
- grün (später beige)/rot: "reichsdeutscher Student/reichsdeutsche Studentin deutscher Volkszugehörigkeit"
- grün (später beige)/rot mit Schrägstrich: "volksdeutscher Student/Studentin fremder Staatsangehörigkeit"
- gelb/gelb mit Schrägstrich: "reichsdeutsche Nichtarier/Nicharierin"
- blau/blau mit Schrägstrich: "männliche/weibliche volksfremde Ausländer"
Dabei erhielten die Studierenden neben ihrer persönlichen Hochschulnummer, die sich aus der Hochschulkennziffer (für die CAU 66) und einer laufenden Nummer zusammensetzte, zusätzlich eine Reichsnummer, die in der Reichskartei geführt wurde. Neben den Karteikarten erstellten die Universitäten noch sogenannte Hochschulstammbücher, in denen die Studierenden nummerisch nach ihrer jeweiligen Hochschulnummer verzeichnet wurden.
Nach Wiedereröffnung der CAU Kiel im November 1945 erfolgte die Erfassung der Studierendendaten ebenfalls auf Karteikarten. Seit den 1950er Jahren waren die einzelnen Karten mit Fotos versehen. Ab den 1960er Jahren waren dann zudem je nach Fakultät bzw. Fachrichtung verschiedenfarbige Karten im Gebrauch. Mit einigen Änderungen war das Karteisystem bis zur Einführung der ausschließlich elektronischen Aufnahme der Studierendendaten zu Beginn der 1990er Jahre in Nutzung.
Bestandsgeschichte: Während sich die überlieferten Matrikelalben der CAU bereits seit Längerem im Landesarchiv befinden, gelangte die 1935 angelegte Studierendenkartei erst im Mai 2024 dorthin. Zuvor war ihr Verbleib unbekannt. Quellenhinweise schienen darauf hinzuweisen, dass die Kartei im Zweiten Weltkrieg wie viele andere universitäre Unterlagen auch vernichtet worden ist. Als Ende 2023 die Übernahme der Karteikarten aus dem Zeitraum von 1945 bis Anfang der 1970er Jahre anstand, stellte es sich jedoch bei vorbereitenden Arbeiten heraus, dass die Kartei tatsächlich in diese Schicht eingepflegt worden war. Die Karten wurden aussortiert und bilden innerhalb des Bestandes nun eine eigene Gruppe. Vorhanden sind gut 6000 Karten. Nach Abgleich mit der Summe der Studierendenanzahl 1935 und den nachfolgenden Immatrikulationszahlen kann davon ausgegangen werden, dass der Großteil der Kartei überliefert ist. Vollständigkeit liegt jedoch nicht vor, da ausschließlich grüne (beige) und rote Karten vorliegen, blaue und gelbe Karten fehlen hingegen gänzlich.
Geführt wurden die Karteien im Studierendensekretariat als Teil der Rektoratsverwaltung. Gemäß der Provenienz gehören die Karteien daher strenggenommen in Abt. 47. Im Sinne einer leichteren Recherche und Zugänglichkeit schien es jedoch sinnvoller, von einer provenienzgemäßen Erschließung abzusehen und stattdessen einen eigenen Bestand zu bilden. (Stand: 03.05.2024)
Zusatzinformationen: Zitierweise: Sigle des Landesarchivs Schleswig-Holstein, Abteilungsbezeichnung und Nummer, also zum Beispiel LASH Abt. 47.32 Nr. 50
Bestandsgeschichte: Während sich die überlieferten Matrikelalben der CAU spätestens seit den 1960er Jahren im Landesarchiv befinden, gelangte die 1935 angelegte Studierendenkartei erst im Mai 2024 dorthin. Zuvor war ihr Verbleib unbekannt. Quellenhinweise schienen darauf hinzuweisen, dass die Kartei im Zweiten Weltkrieg wie viele andere universitäre Unterlagen auch vernichtet worden ist. Als Ende 2023 die Übernahme der Karteikarten aus dem Zeitraum von 1945 bis Anfang der 1970er Jahre anstand, stellte es sich jedoch bei vorbereitenden Arbeiten heraus, dass die Kartei tatsächlich in diese Schicht eingepflegt worden war. Die Karten wurden aussortiert und bilden innerhalb des Bestandes nun eine eigene Gruppe. Vorhanden sind gut 6000 Karten. Nach Abgleich mit der Summe der Studierendenanzahl 1935 und den nachfolgenden Immatrikulationszahlen kann davon ausgegangen werden, dass der Großteil der Kartei überliefert ist. Vollständigkeit liegt jedoch nicht vor, da ausschließlich grüne (beige) und rote Karten vorliegen, blaue und gelbe Karten fehlen hingegen gänzlich.
Geführt wurden die Karteien im Studierendensekretariat als Teil der Rektoratsverwaltung. Gemäß der Provenienz gehören die Karteien daher strenggenommen in Abt. 47. Im Sinne einer leichteren Recherche und Zugänglichkeit schien es jedoch sinnvoller, von einer provenienzgemäßen Erschließung abzusehen und stattdessen einen eigenen Bestand zu bilden. (Stand: 03.05.2024)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
26.01.2026, 09:51 MEZ