Martin Rosseneck, Vikar des Liebfrauenstiftes, und Reinhart Reichenbacher von "Walstroff", weltlicher Richter zu Mainz, entscheiden den Streit zwischen dem Kloster St. Klara (Äbtissin Frau Potentiana ("Patz")) und dem Nachfahren des verstorbenen Michael Nalschmitt, dem ehrsamen Herman Stoltz, wegen in einer früheren Bannurkunde des weltlichen Gerichts unerwähnt gebliebenen Gült von 12 Schillingen Heller, fällig an das Kloster, aus dem Haus und Erbe, das früher ein Backhaus gewesen und das jetzt der genannte Hermann bewohnt, am Eck in der Heugasse ("Hauwegassen") gegenüber dem Erbe Hirzberg ("Hyrtzberg"), dahin, dass an Stelle des versessenen Zinses Hermann das Kloster mit 4 fl. 9 Weißpfennigen (1 fl. gleich 24 Weißpfennige) abfinden und im übrigen den Zins fortan jährlich entrichten soll. (2) S. der Aussteller. "vff montag nach dess nuwen jars dag anno [...] fünfftzehenhundert vnd achtzehen".
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Martin Rosseneck, Vikar des Liebfrauenstiftes, und Reinhart Reichenbacher von "Walstroff", weltlicher Richter zu Mainz, entscheiden den Streit zwischen dem Kloster St. Klara (Äbtissin Frau Potentiana ("Patz")) und dem Nachfahren des verstorbenen Michael Nalschmitt, dem ehrsamen Herman Stoltz, wegen in einer früheren Bannurkunde des weltlichen Gerichts unerwähnt gebliebenen Gült von 12 Schillingen Heller, fällig an das Kloster, aus dem Haus und Erbe, das früher ein Backhaus gewesen und das jetzt der genannte Hermann bewohnt, am Eck in der Heugasse ("Hauwegassen") gegenüber dem Erbe Hirzberg ("Hyrtzberg"), dahin, dass an Stelle des versessenen Zinses Hermann das Kloster mit 4 fl. 9 Weißpfennigen (1 fl. gleich 24 Weißpfennige) abfinden und im übrigen den Zins fortan jährlich entrichten soll. (2) S. der Aussteller. "vff montag nach dess nuwen jars dag anno [...] fünfftzehenhundert vnd achtzehen".
U / 1518 Januar 4
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden (ohne Fotos)
04.01.1518
Reichklara Mainz
Ausfertigung. Perg. Das zweite S. ist leicht beschädigt. Rückvermerk: "In der Oberscharen [...] weiln vnbekandt muss fleissiger nachgefraget werden".
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:31 MESZ