Ambrosius, Abt des Benediktinerklosters St. Johannes in Blaubeuren, beurkundet den von ihm vermittelten Vertrag im Streit zwischen Rektor und Regenten der Universität Tübingen und Andreas Lemp, Vikar zu Ringingen, als Kläger und Cordula von Reischach, Äbtissin und Konvent des Klosters Söflingen als Beklagte wegen des Zehnten aus dem in Pfrauntetten in der Pfarrei Ringingen gelegenen, dem Kloster gehörenden Wald und zugehörigen Hecken (Anstösser: Kloster Blaubeuren, Vogtei Erbach, Junker Wilhelm von Stotzingen zu Dischingen, Kloster Söflingen, Hans Lay, Bürger zu Ulm, St. Ulrichskapelle zu Fraunstetten, Konrad von Stadion zu Altheim, Kloster Urspring): das Kloster löst den Waldzehnten durch eine Zahlung von 55 Gulden Münze in Landeswährung an die Universität ab, wird jedoch den Zehnten aus Acker, Gärten und Wiesen, die im Walde eingerichtet wurden, entrichten. Als Vertreter der Parteien sind anwesend: Kaspar Forstmaister, Dr. beider Rechte und Extraordinarius des kanonischen Rechts an der Universität, Jakob Herlin, gemeiner Syndikus der Universität, und Andreas Lemp, Pfarrer zu Ringingen und Dekan zu Blaubeuren; Dr. beider Rechte Peter Sutter von Kempten, Heinrich Krafft und Jakob Gregk, beide Bürger zu Ulm, Pfleger des Klosters, Jos Kretz, Hofmeister, Andreas Pflieger (Pfluger), Zinser zu Söflingen.