Mainz, 1583.04.04. Barbara Flach von Schwarzenburg, Äbtissin, und der Konvent von Altmünster in Mainz nehmen Margaretha, Tochter des verstorbenen Hessen Donges von Budenheim, vertreten durch ihre Vormünder Deisen von Weilbach, Unterschultheiß, und Jakob Schneider, in des Klosters Laienschwesterschaft auf. Sie gibt dem Kloster alle ihre Güter (Äcker, Wiesen, Weingärten "kabbesgertten", Auen ("eyhen") und Wald), die das Kloster dem genannten Unterschultheiß zu Budenheim für 95 fl. verkauft hat. Sie erhält zeitlebens alle leibliche Notdurft vom Kloster, auch an Leinwand, Gerät und Schuhen. Wenn ihre Mutter stirbt, fällt der sie treffende Nachlassanteil, ferner, was sie noch von Verwandten erben wird, ans Kloster. S. des Gerichts zu Budenheim. "Geschehen in jar daussent funfhundertt achtzig drey den 4 Martii".
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Mainz, 1583.04.04. Barbara Flach von Schwarzenburg, Äbtissin, und der Konvent von Altmünster in Mainz nehmen Margaretha, Tochter des verstorbenen Hessen Donges von Budenheim, vertreten durch ihre Vormünder Deisen von Weilbach, Unterschultheiß, und Jakob Schneider, in des Klosters Laienschwesterschaft auf. Sie gibt dem Kloster alle ihre Güter (Äcker, Wiesen, Weingärten "kabbesgertten", Auen ("eyhen") und Wald), die das Kloster dem genannten Unterschultheiß zu Budenheim für 95 fl. verkauft hat. Sie erhält zeitlebens alle leibliche Notdurft vom Kloster, auch an Leinwand, Gerät und Schuhen. Wenn ihre Mutter stirbt, fällt der sie treffende Nachlassanteil, ferner, was sie noch von Verwandten erben wird, ans Kloster. S. des Gerichts zu Budenheim. "Geschehen in jar daussent funfhundertt achtzig drey den 4 Martii".
U / 1583 März 4
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden (ohne Fotos)
04.03.1583
Altmünster Mainz
Ausfertigung.Pap. Das aufgedrückte Papiersiegel ist abgefallen.
Urkunden
Barbara
Deisen, ...
Donges, Hessen
Donges, Margareta
Schneider, Jacob
Mainz
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:30 MESZ