Verurteilung von Soldaten eines Regiments wegen Diebstahls des Soldes und Fahnenflucht
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Urk. 13, 2897
A I t 1546 Oktober 20
Urk. 13 Generalrepertorium [ehemals: Urkunden A I t]
Generalrepertorium [ehemals: Urkunden A I t] >> Betreffe K >> 4 Ko-Ku >> 4.14 Kriegssachen
1546 Oktober 20
Ausfertigung, Pergament, 6 Siegel (Siegel 1, 4 und 6 beschädigt).
Urkunde
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Die verordneten Gerichtsleute, Schultheiß und Richter des Regiments, das derzeit im Lager zu Fritzlar liegt, verurteilen acht namentlich genannte Soldaten des Regiments zur Todesstrafe durch Enthaupten. Die Soldaten sind trotz dreifacher Aufforderung nicht erschienen und werden aufgrund der Anklage des Profosses des Regiments wegen Diebstahls des Soldes, Eidbruchs und Fahnenflucht verurteilt. Da das Urteil wegen Abwesenheit der Angeklagten nicht vollstreckt werden kann, darf jeder, der der nunmehr Rechtlosen habhaft wird, diese an einem Baum aufhängen.
Laut des Nachtrages zum Urteil haben zwei weitere Beklagte ihr Nichterscheinen nachweislich schriftlich entschuldigt, die daher in Kassel um Gnade ersuchen dürfen.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 09:13 MESZ