Johann Mertzkern d. J., Schultheiss, und die Richter in Esslingen entscheiden einen Streit zwischen Kunz dem Hayler, Reinhart von Sirnau , Hans dem Sparer von Berkheim und Märklin von Deizisau und dem Kloster Sirnau wegen Wald, Weide und Wasser zu Obersirnau, wobei die ersteren das Nutzungsrecht des Klosterwaldes zu Brenn- und Bauholz und zu Zäunen, sowie die Weidberechtigung, die sie mehr als 100 Jahre besessen haben, ansprechen, da Obersirnau ein Dorf gewesen sei (wan ain dorff und ain Pharre und och ain lichlegy langzit dagewesen wär), was Priorin und Konvent bestreiten unter Vorzeigung einer Urkunde (B 175 U 6). Das Gericht erkennt, dass die Urkunde noch Gültigkeit hat, dass die Schwestern ihre Aussage formulieren und die Priorin und 2 Schwestern diese beschwören sollen, worauf die Schwestern aussagen, sie haben Wald, Weide und Wasser mehr als 100 Jahre in der Weise, wie die Urkunde ausweise, besessen und die gen. Leute welche den Hof innehaben, haben kein Recht an Wald, Weide und Wasser, soweit sie es ihnen nicht verwilligen. Bei dieser Verhandlung seiner "armen Leute" war der Probst von Nellingen zugegen.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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