Abt Johann und der Kv. von Salem ("Salmannsweiler"), Äbtissin Elsbeth und der Kv. von H., die Stadt Biberach wegen des Spitals und Sondersiechenhauses vor der Stadt am Feld, die Stadt Munderkingen wegen ihres Spitals, der Kirchherr Jakob Gold zu Sulmingen, Jakob Klock, B. zu Biberach, vier Einwohner zu Baltringen (Ludwig und Michael Hase, Gebrüder, Adelheid Friesin, Hans Knölls Witwe, und Hans Gayssmayer), Klaus Oswalt und Hans Kessler, Kirchenpfleger zu Baltringen, und Hans Hawer und Hans Gayssmayer, Meßpfleger ebenda, vergleichen sich über Recht und Gericht in Baltringen wie folgt: Die Pfleger des Spitals zu Biberach als Rechtsnachfolger des ehrbaren und weisen Hans Blicher, B. zu Ulm, sollen in Baltringen die gleichen Gerichtsrechte ausüben wie dieser. Blicher hatte von Ks. Friedrich die Freiheit erlangt, ein ehrbar Gericht zu Baltringen mit einem Ammann und 12 Richtern zu bestellen. Zur Kompetenz dieses Gerichts soll alles gehören, was Erbe und Eigen, liegende oder fahrende Güter, Schulden, Gülten, Buße und Frevel auf den Gütern des Spitals und teilweise der anderen Parteien betrifft. Detaillierte Bußbestimmungen werden getroffen, wer den Ammann zu besolden hat, wer Frevel, bei denen Fremde oder Angehörige von 2 Parteien gemeinsam beteiligt sind, festlegt und wem die Bußen gehören sollen. Die Gotteshäuser Salem und Heggbach sichern zu, daß für ihre Armenleute zu Baltringen nicht wie bisher das Gericht zu Äpfingen und H., sondern das des Spitals zuständig sein soll. Das Spital darf eine Badstube in Baltringen unterhalten.
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Abt Johann und der Kv. von Salem ("Salmannsweiler"), Äbtissin Elsbeth und der Kv. von H., die Stadt Biberach wegen des Spitals und Sondersiechenhauses vor der Stadt am Feld, die Stadt Munderkingen wegen ihres Spitals, der Kirchherr Jakob Gold zu Sulmingen, Jakob Klock, B. zu Biberach, vier Einwohner zu Baltringen (Ludwig und Michael Hase, Gebrüder, Adelheid Friesin, Hans Knölls Witwe, und Hans Gayssmayer), Klaus Oswalt und Hans Kessler, Kirchenpfleger zu Baltringen, und Hans Hawer und Hans Gayssmayer, Meßpfleger ebenda, vergleichen sich über Recht und Gericht in Baltringen wie folgt: Die Pfleger des Spitals zu Biberach als Rechtsnachfolger des ehrbaren und weisen Hans Blicher, B. zu Ulm, sollen in Baltringen die gleichen Gerichtsrechte ausüben wie dieser. Blicher hatte von Ks. Friedrich die Freiheit erlangt, ein ehrbar Gericht zu Baltringen mit einem Ammann und 12 Richtern zu bestellen. Zur Kompetenz dieses Gerichts soll alles gehören, was Erbe und Eigen, liegende oder fahrende Güter, Schulden, Gülten, Buße und Frevel auf den Gütern des Spitals und teilweise der anderen Parteien betrifft. Detaillierte Bußbestimmungen werden getroffen, wer den Ammann zu besolden hat, wer Frevel, bei denen Fremde oder Angehörige von 2 Parteien gemeinsam beteiligt sind, festlegt und wem die Bußen gehören sollen. Die Gotteshäuser Salem und Heggbach sichern zu, daß für ihre Armenleute zu Baltringen nicht wie bisher das Gericht zu Äpfingen und H., sondern das des Spitals zuständig sein soll. Das Spital darf eine Badstube in Baltringen unterhalten.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 456 U 33
Arch. Rubr. V, S. 199 Nr. 3
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 456 Heggbach, Zisterzienserinnenkloster
Heggbach, Zisterzienserinnenkloster >> 1. Urkunden
1473 August 25 (Mi nach Bartholomeus)
Urkunden
Blicher, Hans
Elsbeth, s. Heggbach
Flur, Walter
Friesin, Adelheid
Gayssmayer, Hans
Gold, Jakob
Gold, Pfaff
Hawer, Hans
Heggbach, Elisabeth Hofmännin; Äbtissin
Hornstein, Ludwig von, 15. Jh.
Kessler, Hans
Klock, Jakob
Knöll, Hans
Oswalt, Klaus
Äpfingen : Maselheim BC
Bad Saulgau SIG
Baltringen : Mietingen BC
Biberach an der Riß BC
Munderkingen UL
Salem FN; Kloster
Sulmingen : Maselheim BC
Ulm UL; Herrschaft
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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21.11.2025, 3:22 PM CET
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- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Neuwürttembergische Herrschaften vor 1803/1806-1810 (Archival tectonics)
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- Schwäbische Benediktinerkongregation - Kisslegg, Franziskanerinnenkloster (Archival tectonics)
- Heggbach, Zisterzienserinnenkloster (Archival holding)
- 1. Urkunden (Classification)