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Nassau-Usingen: Herrschaft Idstein (Bestand)
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Enthält: Urkunden 1178-1806
Akten 16.-19. Jh.:
u.a. Untertanen- und Einwohnerverzeichnisse (16.-18. Jh.), Militär- und Kriegssachen (17. und 18. Jh.) mit französischen Revolutionskriegen (1792-1801), Rechnungswesen über herrschaftliche Güter, Zehnte, Accise, Gülten und Schuldforderungen an Nassau, Kirchensachen (16.-18. Jh.) mit Idsteiner Präsenz, Juden, Medizinalsachen (17.-18. Jh.), Postwesen (ab 1614), Gewerbe und Zünfte (ab 1554), Fischerei in der Aar (ab 1537), Berg- und Hüttenverwaltung (16.-18. Jh.)
Ortsakten: Idstein (16.-19. Jh.), Adolfseck, Bechtheim, Bermbach, Beuerbach, Breithardt, Dasbach, Ehrenbach, Engenhahn, Esch, Eschenhahn, Görsroth, Hambach, Heftrich, Hennethal, Hof Gassenbach, Hof Henriettenthal, Hof Neuenhausen, Hof Ranstadt, Kesselbach, Ketternschwalbach, Königshofen, Kröftel, Lenzhahn, Limbach mit der Hühnerkirche, Michelbach, Neuhof, Niederauroff, Niederems, Niederlibbach, Niedernhausen, Niederrod, Niederseelbach, Oberauroff, Oberems, Oberlibbach, Oberrod, Oberseelbach, Reichenbach, Reinborn, Steckenroth, Strinz-Margarethä, Strinz-Trinitatis, Wallbach, Wallrabenstein, Walsdorf, Watzhahn, Wörsdorf und Wüstems
Bestandsgeschichte: Das Schloss Idstein, das vom 12. Jh. bis 1721 eine nassauische Hauptresidenz war, wirkte im hohem Maße archivbildend. In Idstein entstand der Kern des Archivs der Grafen von Nassau walramischen Stammes; das Schloss wurde zum Sitz des Hauptarchivs von Nassau-Usingen 1728 (s. Abt. 131). Es wurde zum Zentralarchiv des Herzogtums Nassau 1816 bestimmt. Aus den Beständen der saarbrückischen und idsteinischen Länder und der nassau-saarbrückischen Lande diesseits des Rheins, die Hagelgans bis 1745 verzeichnet hatte, wurde nach 1875 u.a. auch der Bestand betr. die Herrschaft Idstein ausgesondert, geordnet und verzeichnet. Dabei ging man pertinenzmäßig vor, ohne Rücksicht auf die Registraturen, aus denen die Akten stammten.
Die Rechnungen der Abteilungen 131, 132 und 133 hat der Archivangestellte L. Anton 1966/67 geordnet und in einer Kartei verzeichnet. Diese Zettel wurden noch einmal überarbeitet, ohne jedoch in den Gesamtaufbau der Verzeichnung einzugreifen. Der Benutzer sollte die drei Rechnungsgruppen auch als einen Gesamtkomplex - zusammen mit den Rechnungen der übrigen nassau-usingischen Ämter (Abt. 132-137) - betrachten, da untereinander vielfältige Verzahnungen bestehen.
Die Rechnungen der Abteilung 133 betreffen Herrschaft bzw. Amt Idstein, also das territoriale Kernstück der nach der Burg Idstein benannten nassauischen Teillinie. Die Überschneidungen mit der Zentralverwaltung (vgl. Rechnungen Abt. 131) sind hier besonders zahlreich. Ebenso spiegelt sich in diesen Rechnungen stark die wechselnde Selbständigkeit bzw. Zugehörigkeit der Herrschaft Idstein zu anderen nassauischen Linien, so daß z.B. vorübergehend auch linksrheinische Besitzungen (Nassau-Saarbrücken) einbezogen sind. 1728 fiel das gesamte Nassau-Idstein an die Usinger Linie.
Die Urkunden und Akten des Bestandes im HHStAW wurden im Jahr 2013 mit Fördermitteln der DFG retrokonvertiert.
Zu den Kellereirechnungen siehe auch die Idsteiner Kammerrechnungen in Abt. 131, die teilweise zugleich als Kellereirechnungen geführt wurden.
Geschichte des Bestandsbildners: Die Grafen von Laurenburg, die sich später nach ihrer Burg Nassau nannten, kamen nach 1120 in den Besitz der Burg Idstein, die als Mittelpunkt einer Herrschaft aus Vogteirechten über das Kloster Bleidenstadt und das Stift Limburg lag. Nach der nassauischen Teilung 1255 gehörte Idstein mit Weilburg und Wiesbaden dem Grafen Walram, dessen Hauptresidenz Idstein war. Seine Nachkommen bauten die nassauische Landesherrschaft im Taunus aus. Eine Teillinie Nassau-Idstein mit Wiesbaden bestand 1355-1605, eine jüngere Weilburger Herkunft von 1629-1721. Von 1728-1816 gehörte die Herrschaft Idstein zum Fürstentum Nassau-Usingen.
Findmittel: Online-Datenbank (Arcinsys)
Findmittel: Akten: Repertorium von Schüler, 1878-1879, 2 Bde. (hs.)
Findmittel: Rechnungen: Repertorium von Christiane Heinemann (mit Abt. 131 und 132), 1981
Findmittel: Urkunden: Repertorium von Hellmuth Gensicke, 1969
Bearbeiter: Christiane Heinemann, 1981
Bearbeiter: Hellmuth Gensicke, 1969
Zusatzinformationen: Die mit "Dep." (Deperditum) bezeichneten Verzeichnungen fehlen im Bestand und können nicht vorgelegt werden (6 Verzeichnungen).
241,25 m (669 Urkunden; 232,875 m Akten)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.