Gemeindearchiv Serres (Bestand)
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Gemeindearchiv Serres (Nutzung über die Gemeinde Serres), GA SER
Kreisarchiv des Enzkreises (Archivtektonik) >> Stadt- und Gemeindearchive im Enzkreis
Vorwort: Im Interesse der Sicherung ihrer geschichtlichen Überlieferung hat die Gemeinde Wiernsheim bereits in den 1990er-Jahren beschlossen, das historische und dauerhaft aufbewahrenswerte Schriftgut der Gemeindeverwaltung fachgerecht erschließen zu lassen. Nach der Bearbeitung des Ortsteilarchivs Pinache (1995-1998, v.a. durch Ulrike Stahlfeld mit Betreuung durch das Kreisarchiv) haben nun die beim Enzkreis beschäftigten Archivpfleger auch die Bestände der Gemeinden Iptingen, Serres und Wiernsheim (jeweils bis 31.12.1973 ) geordnet und verzeichnet.
Der hier detailliert vorzustellende Archivbestand Serres umfasst 9,8 laufende Regalmeter (Akten, Bände und Rechnungen). Insgesamt handelt es sich um 380 Archivalieneinheiten aus dem Zeitraum von 1850 bis 1973 mit Nachakten bis 1986. Leider traten 1945 durch Kriegseinwirkung schwere Verluste am Schriftgut der 1699 von Waldensern gegründeten Gemeinde ein. Lediglich Güterbücher, ein Familienregister, einzelne Unterpfandsbücher und Rechnungen der Gemeindeverwaltung haben sich aus der Zeit vor 1945 erhalten, außerdem einige Archivalien anderer Provenienz (Unterlagen der Volksschule und der Milchlieferungsgenossenschaft sowie ein Hebammenbuch), mit denen der Gemeindebestand ergänzt wurde.
Die älteste erhaltene Archivalie ist ein Unterpfands-Visitations-Protokoll, das im Jahre 1850 begonnen wurde. Insgesamt reichen nur 18 Archivalien ins 19. Jahrhundert zurück. Den Schwerpunkt des Bestandes bildet das 20. Jahrhundert mit 362 Erschließungseinheiten, von denen 340 ab dem Jahr 1945 beginnen. Die Gemeindepflegrechnungen setzen zwar 1933 ein, sind aber nach einer Lücke bis 1942 erst ab 1943 vollständig bis 1973 erhalten. Diese Rechnungsserie bildet allein den Teilbestand „Rechnungen“, der neben dem Hauptteil „Akten und Bände“ steht. Die das Gemeindearchiv abrundende ortsgeschichtliche Sammlung umfasst lediglich eine einzigen Archivalie, die zwei gedruckte Festschriften enthält. Die Rechnungen des Wasserverbandes Wiernsheim-Serres-Pinache befinden sich im Ortsteilarchiv Wiernsheim. Separat gelagerte Karten und Pläne wurden, soweit erhalten, dem Bestand Wiernsheim eingegliedert, da – analog zum Iptinger Bestand – die Karten sämtlicher drei Teilorte im damaligen Lagerort beieinander lagen und eine exakte Trennung nach Provenienz nicht mehr in jedem Fall möglich war.
Der Archivbestand Serres bildet als schriftliches Gedächtnis der ehemaligen Gemeinde eine Fundgrube für die heimatkundliche und wissenschaftliche Forschung wie auch für verwaltungsinterne Recherchen nach älteren, rechtlich noch bedeutsamen Vorgängen. Das vorliegende Findbuch erscheint innerhalb der Publikationsreihe von Repertorien des Kreisarchivs des Enzkreises über die Archive der Kreisgemeinden und erschließt als Hilfsmittel den Archivbestand, der komplett mit der Archivsoftware AUGIAS-Archiv verzeichnet wurde. Als Grundlage für die Nutzung des Archivs hat der Gemeinderat Wiernsheim am 1. Juli 1998 eine Archivordnung erlassen, die in dieses Findbuch mit aufgenommen wurde. Nach erfolgter Erschließung im Landratsamt Enzkreis wird das Gemeindearchiv wieder im ehemaligen Forsthaus an der Wurmberger Straße in Wiernsheim bis auf weiteres gelagert.
Die intensiven Ordnungs- und Verzeichnungsarbeiten leistete Gemeindearchivpfleger Karl J. Mayer zwischen August 2006 und Juni 2007. Layout und Fertigstellung des Findbuchs übernahm Ursula Reister. Die Entmetallisierungs-, Signierungs- und Verpackungsarbeiten wurden von Anke Huber ausgeführt. Mein Dank gilt den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung Wiernsheim, namentlich Herrn Bürgermeister Karlheinz Oehler, für die gute Kooperation.
Pforzheim, im April 2008
Konstantin Huber
Leiter des Kreisarchivs
Weitere Informationen (ortsgeschichtlicher Überblick, Liste der Ortsvorsteher, Bestands- und Registraturgeschichte, Erläuterungen zur Ordnung, Gliederung und Verzeichnung des Gemeindearchivs, Indizes und Abkürzungsverzeichnis) finden Sie in der PDF-Version des gedruckten Findbuchs: https://www.enzkreis.de/Serviceportal/Was-erledige-ich-wo-/Findb%C3%BCcher-der-Stadt-und-Gemeindearchive.php?object=tx,2891.2.1&ModID=10&FID=2032.130.1&NavID=2032.13.1
Der hier detailliert vorzustellende Archivbestand Serres umfasst 9,8 laufende Regalmeter (Akten, Bände und Rechnungen). Insgesamt handelt es sich um 380 Archivalieneinheiten aus dem Zeitraum von 1850 bis 1973 mit Nachakten bis 1986. Leider traten 1945 durch Kriegseinwirkung schwere Verluste am Schriftgut der 1699 von Waldensern gegründeten Gemeinde ein. Lediglich Güterbücher, ein Familienregister, einzelne Unterpfandsbücher und Rechnungen der Gemeindeverwaltung haben sich aus der Zeit vor 1945 erhalten, außerdem einige Archivalien anderer Provenienz (Unterlagen der Volksschule und der Milchlieferungsgenossenschaft sowie ein Hebammenbuch), mit denen der Gemeindebestand ergänzt wurde.
Die älteste erhaltene Archivalie ist ein Unterpfands-Visitations-Protokoll, das im Jahre 1850 begonnen wurde. Insgesamt reichen nur 18 Archivalien ins 19. Jahrhundert zurück. Den Schwerpunkt des Bestandes bildet das 20. Jahrhundert mit 362 Erschließungseinheiten, von denen 340 ab dem Jahr 1945 beginnen. Die Gemeindepflegrechnungen setzen zwar 1933 ein, sind aber nach einer Lücke bis 1942 erst ab 1943 vollständig bis 1973 erhalten. Diese Rechnungsserie bildet allein den Teilbestand „Rechnungen“, der neben dem Hauptteil „Akten und Bände“ steht. Die das Gemeindearchiv abrundende ortsgeschichtliche Sammlung umfasst lediglich eine einzigen Archivalie, die zwei gedruckte Festschriften enthält. Die Rechnungen des Wasserverbandes Wiernsheim-Serres-Pinache befinden sich im Ortsteilarchiv Wiernsheim. Separat gelagerte Karten und Pläne wurden, soweit erhalten, dem Bestand Wiernsheim eingegliedert, da – analog zum Iptinger Bestand – die Karten sämtlicher drei Teilorte im damaligen Lagerort beieinander lagen und eine exakte Trennung nach Provenienz nicht mehr in jedem Fall möglich war.
Der Archivbestand Serres bildet als schriftliches Gedächtnis der ehemaligen Gemeinde eine Fundgrube für die heimatkundliche und wissenschaftliche Forschung wie auch für verwaltungsinterne Recherchen nach älteren, rechtlich noch bedeutsamen Vorgängen. Das vorliegende Findbuch erscheint innerhalb der Publikationsreihe von Repertorien des Kreisarchivs des Enzkreises über die Archive der Kreisgemeinden und erschließt als Hilfsmittel den Archivbestand, der komplett mit der Archivsoftware AUGIAS-Archiv verzeichnet wurde. Als Grundlage für die Nutzung des Archivs hat der Gemeinderat Wiernsheim am 1. Juli 1998 eine Archivordnung erlassen, die in dieses Findbuch mit aufgenommen wurde. Nach erfolgter Erschließung im Landratsamt Enzkreis wird das Gemeindearchiv wieder im ehemaligen Forsthaus an der Wurmberger Straße in Wiernsheim bis auf weiteres gelagert.
Die intensiven Ordnungs- und Verzeichnungsarbeiten leistete Gemeindearchivpfleger Karl J. Mayer zwischen August 2006 und Juni 2007. Layout und Fertigstellung des Findbuchs übernahm Ursula Reister. Die Entmetallisierungs-, Signierungs- und Verpackungsarbeiten wurden von Anke Huber ausgeführt. Mein Dank gilt den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung Wiernsheim, namentlich Herrn Bürgermeister Karlheinz Oehler, für die gute Kooperation.
Pforzheim, im April 2008
Konstantin Huber
Leiter des Kreisarchivs
Weitere Informationen (ortsgeschichtlicher Überblick, Liste der Ortsvorsteher, Bestands- und Registraturgeschichte, Erläuterungen zur Ordnung, Gliederung und Verzeichnung des Gemeindearchivs, Indizes und Abkürzungsverzeichnis) finden Sie in der PDF-Version des gedruckten Findbuchs: https://www.enzkreis.de/Serviceportal/Was-erledige-ich-wo-/Findb%C3%BCcher-der-Stadt-und-Gemeindearchive.php?object=tx,2891.2.1&ModID=10&FID=2032.130.1&NavID=2032.13.1
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Alle Rechte vorbehalten. Es gelten die Bestimmungen der Archivordnung der jeweiligen Gemeinde, über deren Verwaltung auch eine eventuelle Nutzung (nicht im Kreisarchiv) zu erfolgen hat. Der Nutzer stellt das Kreisarchiv des Enzkreises von Haftung bei der Verletzung von Rechten Dritter frei.
03.06.2025, 10:08 MESZ