Nachgelassene Güter des 1551 verstorbenen Bertram von Ahr des Älteren: Güter zu Golzheim und Winden (beide Kr. Düren), Höfe zu Ellen (ebenda), Buir (Amt Nörvenich), Euskirchen und im Land Valkenburg, die halben Höfe zu Binsfeld (Kr. Düren) und Wißkirchen (Kr. Euskirchen). Otto der Ältere hatte beim Tod des Vaters, Bertram des Älteren, den Anteil seines minderjährigen Bruders Bertram an sich genommen, genutzt, z. T. versetzt und verkauft, ohne seinen Brüdern darüber Rechenschaft abzulegen. Ein Streitpunkt ergab sich aus der zweimaligen Abholzung und dem Verkauf des Wimpelforster Busches hinter Moschausen an der Heiden und aus der Frage, wie lange die Mutter Ottos des Älteren und Bertrams des Jüngeren, Ida Scheiffart von Merode, nach dem Tode ihres (ersten Mannes) noch die Leibzucht an einigen Gütern gehabt hatte. Strittig waren weiterhin: Hälfte des Hauses und Hofes zu Hochkirchen (Hunkirchen), 2 Malter Korn jährlicher Erbrente von weiland Reiner Busch zu Rath bei Hochkirchen, Kapaune, Hühner- und Pfennigsgeld zu Monheim. Nach Angaben Dulmanns wurde der Streit verglichen.
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Nachgelassene Güter des 1551 verstorbenen Bertram von Ahr des Älteren: Güter zu Golzheim und Winden (beide Kr. Düren), Höfe zu Ellen (ebenda), Buir (Amt Nörvenich), Euskirchen und im Land Valkenburg, die halben Höfe zu Binsfeld (Kr. Düren) und Wißkirchen (Kr. Euskirchen). Otto der Ältere hatte beim Tod des Vaters, Bertram des Älteren, den Anteil seines minderjährigen Bruders Bertram an sich genommen, genutzt, z. T. versetzt und verkauft, ohne seinen Brüdern darüber Rechenschaft abzulegen. Ein Streitpunkt ergab sich aus der zweimaligen Abholzung und dem Verkauf des Wimpelforster Busches hinter Moschausen an der Heiden und aus der Frage, wie lange die Mutter Ottos des Älteren und Bertrams des Jüngeren, Ida Scheiffart von Merode, nach dem Tode ihres (ersten Mannes) noch die Leibzucht an einigen Gütern gehabt hatte. Strittig waren weiterhin: Hälfte des Hauses und Hofes zu Hochkirchen (Hunkirchen), 2 Malter Korn jährlicher Erbrente von weiland Reiner Busch zu Rath bei Hochkirchen, Kapaune, Hühner- und Pfennigsgeld zu Monheim. Nach Angaben Dulmanns wurde der Streit verglichen.
AA 0627, 53 - A 219/443
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 1. Buchstabe A
1617-1618 (1543-1618)
Enthaeltvermerke: Kläger: Als Kuratoren der Kinder des verstorbenen Otto von Ahr und der Anne Behr von Lahr zu Golzheim Konrad Behr von Lahr, Kanoniker an St. Andreas in Köln, Wilhelm von Brachel zu Angelsdorf (Amt Bergheim) und Otto von Seelbach gen. Lohe, (Bekl.: Ottos Großmutter Anna von Deutscher, Witwe Ottos des Älteren von Ahr zu Golzheim) Beklagter: Erben Bertrams des Jüngeren von Ahr zu Buir (jül. Amt Nörvenich): seine Töchter Agnes, verheiratet mit Wilhelm von der Lieck; Ida, verheiratet mit Werner von Heimbach gen. Hoen von Lövenich; Kathrina, verheiratet mit Werner [Gronsveld] von Nievelstein zu Kellersberg; Margaretha und Maria sowie alle ihre Kinder, z. T. vertreten durch Kuratoren, (Kl.: Bertram der Jüngere von Ahr und sein Bruder Alexander) Prokuratoren (Kl.): Lic. Dietrich Dulman 1617 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Christian Schröder 1617 Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Hauptgericht Jülich 1572-1574 - 2. Jül.-berg. Hofgericht zu Düsseldorf 1574-1616 - 3. RKG 1617-1618 (1543-1618) Beweismittel: Bd. 1: Urteile des jül.-berg. Hofgerichts vom 20. März 1587 (8), vom 5. Juli 1616 (10). Bd. 2: Acta priora der 1. Instanz. Undatierte Abmachung über die Erbteilung zwischen den Brüdern Otto und Bertram von Ahr, woran auch ihr Bruder Alexander, Bertrams Schwager Wilhelm von Bondtwolff und Heinrich Rolman von Dattenberg beteiligt waren (100-102). Streit zwischen Alexander und Bertram von Ahr einerseits und der Witwe ihres Bruders Otto des Älteren, Anna von Deutscher, Johann von Seelbach gen. Lohe für seine Frau Maria und Wilhelm von Ahr betr. den Hof „zur Strassen“ im Land Valkenburg, den weiland Christina von Efferen besessen hat (102). Entscheidung der Schiedsleute vom 18. Nov. 1570 (104). Zeugenverhör durch die Jülicher Schöffen, 1573 (171-260). Zeugenverhör des Hauptgerichts Düren, 11. Apr. 1573 (261-313). Akten zu einem Prozeß der Brüder Alexander und Bertram von Ahr vor dem Hauptgericht Jülich, 1560 (315-364). Bd. 3: Acta priora der 2. Instanz. Roggenpreise in Düren, 1553-1573 (317-319, 439-441). Kornertragslisten, 1570-1614 (321-327). Aufstellung Ottos von Ahr des Älteren zu Golzheim über sein elterliches Erbe und Einkünfte daraus (467-475). Beschreibung: 3 Bde., 17 cm; Bd. 1: 29 Bl., lose; Q 1-12*, 15*-20*, es fehlen Q 10*, 19*, 9 Beilagen = Q 8*, 9*, 11*, 12*, 15*-18*, 20* ; Bd. 2: 7 cm, 364 Bl., geb.; = Q 13*; Bd. 3: 9 cm, 503 Bl., geb.; = Q 14*.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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28.04.2026, 8:27 AM CEST
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- Reichskammergericht AA 0627 (Archival tectonics)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Archival holding)
- 1. Buchstabe A (Classification)