Karl Ludwig Lex I. (Sohn des Kanzlers Johann Christian Lex), geb. am 22. Januar 1750 in Saarbrücken, gest. am 17. August 1827 in Wiesbaden, Oberappellationsgerichtsrat, verheiratet am 22. November 1784 mit Johannetta Friederika Wilhelmina Flurer (geb. 24./27. September 1765 in Püttlingen, gest. am 30. März 1836 in Wiesbaden): Die Jahre der Not I aus Notizen des Herbert Lex: Als im Jahre 1793 das Fürstentum Nassau-Saarbrücken von französischen Revolutionstruppen besetzt wurde, rief man in dem Lande auch die Republik aus. Der regiertende Fürst floh, und erteilte seinen Beamten den Befehl auf ihren Posten zu bleiben und nach besten Kräften seine Interessen zu wahren. Karl Ludwig Lex wurde von den Franzosen 18 Monate gefangen gehalten. Die Gefangenschaft rettete ihm das Leben, denn als Franzosen mit der Guillotine nach Saarbrücken kamen und dort eine Reihe Saarbrückener Bürger köpften, befand sich Karl Ludwig Lex in französischer Gefangenschaft in Metz. Durch die Revolution verfügte der Fürst über keine Einnahmen und konnte daher seinen Beamten keine Gehälter zahlen. Die geflohene Regierung hatte den Präsidenten Lex beauftragt, bei den Saarbrückener Bürgern Darlehen für die notleidenden Beamten aufzunehmen. Nachdem er 1803 mit seinen Brüdern bei der Regierung in Wiesbaden angstellt wurde, bemühte er sich unter großen Schwierigkeiten seine Schulden zurückzuzahlen, welche bei seinem Tode ca. 15000 Gulden betrugen. Die Rückzahlung der aufgenommenen Gelder war für ihn sehr schwer, da gegen ihr gegebenes Versprechen die fürstliche Regierung die rückständigen Gehälter nur zu einem Bruchteil ausbezahlte. Erst den Söhnen des Karl Ludwig Lex gelang es, die Schulden restlos zu tilgen
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Karl Ludwig Lex I. (Sohn des Kanzlers Johann Christian Lex), geb. am 22. Januar 1750 in Saarbrücken, gest. am 17. August 1827 in Wiesbaden, Oberappellationsgerichtsrat, verheiratet am 22. November 1784 mit Johannetta Friederika Wilhelmina Flurer (geb. 24./27. September 1765 in Püttlingen, gest. am 30. März 1836 in Wiesbaden): Die Jahre der Not I aus Notizen des Herbert Lex: Als im Jahre 1793 das Fürstentum Nassau-Saarbrücken von französischen Revolutionstruppen besetzt wurde, rief man in dem Lande auch die Republik aus. Der regiertende Fürst floh, und erteilte seinen Beamten den Befehl auf ihren Posten zu bleiben und nach besten Kräften seine Interessen zu wahren. Karl Ludwig Lex wurde von den Franzosen 18 Monate gefangen gehalten. Die Gefangenschaft rettete ihm das Leben, denn als Franzosen mit der Guillotine nach Saarbrücken kamen und dort eine Reihe Saarbrückener Bürger köpften, befand sich Karl Ludwig Lex in französischer Gefangenschaft in Metz. Durch die Revolution verfügte der Fürst über keine Einnahmen und konnte daher seinen Beamten keine Gehälter zahlen. Die geflohene Regierung hatte den Präsidenten Lex beauftragt, bei den Saarbrückener Bürgern Darlehen für die notleidenden Beamten aufzunehmen. Nachdem er 1803 mit seinen Brüdern bei der Regierung in Wiesbaden angstellt wurde, bemühte er sich unter großen Schwierigkeiten seine Schulden zurückzuzahlen, welche bei seinem Tode ca. 15000 Gulden betrugen. Die Rückzahlung der aufgenommenen Gelder war für ihn sehr schwer, da gegen ihr gegebenes Versprechen die fürstliche Regierung die rückständigen Gehälter nur zu einem Bruchteil ausbezahlte. Erst den Söhnen des Karl Ludwig Lex gelang es, die Schulden restlos zu tilgen
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, P 3 Bü 265
Mappe 152
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, P 3 Familienarchiv Lex
Familienarchiv Lex >> 2. Unterlagen zu einzelnen Familienmitgliedern (chronologisch nach Geburtsjahr) >> 2.3. Im 18. Jh. geborene Familienmitglieder >> 2.3.7. Karl Ludwig Lex I. (1750-1827, Sohn des Kanzlers Johann Christian Lex), Oberappellationsgerichtsrat
Enthält: Die von der Regierung bei den Saarbrücker Bürgern aufgenommenen Darlehen (7 Schriftstücke, 1783-1804); Heft "Deductio in Sachen der Nassau-Saarbrueckischen Diener und Creditoren contra des Herrn Fuersten zu Nassau-Usingen Durchlaucht der erstern Forderungen und Ansprueche betreffend " (Wiesbaden 1803); "Promemoria an die vortrefflichen Reichstagsgesandtschaften, das in der Saarbruecker Reclamantensache entegegen den Herrn Fuersten zu Nassau-Usingen, von letzterm bey dem hochstpreislichen kaiserlichen Reichshofrath erwuerkte Mandat betreffend" (Frankfurt 13. Oktober 1804); die rückständigen Besoldungen der Saarbrücker-Naussauischen Beamten (1798-1803; 9 Schriftstücke); das beim Stiftsamtmann Isenbeck aufgenommene bzw. seiner Witwe schuldige Kapital (1813-1827; 34 Schriftstücke); 2 Schreiben und 2 Briefe des Revisionsrats Gustav Friedrich Lex bezüglich der bei diesem aufgenommennen Gelder (1927-1830); Schreiben des Karl Wilhelm Lex bezüglich des bei ihm aufgenommenen Kapitals (30. Juni 1834); Aufstellungen und Quittungen wegen der Schuldentilgung (12 Schriftstücke; 1784-1834); Übereinkunft bezüglich der von August Lex zur mütterlichen Haushaltung beizusteuernden Gelder (1831-1834; 7 Schriftstücke)
1 Bü
Akten
Material teils stark abgebaut; Klebebandschäden
Isenbeck; Stiftamtmann von St. Arnual
Lex, August Wilhelm Lex, Sohn des Karl Ludwig Lex; Pfarrer, 1808-1875
Lex, Gustav Friedrich, Sohn des Kanzlers Christian Lex, Revisionsrat und Hofmeister, 1764-1836
Lex, Johann Christian, Sohn des Johann Tobias Lex; Kanzler und Regierungspräsident von Nassau-Saarbrücken, 1715-1796
Lex, Karl Ludwig I., Sohn des Kanzlers Christian Lex, Gatte der Johannetta Friederika Wilhelmina Flurer; Oberappellationsgerichtsrat
Lex, Karl Wilhelm, Sohn des Karl Ludwig Lex I., Gatte der Amalie Auguste Koch; Oberschulrat, 1795-1874
Nassau-Usingen, Fürst von
Nassau-Saarbrücken; Fürstentum
Saarbrücken SB
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:30 MEZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik)
- Deposita (Tektonik)
- Familienarchiv Lex (Bestand)
- 2. Unterlagen zu einzelnen Familienmitgliedern (chronologisch nach Geburtsjahr) (Gliederung)
- 2.3. Im 18. Jh. geborene Familienmitglieder (Gliederung)
- 2.3.7. Karl Ludwig Lex I. (1750-1827, Sohn des Kanzlers Johann Christian Lex), Oberappellationsgerichtsrat (Gliederung)