Der Würzburger Bischof Hermann [von Lobdeburg] beurkundet: Der Domkustodie gehören in Würzburg ungefähr 3 Joch Weinberg bei der Burg Marienberg. Dieser Weinberg bringt ihr aber wegen der Bewohner der Burg und wegen der Unfruchtbarkeit des Bodens wenig Nutzen. Daher hat den Bischof sein Verwandter, der Domkustos und Archidiakon Otto von Lobdeburg, gebeten, diesen Weinberg an Otto von Estenfeld ("Espinuelt") gegen 2 Joch Weinberg zwischen dem oberen und dem unteren Weg, die nach Randersacker ("Randisaker") führen, vertauschen zu dürfen. In Anbetracht des Nutzens, den dieser Tausch der Domkustodie bringt, geben Bischof und Domkapitel ihre Zustimmung. Der Weinberg bei der Burg Marienberg soll also künftig dem Otto von Estenfeld und seiner Ehefrau Lukardis gehören, der Weinberg zwischen den Wegen nach Randersacker der Domkustodie. Actum Herbipoli 1251 vi° idus martii. Aussteller: Bischof von Würzburg. Empfänger: Otto von Estenfeld