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Sozialistische Reichspartei (Bestand)
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Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Bundesrepublik Deutschland mit westalliierten Besatzungszonen (1945 ff) >> Politische Parteien und Gruppierungen
1946-1952 (1957)
Geschichte des Bestandsbildners: Die Sozialistische Reichspartei (SRP) entstand am 2.10.1949 als Abspaltung der Deutschen Konservativen Partei - Deutschen Rechtspartei (DKP-DRP) um den "völkischen Schriftsteller" Fritz Dorls und den an der Niederschlagung des Umsturzversuches vom 20.7.1944 verantwortlichen Kommandeur, Generalmajor a. D. Otto Ernst Remer. Im Mai 1951 konnte sie bei den Landtagswahlen in Niedersachsen 11,0 % der Wählerstimmen erlangen, im Oktober 1951 in Bremen 7,7 %.
Das Parteiprogramm der SRP basierte in wesentlichen Teilen auf dem der NSDAP. Die SRP lehnte die Bundesrepublik als Nachfolgerin des Deutschen Reiches ab und beanspruchte ein Widerstandsrecht zum Schutz des Reichs.
Im Juni 1951 waren schon 25 strafrechtliche Verfahren gegen Mitglieder der SRP anhängig, bis dahin gab es nur fünf rechtskräftige Urteile. Im November 1951 reichte die Bundesregierung beim Bundesverfassungsgericht eine Klageschrift ein und beantragte unter Hinweis insbesondere auf die antidemokratische innere Ordnung der SRP und ihr Bekenntnis zur NSDAP ein Verbot. Mit Urteil vom 23.10. 1952 des Bundesverfassungsgerichts wurde die SRP nicht nur für verfassungswidrig erklärt, sondern auch ihre Mandate ersatzlos gestrichen. Die Richter ordneten die Auflösung der Partei und die Einziehung ihres Vermögens für gemeinnützige Zwecke an. Auch die Bildung von Ersatzorganisationen wurde untersagt. Am 12.9.1952 hatte die SRP die sofortige "freiwillige Selbstauflösung" bekannt gegeben.
Otto Büsch und Peter Furth.- Rechtsradikalismus im Nachkriegsdeutschland. Studien über die Sozialistische Reichspartei (SRP). Berlin und Frankfurt am Main, 1957
Marion Kretz.- Die Sozialistische Reichspartei. Programmatik und Praxis (1949-1952), Bonn 2001
Oliver Jahn.- "Keine Freiheit den Feinden der Freiheit!" - Die "wehrhafte Demokratie" am Beispiel des SRP-Prozesses, Göttingen 2001
Stand: April 2005
Bearbeitungshinweis: B 104 ; ZSG 1-86
Bestandsbeschreibung: Die Sozialistische Reichspartei (SRP) entstand am 2.10.1949 als Abspaltung der Deutschen Konservativen Partei - Deutschen Rechtspartei (DKP-DRP) um den "völkischen Schriftsteller" Fritz Dorls und den an der Niederschlagung des Umsturzversuches vom 20.7.1944 verantwortlichen Kommandeur, Generalmajor a. D. Otto Ernst Remer. Im Mai 1951 konnte sie bei den Landtagswahlen in Niedersachsen 11,0 % der Wählerstimmen erlangen, im Oktober 1951 in Bremen 7,7 %.
Das Parteiprogramm der SRP basierte in wesentlichen Teilen auf dem der NSDAP. Die SRP lehnte die Bundesrepublik als Nachfolgerin des Deutschen Reiches ab und beanspruchte ein Widerstandsrecht zum Schutz des Reichs.
Im Juni 1951 waren schon 25 strafrechtliche Verfahren gegen Mitglieder der SRP anhängig, bis dahin gab es nur fünf rechtskräftige Urteile. Im November 1951 reichte die Bundesregierung beim Bundesverfassungsgericht eine Klageschrift ein und beantragte unter Hinweis insbesondere auf die antidemokratische innere Ordnung der SRP und ihr Bekenntnis zur NSDAP ein Verbot. Mit Urteil vom 23.10. 1952 des Bundesverfassungsgerichts wurde die SRP nicht nur für verfassungswidrig erklärt, sondern auch ihre Mandate ersatzlos gestrichen. Die Richter ordneten die Auflösung der Partei und die Einziehung ihres Vermögens für gemeinnützige Zwecke an. Auch die Bildung von Ersatzorganisationen wurde untersagt. Am 12.9.1952 hatte die SRP die sofortige "freiwillige Selbstauflösung" bekannt gegeben.
Stand: April 2004
Inhaltliche Charakterisierung: Einzelne Vorgänge vermischter Provenzienz 1950-1952, darunter Organisationsplan und Schriftwechsel (1), Akten, vorwiegend Handakten der führenden Persönlichkeiten der Partei 1949-1951 (5), Umdrucke und Rundschreiben der Parteileitung 1950-1952 (6);
Landesverband Schleswig-Holstein: Parteileitung 1950-1952 (3), Landesverband und Landesvorstand 1950-1952 (5), Bezirks- und Kreisverbände 1950-1952 (9), Befreiung deutscher Soldaten ("Kriegsverbrecher") 1951-1952 (1), Jugend-, Frauen und Sozialarbeit 1950-1951 (2), Landtag 1950-1952 (1), andere Parteien 1950-1951 (1), Personalangelegenheiten 1951-1952 (1), Presse- und Propaganda 1950-1952 (2), Rednereinsatz 1950-1952 (1), Handakten 1950-1952 (1)
Landesverband Württemberg (-Baden): Parteileitung 1950-1952 (2), Landesverband und Landesvorstand 1950-1952 (4), Bezirks- und Kreisverbände 1950-1952 (1), andere Landesverbände 1951-1952 (1), Befreiung deutscher Soldaten ("Kriegsverbrecher") 1951 (1), Behörden 1950-1951 (1), Jugend-, Frauen und Sozialarbeit 1950-1951 (1), Kassensachen 1952 (1), Parteiinteressenten 1950-1951 (1), Personalangelegenheiten 1951-1952 (1), Presse und Propaganda 1950-1952 (3), Prozesse 1951-1952 (1), Handakten des Landesverbandsvorsitzenden Mellin 1948-1951 (9), andere Handakten 1950-1952 (2), Ortsverband Heilbronn 1950-1952 (1), Kreisverband Ludwigsburg 1951-1952 (1), Kreisverband Stuttgart 1950-1952 (2), Kreisverband Schwäbisch-Gmünd 1952 (1).
Zeitungen, Zeitschriften, Drucksachen, Umdrucke, Broschüren, Plakate 1951-1952 (7), Bausteine und Spendenscheine o. Dat. (2), Stempel von SRP-Verbänden (1).
Verschiedene andere Unterlagen, darunter Beitrittserklärungen 1950-1953 (1957) (14)
Stand: 2004
Erschließungszustand: Vorläufiges Verzeichnis
Umfang, Erläuterung: 447
Zitierweise: BArch B 104/...
Sozialistische Reichspartei (SRP), 1949-1952
443 Aufbewahrungseinheiten; 4,6 laufende Meter
Bestand
deutsch
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: ZSg 1-86 u. a. Satzung, Parteiprogramm, Rundschreiben, Mitteilungsblatt, Redner-Anweisung und Flugblätter; vgl. Presseausschnittsammlungen ZSg 120 Frankfurter Presseinstitut und ZSg 126 Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel
Literatur: Otto Büsch und Peter Furth.- Rechtsradikalismus im Nachkriegsdeutschland. Studien über die Sozialistische Reichspartei (SRP). Berlin und Frankfurt am Main, 1957
Marion Kretz.- Die Sozialistische Reichspartei. Programmatik und Praxis (1949-1952), Bonn 2001
Oliver Jahn.- "Keine Freiheit den Feinden der Freiheit"! - Die "wehrhafte Demokratie" am Beispiel des SRP-Prozesses, Göttingen 2001