Kirchenkampfsammlung Archivrat Walter Schmidt (Bestand)
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8SL 030
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Bestandsbeschreibung: Kirchenkampfsammlung von Archivrat Walter Schmidt Der Bestand 8 SL 030 ist eine von Archivrat Walter Schmidt (16.10.1908 - 21.12.1992) zusammengestellte Sammlung aus mehreren nicht mehr zu erschließenden Provenienzen. Walter Schmidt war Leiter des Landeskirchlichen Archives vom 1. Feb.1951 bis zum 31. Dez. 1975. D.h. es ist anzunehmen, dass er innerhalb dieser Zeit die Sammlung anlegte. Dabei ordnete er die Materialien zum Kirchenkampf streng chronologisch. An diesem Ordnungsprinzip orientieren sich auch die Klassifikation des Bestandes sowie die Erschließungsarbeit. Eine Neuordnung oder etwaige Sortierungsarbeiten wurden nicht vorgenommen. Die Unterlagen befanden sich in alten, nicht mehr gebräuchlichen Archivheftern, daher wurden sie aus konservatorischen Gründen herausgenommen, z.T. entmetallisiert und in säurefreie Archivhefter umgebettet. Da ferner die Unterlagen aus einer zeitgeschichtlich relevanten Epoche, der Zeit des Nationalsozialismus, stammen, wurden keine Unterlagen kassiert. Aus diesem Grund finden sich auch zahlreiche Dubletten in dem Bestand wieder. Der Bestand 8SL 030 Kirchenkampfsammlung Walter Schmidt wurde im März und April 2020 verzeichnet. Er umspannt die Jahre 1916 bis 1949 und umfasst 66 Verzeichnungseinheiten, die sich auf 14 Kartons verteilen, was ca. 2,3 lfd Metern entspricht. Inhaltlich stellt der Bestand 8SL 030 Kirchenkampf Walter Schmidt ein Konglomerat, v.a. hektografierter Rundbriefe, Rundschreiben, Mitteilungen, Flyer, Broschüren, Streitschriften, Pamphlete, Ankündigungen etc. regionaler und nationaler kirchlicher Institutionen dar. Das Spektrum der Schriftstücke reicht von Mitgliedern der Bekennenden Kirche bis zu den Deutschen Christen. Daneben befinden sich auch viele Durchschläge von mit Schreibmaschine geschriebenen Briefen oder getippte Abschriften. Es finden sich u.a. Schriftstücke der DEK, der EKApU, von anderen Ev. Landeskirchen, der BK im Rheinland, des Ev. Konsistoriums der Rheinprovinz etc. Besonders interessant in diesem Bestand sind handschriftlich verfasste Briefe, etwa von Pfarrer Wilhelm Gustav Menn. Von ihm sowie z.B. von Pfarrer Wilhelm Mundle liegen Korrespondenzen vor, die Einblick in durch den Kirchenkampf ausgelöste Probleme innerhalb einer Gemeinde gewähren (vgl. Nr. 21,34,45,52 den kirchlichen Konflikt in Marxloh betreffend). Veröffentlichungen und weiterführende Literatur zum Thema Kirchenkampf sind im OPAC der Archivbibliothek recherchierbar. Ergänzende Archivbestände: 6HA 004 (Kirchenkampfakten Beckmann); 8SL 005 (Kirchenkampfsammlung Müller); 8SL 031 (Kirchenkampf-Sondersammlung); 8SL 033 (Kirchenkampfsammlung V).
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ