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Gottschalk von Lüderbach (Liderbach) der Ältere bekundet für
sich, seine Brüder und Vettern, dass er wegen der Brandschatzung
(branndes) ihrer Höf...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1491-1500
1496 Juni 22
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geben uf Mitwochen der heiligen zehenn tausent merterer tag nach Crists geburt viertzehenhuondert unnd im sechs unnd neuontzigsten jarenn
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Gottschalk von Lüderbach (Liderbach) der Ältere bekundet für sich, seine Brüder und Vettern, dass er wegen der Brandschatzung (branndes) ihrer Höfe und Güter in (Brunswenge) im Zusammenhang mit der riedeselschen Fehde Forderungen an Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, geltend macht. Für die Brandschatzung macht Gottschalk Johanns Vorgänger, Reinhard [von Weilnau], Abt von Fulda, verantwortlich. Reinhard sei vielleicht der Meinung gewesen, dass diese Brandschatzung nur die Fink (Fincken), die mit dem Kloster in Konflikt waren, betreffen würde. Infolge der Vermittlung des Marschalls Johann Schenck zu Schweinsberg und dessen Schwager Simon von Schlitz verzichtet Gottschalk für sich, seine Brüder, Vettern und alle ihre Erben auf die Forderungen an Abt Johann. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Gottschalk von Lüderbach der Ältere
Brandschatzung wird hier in der Bedeutung Niederbrennen gebraucht.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.