Mainz, 1616.07.26. (Richter Hettisch). Der B. und Mitter Matthes Pfutz macht, krank in seiner Stube am Tisch sitzend, sein Testament: Er vermacht: Der Pfarrkirche St. Emmeran, weil er daselbst zur Kirche gegangen und seine Frau daselbst begraben ist, 100 fl. (halb der Präsenz, halb dem Bau) zur Haltung eines Jahrtags für sie beide (diese 100 fl. sind bei Johann Haberman, Vikar zu Liebfrauen, angelegt und werden von seinen Verwandten zu Greß bei Teuhren und zu Mainz mit 5 fl. verzinst)- "da sich niemand an gibt, soll von seinen executoren den armen ausgespendt werden" -; 4 fl. den Armen auszuspenden und den Exekutoren (Herrn Johann Burano, Dr. der hl. Schrift, und Philipp Bottero, lic. jur.) je 3 Königstaler. Alles übrige vermacht er seinem Dienstboten Elisabeth Bollwin von Drais. Z.: Balthasar Rapedus und Heinrich Durst, beide Vikare von St. Alban, Christoph Rulman, Vikar von St. Viktor; Christoph Haudt, Schuhmacher, Johann Loher, Peter Scherer und Walther Gurtler.
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Mainz, 1616.07.26. (Richter Hettisch). Der B. und Mitter Matthes Pfutz macht, krank in seiner Stube am Tisch sitzend, sein Testament: Er vermacht: Der Pfarrkirche St. Emmeran, weil er daselbst zur Kirche gegangen und seine Frau daselbst begraben ist, 100 fl. (halb der Präsenz, halb dem Bau) zur Haltung eines Jahrtags für sie beide (diese 100 fl. sind bei Johann Haberman, Vikar zu Liebfrauen, angelegt und werden von seinen Verwandten zu Greß bei Teuhren und zu Mainz mit 5 fl. verzinst)- "da sich niemand an gibt, soll von seinen executoren den armen ausgespendt werden" -; 4 fl. den Armen auszuspenden und den Exekutoren (Herrn Johann Burano, Dr. der hl. Schrift, und Philipp Bottero, lic. jur.) je 3 Königstaler. Alles übrige vermacht er seinem Dienstboten Elisabeth Bollwin von Drais. Z.: Balthasar Rapedus und Heinrich Durst, beide Vikare von St. Alban, Christoph Rulman, Vikar von St. Viktor; Christoph Haudt, Schuhmacher, Johann Loher, Peter Scherer und Walther Gurtler.
U / 1616 Juli 26 (in 5 / 24)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden, Kopialüberlieferung Bestand 5 (Stadtgericht)
26.07.1616
Stadtgericht Mainz
In 5 / 24, fol. 189 v.
Urkunden
Um die 11. Stunde.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:30 MESZ