Hans Georg Zier (1926-1997): Direktor des Generallandesarchivs Karlsruhe (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, N Zier
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Nichtstaatliches Archivgut >> Nachlässe >> Andere Nachlässe >> Zier
(1848-) 1945-1990
Überlieferung und Ordnung: Der Nachlass Hans Georg Zier umfasst 1) Schrift- und Bildgut, das sich beim Ausscheiden aus dem Direktorat (1986) im Dienstzimmer befand. In den Jahren danach wurde es teils durch Hans Georg Zier selbst, vor allem aber durch Hansmartin Schwarzmaier und Konrad Krimm gesichtet, bewertet und nach dienstlichem und privatem Schriftgut getrennt. 2) Schrift- und Bildgut aus der Auflösung der Wohnung. Nach dem Willen Hans Georg Ziers ging das gesamte private Schriftgut an das Generallandesarchiv, hier insbesondere das Familienarchiv der Ahnen Roggenburger. Da auch die private Korrespondenz von Hans Georg Zier insgesamt häufig Dienstliches berührt, übergreift der Nachlass die Gattungsgrenzen zwischen Persönlichem und Handakten. Die abschließende Ordnung des Nachlasses schuf Hansmartin Schwarzmaier. Sein ausführliches Erschließungsprotokoll ist bei den Findmitteln des Generallandesarchivs zugänglich. Feinerschließung mit Laufzeit-Angaben stehen noch aus. 2010 wurde eine Ansichtspostkartensammlung als eigener Bestand erschlossen (N Zier-1).
Biografie: Hans Georg Zier, geboren am 9.8.1926, wuchs in Pforzheim auf, als Sohn des Stadtpfarrers Jakob Zier und seiner Frau Bernhardine geb. Roggenburger. Ein Bruder fiel im Krieg, die Eltern und eine Schwester kamen bei dem Luftangriff im Frühjahr 1945 ums Leben. Nach dem Studium von Geschichte, Deutsch und Französisch in Freiburg und Marburg und der Promotion bei Clemens Bauer mit einer Arbeit zur Agrargeschichte des Hanauerlandes in der frühen Neuzeit trat Zier 1952 in den Archivdienst des Landes Baden-Württemberg und absolvierte als erster Karlsruher Archivar die Archivschule Marburg. Nach Stationen in den Staatsarchiven in Sigmaringen und Stuttgart war er seit 1955 am Generallandesarchiv tätig, 1975-1986 als dessen Leiter. An den Universitäten Mannheim (1976-80) und Karlsruhe (1980-86) nahm er Lehraufträge für Historische Hilfswissenschaften bzw. für Badische Geschichte wahr. Er starb am 13.3.1997 in Kandern.
Inhalt: Der Nachlass berührt 1) die aus dem Hanauerland stammenden Vorfahren Roggenburger, von denen einzelne Unterlagen auch im Original erhalten sind. 2) die Biografie Hans Georg Ziers. Geprägt durch den Verlust fast der ganzen Familie im Krieg, war ihm der Gedankenaustausch mit seiner Schwester Eva, der Frau des Physikers Paul Ehrlich, besonders wichtig. Aus dieser Konstellation sind auch die zahlreichen Berichte aus "seiner", ihm zur Heimat gewordenen Welt, dem Generallandesarchiv, zu verstehen. 3) die zahlreichen Aktivitäten Hans Georg Ziers in kulturellen und gesellschaftlichen Vereinen, Forschungs-Insitutionen und in der FDP. 4) die landeskundlich-wissenschaftlichen Interessen Hans-Georg Ziers, vorwiegend zur oberrheinischen Agrar- und Wirtschaftsgeschichte der Neuzeit und zur Geschichte seiner Vaterstadt Pforzheim. 5) literarische Materialien aus dem Nachlass Johann Jockers, Vorsitzendem des Hanauer Musik- und Trachtenvereins 1925 bis 1965. Der Nachlass umfasst 6,2 lfd.m. Karlsruhe, im Dezember 2009/Oktober 2010 Hansmartin Schwarzmaier/Konrad Krimm
Ausgewählte Werke: Geschichte der Stadt Pforzheim, Stuttgart 1982 Johann Gottfried Tulla : ein Lebensbild, in: Badische Heimat 1970 S. 379 - 449 Die Industrialisierung des Kalrsruher Raums. Ein Beitrag zur Wirtschaftdsgeschichte Baden, in: Oberrheinische Studien 2, Karlsruhe 1973, S. 335-372 Wappenbücher der Landkreise Bühl, Emmendingen, Kehl, Konstanz, Rastatt, Tauberbischofsheim und Villingen, 1964-1969
Nachruf: Hansmartin Schwarzmaier, in: Der Archivar 50 (1997) Sp. 903 ff.
Biografie: Hans Georg Zier, geboren am 9.8.1926, wuchs in Pforzheim auf, als Sohn des Stadtpfarrers Jakob Zier und seiner Frau Bernhardine geb. Roggenburger. Ein Bruder fiel im Krieg, die Eltern und eine Schwester kamen bei dem Luftangriff im Frühjahr 1945 ums Leben. Nach dem Studium von Geschichte, Deutsch und Französisch in Freiburg und Marburg und der Promotion bei Clemens Bauer mit einer Arbeit zur Agrargeschichte des Hanauerlandes in der frühen Neuzeit trat Zier 1952 in den Archivdienst des Landes Baden-Württemberg und absolvierte als erster Karlsruher Archivar die Archivschule Marburg. Nach Stationen in den Staatsarchiven in Sigmaringen und Stuttgart war er seit 1955 am Generallandesarchiv tätig, 1975-1986 als dessen Leiter. An den Universitäten Mannheim (1976-80) und Karlsruhe (1980-86) nahm er Lehraufträge für Historische Hilfswissenschaften bzw. für Badische Geschichte wahr. Er starb am 13.3.1997 in Kandern.
Inhalt: Der Nachlass berührt 1) die aus dem Hanauerland stammenden Vorfahren Roggenburger, von denen einzelne Unterlagen auch im Original erhalten sind. 2) die Biografie Hans Georg Ziers. Geprägt durch den Verlust fast der ganzen Familie im Krieg, war ihm der Gedankenaustausch mit seiner Schwester Eva, der Frau des Physikers Paul Ehrlich, besonders wichtig. Aus dieser Konstellation sind auch die zahlreichen Berichte aus "seiner", ihm zur Heimat gewordenen Welt, dem Generallandesarchiv, zu verstehen. 3) die zahlreichen Aktivitäten Hans Georg Ziers in kulturellen und gesellschaftlichen Vereinen, Forschungs-Insitutionen und in der FDP. 4) die landeskundlich-wissenschaftlichen Interessen Hans-Georg Ziers, vorwiegend zur oberrheinischen Agrar- und Wirtschaftsgeschichte der Neuzeit und zur Geschichte seiner Vaterstadt Pforzheim. 5) literarische Materialien aus dem Nachlass Johann Jockers, Vorsitzendem des Hanauer Musik- und Trachtenvereins 1925 bis 1965. Der Nachlass umfasst 6,2 lfd.m. Karlsruhe, im Dezember 2009/Oktober 2010 Hansmartin Schwarzmaier/Konrad Krimm
Ausgewählte Werke: Geschichte der Stadt Pforzheim, Stuttgart 1982 Johann Gottfried Tulla : ein Lebensbild, in: Badische Heimat 1970 S. 379 - 449 Die Industrialisierung des Kalrsruher Raums. Ein Beitrag zur Wirtschaftdsgeschichte Baden, in: Oberrheinische Studien 2, Karlsruhe 1973, S. 335-372 Wappenbücher der Landkreise Bühl, Emmendingen, Kehl, Konstanz, Rastatt, Tauberbischofsheim und Villingen, 1964-1969
Nachruf: Hansmartin Schwarzmaier, in: Der Archivar 50 (1997) Sp. 903 ff.
46 Archivalieneinheiten (Nr. 1- 45.9)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:03 MESZ