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Füsilier-Regiment 40 (Bestand)
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Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Neuere Bestände (vornehmlich ab ca. 1800) >> Krieg >> XIV. (Badisches) Armeekorps >> Infanterie- und Maschinengewehr-Formationen
1861-1920
Überlieferungsgeschichte
Das Füsilier-Regiment Fürst Karl Anton von Hohenzollern Nr. 40 wurde am 21. Januar 1818 aus dem Füsilier-Bataillon des damaligen 36. Infanterie-Regiments und einigen Garnisonsbataillonen gebildet. Am 27. Januar 1889 erhielt es seine jetzige Bezeichnung. Am 1. April 1910 wurde es aus dem Bereich des VIII. Armeekorps von seinem Standort in Aachen nach Rastatt in den Bereich des XIV. Armeekorps verlegt. Es unterstand ab diesem Zeitpunkt der 56. Infanterie-Brigade (28. Infanterie-Division).
Zu Kriegsbeginn stellte jedes Infanterie Regiment, einschließlich der Reserve- und Landwehr-Infanterie-Regimenter, für die Ausbildung des Ersatzes ein Ersatz-Bataillon auf. Im Januar 1915 wurde die Aufstellung eines weiteren Ersatz-Bataillons angeordnet. Neben der Ausbildung waren die Ersatz-Bataillone auch für die Aufstellung neuer Truppen zuständig. Das I. Ersatz-Bataillon wurde am 2. August 1914 errichtet und in Rastatt stationiert. Das II. Ersatz-Bataillon wurde am 6. Februar 1915 in Achern gebildet. Seine Auflösung erfolgte im November 1917.
Im Freistaat Baden begann am 13. Januar 1919 mit der Annahme von Freiwilligen die Neubildung des badischen Volksheeres. Reichs- und Badische Volksregierung ließen als Reaktion auf den sogenannten "Spartakus-Aufstand" im Februar 1919 zusätzlich zu den bereits bestehenden Freiwilligenformationen bei allen Einheiten weitere Freiwilligenverbände aufstellen.
Inhalt und Bewertung
Es handelt sich um die Akten des Füsilier-Regiments Fürst Karl Anton von Hohenzollern Nr. 40 einschließlich des I. und II. Ersatz-Bataillons sowie der Unterlagen des Freiwilligen-Füsilier-Regiments 40.
Inhaltlich besteht der Bestand vor allem aus der Überlieferung der allgemeinen internen Verwaltung eines Regiments, seinen Gefechten und Bewegungen und der Gewährleistung der permanenten Kampfbereitschaft sowie der Ausbildung in den Ersatz-Bataillonen. Besonders nennenswert sind die Aktengruppen über das Militärwesen vor 1914, die militärischen Operationen, die Gefechtsberichte, die Kriegstagebücher, die militärischen Befehle, die Tätigkeit der Maschinengewehr-Kompanien, die Ausbildung in der Heimat, die Demobilmachung, die Neuaufstellung der Reichswehr und die Organisation des Freiwilligen-Füsilier-Regiments 40.
Regimentsgeschichte: Das Füsilier-Regiment Fürst Karl Anton von Hohenzollern Nr. 40 wurde am 21. Januar 1818 aus dem Füsilier-Bataillon des damaligen 36. Infanterie-Regiments und einigen Garnisonsbataillonen gebildet. Am 27. Januar 1889 erhielt es seine jetzige Bezeichnung. Am 1. April 1910 wurde es aus dem Bereich des VIII. Armeekorps von seinem Standort in Aachen nach Rastatt in den Bereich des XIV. Armeekorps verlegt. Es unterstand ab diesem Zeitpunkt der 56. Infanterie-Brigade (28. Infanterie-Division). Zu Kriegsbeginn stellte jedes Infanterie Regiment, einschließlich der Reserve- und Landwehr-Infanterie-Regimenter, für die Ausbildung des Ersatzes ein Ersatz-Bataillon auf. Im Januar 1915 wurde die Aufstellung eines weiteren Ersatz-Bataillons angeordnet. Neben der Ausbildung waren die Ersatz-Bataillone auch für die Aufstellung neuer Truppen zuständig. Das I. Ersatz-Bataillon wurde am 2. August 1914 errichtet und in Rastatt stationiert. Das II. Ersatz-Bataillon wurde am 6. Februar 1915 in Achern gebildet. Seine Auflösung erfolgte im November 1917. Im Freistaat Baden begann am 13. Januar 1919 mit der Annahme von Freiwilligen die Neubildung des badischen Volksheeres. Reichs- und Badische Volksregierung ließen als Reaktion auf den sogenannten "Spartakus-Aufstand" im Februar 1919 zusätzlich zu den bereits bestehenden Freiwilligenformationen bei allen Einheiten weitere Freiwilligenverbände aufstellen.
Bestandsgeschichte: Nach Kriegsende verblieben die Akten bei der Abwicklungsstelle des Füsilier-Regiments Nr. 40. Ab Januar 1920 wurde mit der Einrichtung eines Archivs des XIV. Armeekorps begonnen, in dem die Archive der Abwicklungsstellen zusammengeführt wurden. Im Herbst 1920 zog das Korpsarchiv in die Infanteriekaserne Heilbronn um. Ab Januar 1921 trat das Korpsarchiv unter der Bezeichnung Aktenverwaltung XIV in den Geschäftsbereich des Reichsministeriums des Innern, bevor es am 1. April 1921 als Archivzweigstelle Heilbronn dem Reichsarchiv in Potsdam eingegliedert wurde. Infolge der Vereinigung der Reichsarchivzweigstellen Heilbronn und Stuttgart gelangten die Bestände im Jahr 1924 nach Stuttgart. Die Württembergische Archivdirektion, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Verwaltung der Bestände des Heeresarchivs Stuttgart übernahm, gab in den Jahren 1947 bis 1949 die Überlieferung des XIV. Armeekorps an das Generallandesarchiv Karlsruhe ab. Eine sehr ausführliche Bestandsgeschichte ist im Vorwort des Stellvertretenden Generalkommandos des XIV. Armeekorps (Bestand 456 F 8) enthalten. Der Bestand umfasst 243 Faszikel mit einem Umfang von 4,50 laufenden Metern.
Literaturhinweise: Die Badener im Weltkrieg 1914/18, bearbeitet von Wilhelm Müller-Loebnitz, Karlsruhe 1935. Belian: Offizier-Stammliste des Füsilier-Regiments Fürst Karl Anton von Hohenzollern Nr. 40, Aachen 1912. Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939, hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt Freiburg, München 1983. Fenske, Hans: Die Verwaltung im Ersten Weltkrieg, in: Deutsche Verwaltungsgeschichte, Bd. 3, Stuttgart 1984, S. 866-908. Fischer, Joachim: Zehn Jahre Militärarchiv des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 37 (1978), S. 362-368. Führen, Franz: Die Hohenzollernfüsiliere im Weltkrieg 1914-1918, Oldenburg 1930. Gisevius, (Heinrich): Das Hohenzollernsche Füsilier-Regiment Nr. 40 im Kriege 1870/71 gegen Frankreich, Berlin 1875. Isenburg, E.: Ehemaliges Füsilier-Regiment Fürst Karl Anton von Hohenzollern (Hohenzollernsches) Nr. 40, in: Tradition des deutschen Heeres, Heft 52, Berlin 1938. Jäger, Harald: Das militärische Archivgut in der Bundesrepublik für die Zeit von 1871 bis 1919, in: Militärgeschichtliche Mitteilungen 1968/2, S. 135-138. Kosch, (Hugo): Geschichte des Hohenzollernschen Füsilier-Regiments Nr. 40, Trier 1870. Liebeskind, Paul: Geschichte des Füsilier-Regiments Fürst Karl Anton von Hohenzollern (Hohenzollernsches) Nr. 40, Köln 1899. Sauerwein A.: Die Vierziger in Frankreich. Geschichte des deutsch-französischen Krieges vom Jahre 1870-1871, mit besonderer Berücksichtigung des Hohenzollernschen Füsilier-Regiments Nr. 40, namentlich des 2. Bataillons dieses Regiments, Trier 1874. Seton, J. L.: Notes on the Operations of the North-German Troops in Lorraine and Picardy, taken while accompanying the 40th or Hohenzollern Füsilier-Regiment, London 1872. Steinaecker, H(einrich) von: Unter den Fahnen des Hohenzollernschen Füsilier-Regiments Nr. 40 im Kriege 1870/71, Köln 1911. Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, bearbeitet von Joachim Fischer (Veröffentlichung der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Bd. 31), Stuttgart 1983.
243 Archivalieneinheiten
Bestand
Die Badener im Weltkrieg 1914/18, bearbeitet von Wilhelm Müller-Loebnitz, Karlsruhe 1935.
Belian: Offizier-Stammliste des Füsilier-Regiments Fürst Karl Anton von Hohenzollern Nr. 40, Aachen 1912.
Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939, hrsg. vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt Freiburg, München 1983.
Fenske, Hans: Die Verwaltung im Ersten Weltkrieg, in: Deutsche Verwaltungsgeschichte, Bd. 3, Stuttgart 1984, S. 866-908.
Fischer, Joachim: Zehn Jahre Militärarchiv des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 37 (1978), S. 362-368.
Führen, Franz: Die Hohenzollernfüsiliere im Weltkrieg 1914-1918, Oldenburg 1930.
Gisevius, (Heinrich): Das Hohenzollernsche Füsilier-Regiment Nr. 40 im Kriege 1870/71 gegen Frankreich, Berlin 1875.
Isenburg, E.: Ehemaliges Füsilier-Regiment Fürst Karl Anton von Hohenzollern (Hohenzollernsches) Nr. 40, in: Tradition des deutschen Heeres, Heft 52, Berlin 1938.
Jäger, Harald: Das militärische Archivgut in der Bundesrepublik für die Zeit von 1871 bis 1919, in: Militärgeschichtliche Mitteilungen 1968/2, S. 135-138.
Kosch, (Hugo): Geschichte des Hohenzollernschen Füsilier-Regiments Nr. 40, Trier 1870.
Liebeskind, Paul: Geschichte des Füsilier-Regiments Fürst Karl Anton von Hohenzollern (Hohenzollernsches) Nr. 40, Köln 1899.
Sauerwein A.: Die Vierziger in Frankreich. Geschichte des deutsch-französischen Krieges vom Jahre 1870-1871, mit besonderer Berücksichtigung des Hohenzollernschen Füsilier-Regiments Nr. 40, namentlich des 2. Bataillons dieses Regiments, Trier 1874.
Seton, J. L.: Notes on the Operations of the North-German Troops in Lorraine and Picardy, taken while accompanying the 40th or Hohenzollern Füsilier-Regiment, London 1872.
Steinaecker, H(einrich) von: Unter den Fahnen des Hohenzollernschen Füsilier-Regiments Nr. 40 im Kriege 1870/71, Köln 1911.
Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, bearbeitet von Joachim Fischer (Veröffentlichung der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Bd. 31), Stuttgart 1983.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.