1457 Jan. 18-20 - Kloster Schöntal (in der grossen stubender abtey); Oberkessach (in das pfarrhaus in die stuben) Der Notar Johannes Kirssenesser [von Wimpfen am Berg], Priester des Bistums Würzburg, beurkundet: In seiner Gegenwart und in der gen. Zeugen forderte Abt Simon von Schöntal, Kundschaft zu verhören wegen der Klage der zwei Schafknechte Hans Rein (Reynhans) und Hans Völklin (Folklin), die von denen von Berlichingen wegen von den Schafknechten bestrittenen Überfahrens der Markungsgrenze zwischen dem Dorf Oberkessach (Obern Kessach) und Rossach (Rossriet) geschlagen, verwundet und gefangengenommen worden waren. Konz Acker, Richter zu Oberkessach, gab unter Eid Kundschaft hierüber. - Abt Simon sandte am folgenden Tag den Notar und Bruder Konrad Erlach, [Kantor] des Klosters, nach Oberkessach, wo Klaus Hebenstreit (-strit) und Hans Mangold (Mangold) unter Eid Kundschaft gaben, wonach sie auf Fordern des Bursars von Schöntal am Tag nach der Gefangennahme die Schilderung des Vorfalls durch den Schafknecht Hans Rein hörten. Abt Simon forderte hierüber ein oder mehrere Notariatsinstrumente. - Der Notar beglaubigt dies mit seinem Namen und Signet. Zeugen am 18. Jan.: 1) Eberhard von Gemmingen (Gemyngen), des + Eberhard Sohn, 2) Heinrich Wenig, 3) Eberhard Blümlein (Blümlin), 4) Heinrich Blatz von Gosheim (von Goßen den man nenet Placz) Zeugen am 20. Jan.: 1) Herr Hans, Pfarrer im Dorf Oberkessach, 2) Konz Acker, Richter [daselbst], 3) Heinz Diel (Til) zu Bieringen (Biringen), 4) Heinz Hitzler (Hüczler) und 5) Peter Scheffer, beide zu Oberkessach Ausf. Perg., besch. - 1 Notariatssignet mit U.: S[ignum] Notariatus Johannis Kirssennesser - Rv.: Instrumentum einer kúntschafft zwen schaffknecht berürn, die die von Berlichingen geschlagen haben von wegen der marck Öbern Kessach und Roßriet [...]

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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