Die RKG-Appellation richtet sich gegen eine fürstliche Anordnung, die Appellanten sollten dem Appellaten gegen Entrichtung der Pfandsumme von 1166 Goldgulden den ihnen eingeräumten Anteil an Haus Huppelrath räumen. Der Appellat beansprucht Haus Huppelrath und das Recht, es einzulösen, als Nachfahre eines Bruders (Godert Deutsch) des Lehensnehmers (Adam Deutsch), der es verpfändet hatte. Die Ansprüche der Appellanten rühren aus einem Pfandbriefvon 1506, in dem Haus Huppelrath und Freimersdorfer (Erzstift Köln) Renten verpfändet worden waren, und dessentwegen sie in einen Teil des Gutes Huppelrath immittiert worden waren. Die Appellanten wenden sich gegen die Summe von 1166 Goldgulden, bei der Ansprüche eines Onkel nicht berücksichtigt worden seien, vor allem aber dagegen, daß damit über einen Teil des gesamten versetzten Besitzes separat entschieden würde, die Entscheidung über die Freimersdorfer Renten (beansprucht werden 2245 Malter Roggen) aber offen bleibe. Der Appellat dagegen bestreitet die Zulässigkeit der RKG-Appellation, da die Appellanten selbst im vorinstanzlichen Verfahren den Anspruch auf ihren Anteil des Huppelrath Gutes mit 1166 Godgulden beziffert hätten. Die Appellanten erheben Attentatsvorwurf. Nach 1606 sind außer einem abschließenden Expeditum-Vermerk vom 26. April 1616 keine Handlungen protokolliert.
Vollständigen Titel anzeigen
Die RKG-Appellation richtet sich gegen eine fürstliche Anordnung, die Appellanten sollten dem Appellaten gegen Entrichtung der Pfandsumme von 1166 Goldgulden den ihnen eingeräumten Anteil an Haus Huppelrath räumen. Der Appellat beansprucht Haus Huppelrath und das Recht, es einzulösen, als Nachfahre eines Bruders (Godert Deutsch) des Lehensnehmers (Adam Deutsch), der es verpfändet hatte. Die Ansprüche der Appellanten rühren aus einem Pfandbriefvon 1506, in dem Haus Huppelrath und Freimersdorfer (Erzstift Köln) Renten verpfändet worden waren, und dessentwegen sie in einen Teil des Gutes Huppelrath immittiert worden waren. Die Appellanten wenden sich gegen die Summe von 1166 Goldgulden, bei der Ansprüche eines Onkel nicht berücksichtigt worden seien, vor allem aber dagegen, daß damit über einen Teil des gesamten versetzten Besitzes separat entschieden würde, die Entscheidung über die Freimersdorfer Renten (beansprucht werden 2245 Malter Roggen) aber offen bleibe. Der Appellat dagegen bestreitet die Zulässigkeit der RKG-Appellation, da die Appellanten selbst im vorinstanzlichen Verfahren den Anspruch auf ihren Anteil des Huppelrath Gutes mit 1166 Godgulden beziffert hätten. Die Appellanten erheben Attentatsvorwurf. Nach 1606 sind außer einem abschließenden Expeditum-Vermerk vom 26. April 1616 keine Handlungen protokolliert.
AA 0627, 6236 - W 1625/4750
AA 0627 Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben
Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben >> 3. Buchstabe W
1603 - 1616 (1589 - 1605)
Enthaeltvermerke: Kläger: Johann Wolter (dessen Ehefrau ist Fyggen Schoufs) und Konsorten, Gebrüder Wilhelm und Dietrich Bondtwolf; Dietrich Roist gen. Enßenbroich zu Erzelbach als Vormund seines Pflegesohnes Christoph von Bondtwolf (Bruder von Wilhelm und Dietrich); Johann Wolter und Magnus Meisen für ihre Frauen als Erben des Arnold Schoufs Beklagter: Adam Deutsch zu Huppelrath Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Godelman 1603 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Johann Konrad Lasser 1604 Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Fürstlich jül.-berg. Hofkanzlei, extrajudizial 1589 - 1602 - 2. RKG 1603 - 1616 (1589 - 1605) Beweismittel: Acta priora (Q 16). Urkunde der Schöffen des Gerichtes Freimersdorf über den Besitz, den die von Steprath in Freimersdorf hatten, und daß Godart Deutsch und Wilhelm von Steprath die Güter und Renten zu Freimersdorf ungeteilt besessen hätten, 1603 (Q 21). Urkunde Herzog Wilhelms von Jülich-Kleve-Berg, der auf Wunsch von Anna Lieck, Witwe des Christoph von Bondtwolf, der bei der Niederlage des berg. Konvois zu Junkersdorf umgekommen ist, zu Vormündern der hinterbliebenen Kinder ernennt Dietrich von Enßenbroich zu Erzelbach und Robert von der Mahr gen. Losheim, 1598 (Q 23). Beschreibung: 2 Bde., 18 cm; Bd. 1: 3 cm, 98 Bl., lose; Q 1 - 15, 17 - 24; Protokoll stark beschädigt; Bd. 2: 15 cm, 824 Bl., geb.; Q 16.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.05.2026, 09:33 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben (Bestand)
- 3. Buchstabe W (Gliederung)