Klage gegen den vom Erzbischof von Köln bereits ratifizierten Teilungsvertrag mit dem Pfalzgrafen bei Rhein, wonach die Dörfer Harzheim (Gem. Mechernich, Kr. Schleiden), Holzheim (ebenso), Breitenbenden (ebenso) und Antweiler (Gem. Veytal, Kr. Euskirchen) an das Erzstift Köln und Satzvey (Gem. Veytal, Kr. Euskirchen), Firmenich (ebenso) und Glehn (Gem. Mechernich, Kr. Schleiden) an das Herzogtum Jülich fallen, weil er ohne Zustimmung des Domkapitels und auch ohne seine Hinzuziehung zu den Vorverhandlungen von 1728 und 1731 abgeschlossen worden ist. Dieser Vertrag sei zum Nachteil des Erzstifts, da er ausdrücklich Gewährleistungsansprüche (”pactum evictionis“) ausschließe. Von den Kurköln zugesprochenen Ortschaften sei die Besitzzugehörigkeit Holzheims und Breitenbendens umstritten. Um sie stritten seit 1599 (1596) der Erzbischof von Trier als ”dominus directus“ und das gräfliche Haus Manderscheid-Blankenheim gegen das gräfliche Haus von der Mark, und der Prozeß sei immer noch am RKG anhängig.
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Klage gegen den vom Erzbischof von Köln bereits ratifizierten Teilungsvertrag mit dem Pfalzgrafen bei Rhein, wonach die Dörfer Harzheim (Gem. Mechernich, Kr. Schleiden), Holzheim (ebenso), Breitenbenden (ebenso) und Antweiler (Gem. Veytal, Kr. Euskirchen) an das Erzstift Köln und Satzvey (Gem. Veytal, Kr. Euskirchen), Firmenich (ebenso) und Glehn (Gem. Mechernich, Kr. Schleiden) an das Herzogtum Jülich fallen, weil er ohne Zustimmung des Domkapitels und auch ohne seine Hinzuziehung zu den Vorverhandlungen von 1728 und 1731 abgeschlossen worden ist. Dieser Vertrag sei zum Nachteil des Erzstifts, da er ausdrücklich Gewährleistungsansprüche (”pactum evictionis“) ausschließe. Von den Kurköln zugesprochenen Ortschaften sei die Besitzzugehörigkeit Holzheims und Breitenbendens umstritten. Um sie stritten seit 1599 (1596) der Erzbischof von Trier als ”dominus directus“ und das gräfliche Haus Manderscheid-Blankenheim gegen das gräfliche Haus von der Mark, und der Prozeß sei immer noch am RKG anhängig.
AA 0627, 1033 - C 535/1343
AA 0627 Reichskammergericht, Teil II: C-D
Reichskammergericht, Teil II: C-D >> 1. Buchstabe C
1732 - 1733 (1297 - 1732)
Enthaeltvermerke: Kläger: Domkapitel zu Köln Beklagter: Erzbischof Clemens August zu Köln und Pfalzgraf Karl Philipp bei Rhein Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Wilhelm Weylach 1731 und 1732 - Subst.: Lic. Johann Franz Wolff 1732 - Subst.: Dr. Philipp Ludwig Meckel 1731 Prokuratoren (Bekl.): Lic. Franz Peter Jung 1723 - Subst.: Lic. Johann Leonhard Krifft Instanzen: RKG 1732 - 1733 (1297 - 1732) Prozeßart: Mandati cassatorii et inhibitorii de nihil innovando et praetensum recessum divisionis non exequendo ... sine clausula Beweismittel: ” Extractus capitulationis electoralis“ des Erzstifts Köln (Q 9). ”Extractus haereditariae unionis Rhenanae patriae“ von 1463 (Q 10). Urteil in Sachen Domkapitel ./. Ebf. Joseph Clemens von Köln vom 5. Okt. 1702 zu Wien (Reichshofrat, Q 11). Amtseid der kurkölnischen Hofräte Johann Gabriel Fabri und Dr. Johann Theodor Cramer von Clauspruch von 1724 (Q 13). RKG-Ladung vom 18. Juli 1599 in Sachen Ebf. Lothar von Trier und Grafen Hermann und Gerhard von Manderscheid-Blankenheim ./. Graf Philipp von der Mark, Dekan und Kapitel des St. Georgstifts zu Köln sowie Vogt, Schultheiß, Schöffen und Untertanen der Dörfer Holzheim, Breitenbenden, Heistard, Vussem (?) und Bergheim betr. Besitzstreit um die genannten Dörfer (Q 22). Urkunde von Schultheiß, Schöffen und der gemeinen Nachbarschaft von Glehn vom 25. Aug. 1555 (Q 23). Schreiben des Thomas Axer, Schultheiß zu Zülpich, an Schultheiß und Schöffen des Gerichts Glehn vom 11. Jan. 1583 (Q 25). RKG-Ladung in Sachen Erzbischof von Köln ./. Herzog Johann Wilhelm von Jülich, Kleve und Berg sowie jül.-berg. Ritter- und Landschaft, Marschälle, Rittmeister, Haupt- und Kriegsleute und Einnehmer betr. Erhebung von Kontributionen von Gütern der Kölner Geistlichkeit (Q 26). Schreiben verschiedener Erzbischöfe. (Q 27 - 29). Union der Kölner Geistlichkeit von 1297 zum Schutz ihrer kirchlichen Freiheit in lateinischer Sprache (103 - 106). Verschiedene Schreiben und gerichtliche Schriftsätze betr. Glehn von 1542 - 1731 (106 - 117). ”Extractus ex matricula sive catastro bonorum seu redituum ecclesiasticorum“ in den Herzogtümern Jülich und Berg, insb. in den Ämtern Bergheim, Löwenberg und Nideggen, von 1711 (Q 35). Beschreibung: 2,5 cm, 120 Bl., lose; Q 1 - 35.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:33 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil II: C-D (Bestand)
- 1. Buchstabe C (Gliederung)