Den Angaben des Klägers nach hatte Heinrich von Billick vom RKG ein „Fürschreiben“ erwirkt, mit dem die Ausführung eines Urteils (zugunsten von Billicks Frau und gegen die Augustinerinnen zu Siegburg betr. eine Wiese zu Kaldauen) durch das Gericht Happerschoß angemahnt wurde. Nachdem er dieses „Fürschreiben“ präsentiert habe, habe der Blankenberger Amtmann Weschpfennig, statt die Ausführung anzuordnen, seinen Vater gefangennehmen lassen. Die Klage ist auf Freilassung des Vaters und Ausführung des Urteils gerichtet.
Vollständigen Titel anzeigen
Den Angaben des Klägers nach hatte Heinrich von Billick vom RKG ein „Fürschreiben“ erwirkt, mit dem die Ausführung eines Urteils (zugunsten von Billicks Frau und gegen die Augustinerinnen zu Siegburg betr. eine Wiese zu Kaldauen) durch das Gericht Happerschoß angemahnt wurde. Nachdem er dieses „Fürschreiben“ präsentiert habe, habe der Blankenberger Amtmann Weschpfennig, statt die Ausführung anzuordnen, seinen Vater gefangennehmen lassen. Die Klage ist auf Freilassung des Vaters und Ausführung des Urteils gerichtet.
AA 0627, 488 - B 1212/4252
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1512-1517 (1489-1517)
Enthaeltvermerke: Kläger: Johann von Billick (Billich, Pillich) als Anwalt und im Namen seines eingekerkerten Vaters Heinrich von Billick (Bylk), wohnhaft zu Köln, zusammen mit seiner Ehefrau Lenchen; ab Juni 1516 auch Heinrich von Billick selbst; ab März 1517 Heinrichs Witwe Beklagter: Herzog Johann von Jülich und Berg und sein berg. Amtmann zu Blankenberg, Engelbert von Scheidt gen. Weschpfennig Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Drach (1512) - Neithardt (1516) Prokuratoren (Bekl.): Dr. Peter Kirser (1512) - Dr. Reinhard Thiel (1512) - Swabach (1516) Prozeßart: Mandati poenalis Instanzen: RKG 1512-1517 (1489-1517) Beweismittel: Namen des Schultheißen und der Schöffen des Gerichts zu Happerschoß, 1489 (30). Desgl., der Vorsteherin der Klause, Schwester Mettel, der beiden Siegburger Bürgermeister und anderer Zeugen, 1500 (31). Beschreibung: 2 cm, 46 Bl., lose; Q 1*-15*, es fehlen Q 4*, 5*, 10 Beilagen.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:10 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
- 2. Buchstabe B (Gliederung)