Bauverwaltung Ballenstedt (Bestand)
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Z 135 (Benutzungsort: Dessau)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 03. Land Anhalt und territoriale Vorgänger (941 - 1945) >> 03.04. Behörden und Einrichtungen 1848 - 1945 >> 03.04.03. Kreisbehörden >> 03.04.03.01. Behörden und Einrichtungen im Kreis Ballenstedt
1857-1944
Findhilfsmittel: Findbuch, Findkartei für die Bauzeichnungen (online recherchierbar)
Registraturbildner: In Auswirkung der Revolution von 1848/49 kam es zu wesentlichen Veränderungen im anhaltischen Staats- und Verwaltungsapparat. 1863 wurde nach dem Aussterben der Linien Anhalt-Zerbst, Anhalt-Köthen und Anhalt-Bernburg für das einheitliche Herzogtum Anhalt eine "Herzoglich-Anhaltische Regierung" gebildet, die sich neben der Zentralverwaltung in die zwei Abteilungen "Finanzen, Domänen und Forsten" sowie "Inneres und Polizei" gliederte. Der Abteilung Finanzen, Domänen und Forsten war die Herzogliche Bauverwaltung, die für die Beaufsichtigung und Leitung der gesamten Hoch-, Wege-, Wasser- und Wallbauten des Herzogtums zuständig war, unterstellt. Sie gliederte sich in sieben Baukreise auf: Baukreis Dessau, Köthen, Bernburg (Landesteile zu beiden Seiten der Saale, einschließlich der Enklave Mühlingen, des vom Köthener Kreis abgetrennten Teils des Kreisgerichtskommissions-bezirkes Nienburg), Sandersleben, Ballenstedt, Zerbst und Coswig. 1874 wurden die anhaltischen Mittelbehörden neugestaltet. Die Abteilung Finanzen, Domänen und Forsten wurde von der Regierung abgezweigt und einer gesonderten Behörde - der Finanzdirektion - übertragen. Nachgeordnete Behörden der Finanzdirektion zur Wahrnehmung der Aufgaben des Bauwesens waren die Bauverwaltungen. In Anhalt gab es nunmehr eine Wasserbauverwaltung und für die fünf anhaltischen Kreise Dessau, Köthen, Bernburg, Zerbst und Ballenstedt je eine Bauverwaltung. Das gesamte staatliche Hochbauwesen lief im Oberbaubüro der Finanzdirektion zusammen. Die Bauverwaltungen waren die Ausführungsorgane des Oberbauamtes. Die Aufgaben der Bauverwaltungen wurden in der "Dienstanweisung für die Anhaltischen Bauämter" vom 1. Oktober 1927 folgendermaßen formuliert "Aufgabe ist die Durchführung staatlicher Bauten, die Pflege des baulichen Zustandes staatseigener oder staatlich benutzter Dienstgrundstücke, die Fürsorge für die Erhaltung von Baudenkmälern sowie die Bauberatung". 1932 wurde das Staatsministerium alleinige oberste Verwaltungsbehörde. Die "Zweite Verordnung zur Umbildung und Vereinfachung der Verwaltung" vom Juli 1932 beinhaltete die Aufhebung der Kreisdirektionen, Kreisärzte, Kreistierärzte, Kreisschulaufsichten und der der ehemaligen Finanzdirektion unterstellten Bauverwaltungen. Die Zuständigkeiten fielen an das neugebildete Kreisamt, das dem Staatsministerium nachgeordnet wurde. Das Kreisamt gliederte sich in die Abteilungen Inneres, Schulaufsicht, Bauverwaltung, Vermessung, Kasse. Die Abteilungen "Bauverwaltung" der Kreisämter unterstanden der Abteilung Finanzen des Staatsministeriums. Sie verwalteten das Hochbauwesen des Staates, der Reichsjustizverwaltung und Polizei, der Evangelischen Landeskirche, des Landesfürsorgeverbandes, der Joachim-Ernst-Stiftung und der Theaterstiftung (mit Ausnahme der Theatergebäude). Es gab folgende Abteilungen "Bauverwaltung" bei den Kreisämtern: Bauverwaltung Dessau, Bauverwaltung Köthen, Bauverwaltung Bernburg (Stadtkreis Bernburg, Landkreis Bernburg mit Ausschluss des Amtsgerichtsbezirkes Sandersleben sowie der Gemeinden Großmühlingen und Kleinmühlingen, hinsichtlich der Baupolizei auch für diese Gebiete), Bauverwaltung Zerbst, Bauverwaltung Ballenstedt, Wasserbauverwaltung Dessau. Nach Beendigung des zweiten Weltkrieges 1945 bildeten das ehemalige Territorium des Freistaates Anhalt und die frühere preußische Provinz Sachsen die Provinz Sachsen-Anhalt der sowjetischen Besatzungszone. Die Provinz Sachsen-Anhalt wurde 1947 in Land Sachsen-Anhalt umbenannt. In diesem Zeitraum wurden die Kreisämter aufgelöst. Bei der Provinzialverwaltung/ab 1947 Landesregierung wurde
eine Abteilung Hochbau geschaffen. Ihr wurden die Staatshochbauämter - die aus den ehemaligen Abteilungen Bauverwaltung der Kreisämter hervorgingen - unterstellt. 1952 wurde das Land Sachsen-Anhalt aufgelöst und aus ihm die Bezirke Halle und Magdeburg gebildet. Bei den neu entstandenen Räten der Bezirke wurde der Bereich Bauwesen dem Bezirksbauamt übertragen.
Enthaltene Karten: 756
Enthaltene Fotos: 1
Registraturbildner: In Auswirkung der Revolution von 1848/49 kam es zu wesentlichen Veränderungen im anhaltischen Staats- und Verwaltungsapparat. 1863 wurde nach dem Aussterben der Linien Anhalt-Zerbst, Anhalt-Köthen und Anhalt-Bernburg für das einheitliche Herzogtum Anhalt eine "Herzoglich-Anhaltische Regierung" gebildet, die sich neben der Zentralverwaltung in die zwei Abteilungen "Finanzen, Domänen und Forsten" sowie "Inneres und Polizei" gliederte. Der Abteilung Finanzen, Domänen und Forsten war die Herzogliche Bauverwaltung, die für die Beaufsichtigung und Leitung der gesamten Hoch-, Wege-, Wasser- und Wallbauten des Herzogtums zuständig war, unterstellt. Sie gliederte sich in sieben Baukreise auf: Baukreis Dessau, Köthen, Bernburg (Landesteile zu beiden Seiten der Saale, einschließlich der Enklave Mühlingen, des vom Köthener Kreis abgetrennten Teils des Kreisgerichtskommissions-bezirkes Nienburg), Sandersleben, Ballenstedt, Zerbst und Coswig. 1874 wurden die anhaltischen Mittelbehörden neugestaltet. Die Abteilung Finanzen, Domänen und Forsten wurde von der Regierung abgezweigt und einer gesonderten Behörde - der Finanzdirektion - übertragen. Nachgeordnete Behörden der Finanzdirektion zur Wahrnehmung der Aufgaben des Bauwesens waren die Bauverwaltungen. In Anhalt gab es nunmehr eine Wasserbauverwaltung und für die fünf anhaltischen Kreise Dessau, Köthen, Bernburg, Zerbst und Ballenstedt je eine Bauverwaltung. Das gesamte staatliche Hochbauwesen lief im Oberbaubüro der Finanzdirektion zusammen. Die Bauverwaltungen waren die Ausführungsorgane des Oberbauamtes. Die Aufgaben der Bauverwaltungen wurden in der "Dienstanweisung für die Anhaltischen Bauämter" vom 1. Oktober 1927 folgendermaßen formuliert "Aufgabe ist die Durchführung staatlicher Bauten, die Pflege des baulichen Zustandes staatseigener oder staatlich benutzter Dienstgrundstücke, die Fürsorge für die Erhaltung von Baudenkmälern sowie die Bauberatung". 1932 wurde das Staatsministerium alleinige oberste Verwaltungsbehörde. Die "Zweite Verordnung zur Umbildung und Vereinfachung der Verwaltung" vom Juli 1932 beinhaltete die Aufhebung der Kreisdirektionen, Kreisärzte, Kreistierärzte, Kreisschulaufsichten und der der ehemaligen Finanzdirektion unterstellten Bauverwaltungen. Die Zuständigkeiten fielen an das neugebildete Kreisamt, das dem Staatsministerium nachgeordnet wurde. Das Kreisamt gliederte sich in die Abteilungen Inneres, Schulaufsicht, Bauverwaltung, Vermessung, Kasse. Die Abteilungen "Bauverwaltung" der Kreisämter unterstanden der Abteilung Finanzen des Staatsministeriums. Sie verwalteten das Hochbauwesen des Staates, der Reichsjustizverwaltung und Polizei, der Evangelischen Landeskirche, des Landesfürsorgeverbandes, der Joachim-Ernst-Stiftung und der Theaterstiftung (mit Ausnahme der Theatergebäude). Es gab folgende Abteilungen "Bauverwaltung" bei den Kreisämtern: Bauverwaltung Dessau, Bauverwaltung Köthen, Bauverwaltung Bernburg (Stadtkreis Bernburg, Landkreis Bernburg mit Ausschluss des Amtsgerichtsbezirkes Sandersleben sowie der Gemeinden Großmühlingen und Kleinmühlingen, hinsichtlich der Baupolizei auch für diese Gebiete), Bauverwaltung Zerbst, Bauverwaltung Ballenstedt, Wasserbauverwaltung Dessau. Nach Beendigung des zweiten Weltkrieges 1945 bildeten das ehemalige Territorium des Freistaates Anhalt und die frühere preußische Provinz Sachsen die Provinz Sachsen-Anhalt der sowjetischen Besatzungszone. Die Provinz Sachsen-Anhalt wurde 1947 in Land Sachsen-Anhalt umbenannt. In diesem Zeitraum wurden die Kreisämter aufgelöst. Bei der Provinzialverwaltung/ab 1947 Landesregierung wurde
eine Abteilung Hochbau geschaffen. Ihr wurden die Staatshochbauämter - die aus den ehemaligen Abteilungen Bauverwaltung der Kreisämter hervorgingen - unterstellt. 1952 wurde das Land Sachsen-Anhalt aufgelöst und aus ihm die Bezirke Halle und Magdeburg gebildet. Bei den neu entstandenen Räten der Bezirke wurde der Bereich Bauwesen dem Bezirksbauamt übertragen.
Enthaltene Karten: 756
Enthaltene Fotos: 1
Laufmeter: 10.2
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
14.04.2025, 8:12 AM CEST
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