B 1.80 Nachlass Joseph Schmitt (Bestand)
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B 1.80
Stadtarchiv Amberg (Archivtektonik) >> B Abteilung Archivgut nichtstädtischer Herkunft >> B 1 Privatpersonen
Joseph Schmitt wurde am 29. September 1894 in Lichtenau bei Ansbach geboren. 1903 kam er nach Amberg. Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte er 1912 die hiesige Lehrerbildungsanstalt. Seine erste Lehreranstellung erhielt er in Furth im Wald, um im Jahr 1919 nach Amberg zurückzukehren. 1920 gründete er den Katholischen Jugendlehrerbund Bayern und bekleidete bis 1930 das Amt des Landesvorsitzenden. 1938 wurde er wegen seiner Überzeugung zwangspensioniert. In den Jahren 1938 bis 1945 arbeitete er trotz angegriffener Gesundheit im Amberger Staats- und Stadtarchiv. In diesen Jahren entstanden sein „Aschacher Sippenbuch“ sowie zahlreiche weitere heimatkundliche Schriften. 1945 wurde Schmitt in Amberg mit dem Amt des Stadtschulrats betraut. In den Folgejahren ordnete er das Schulwesen, gewährte den höheren Schulen Gastrecht in den Volksschulen, gewann die Luitpoldschule von fremder Einquartierung zurück und ein eigenes Gebäude für die Hilfsschule. Untrennbar mit seinem Namen verbunden ist die Errichtung der Dreifaltigkeits- und der Ammersrichter Schule. Von 1945 bis 1949 betreute Joseph Schmitt das Amberger Stadtarchiv. Er war es auch, der das Amberger Volksbildungswerk (die heutige Volkshochschule) und die Volksbücherei (die heutige Stadtbilbiothek) begründete. Gleichzeitig engagierte sich Schmitt als Vorsitzender der Amberger Ortsgruppe des Historischen Vereines für Oberpfalz und Regensburg für die Bekanntmachung der Amberger Stadtgeschichte. In diesen Jahren entstanden seine Sammlungen zur Stadtgeschichte und seine „berühmten Oberpfälzer“ mit mehr als 1000 Namen, die bis heute eine Fundgrube darstellen. An Veröffentlichungen sind zu nennen: „Bedeutende Oberpfälzer im Lichte der Kulturgeschichte“, „Christoph Willibald von Gluck“, im „Amberger Kultur-ABC“ und in der „Oberpfälzer Kulturtafel“. Das Wirken Joseph Schmitts wurde vielfach geehrt. So ernannte ihn die Oberpfälzische Arbeitsgemeinschaft „Bayerische Nordgau“ zum Ehrenmitglied, der Bund der Egerländer Gmoin verlieh ihm das goldende Ehrenzeichen, usw. Am 6. Oktober 1958 starb Stadtschulrat Joseph Schmitt in Amberg.
"Archivierungsgeschichte": Sein Nachlaß wurde dem Stadtarchiv Amberg übergeben. Dieser stellt eine wichtige Quelle für die Familienforschung dar. Behindert wird die Arbeit an diesem Nachlaß an einigen Stellen dadurch, daß sich Joseph Schmitt bei seinen Aufzeichnungen der Gabelsberger Kurzschrift bediente, die heute vollkommen ungebräuchlich ist. Diesen Nachlaß verzeichnete Herr Heinz Martin, das Repertorium schrieben Frau Petra Lehner und Frau Christine Widder. Amberg, im Juli 1998
"Archivierungsgeschichte": Sein Nachlaß wurde dem Stadtarchiv Amberg übergeben. Dieser stellt eine wichtige Quelle für die Familienforschung dar. Behindert wird die Arbeit an diesem Nachlaß an einigen Stellen dadurch, daß sich Joseph Schmitt bei seinen Aufzeichnungen der Gabelsberger Kurzschrift bediente, die heute vollkommen ungebräuchlich ist. Diesen Nachlaß verzeichnete Herr Heinz Martin, das Repertorium schrieben Frau Petra Lehner und Frau Christine Widder. Amberg, im Juli 1998
Archivbestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.05.2026, 13:19 MESZ