Simon ("Syman") Schönstein der Keßler, Bürger zu Ravensburg, und Ehefrau Margreth Strussin bekennen, daß sie Erhard [Fridang], Abt von Weingarten, 114 lb d Landswährung schuldig sind zur Abgeltung von Sterbfallabgaben ("fäll und gläß") für Schwiegervater bzw. Vater Konrad Struss sowie für den vorigen Ehemann der Margreth, Kaspar Schiegg, ferner von der Schwiegermutter bzw. Mutter sowie für den Freikauf der Margretha von der Leibeigenschaft. Da die Aussteller den Betrag nicht in bar bezahlen können, treten sie folgende Zinsen an das Kloster Weingarten ab: von Hans Gast d.J. zu Markdorf 14 ß d, von Jakob und Jos Gutschalck zu Mögenweiler 2 lb d, von Hans Fraid daselbst 1 lb d, von Thoman Müller zu Bergheim 19 ß d, von Michel Schört, seßhaft zu Mögenweiler und Bürger in Markdorf 1 lb 1 ß d. Diese Zinsen haben Konrad Struss und Kaspar Schiegg von den genannten Personen gekauft, wobei der Zins zum Kurs von 20 lb Hauptgut für 1 lb Zins abgelöst werden kann.
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Simon ("Syman") Schönstein der Keßler, Bürger zu Ravensburg, und Ehefrau Margreth Strussin bekennen, daß sie Erhard [Fridang], Abt von Weingarten, 114 lb d Landswährung schuldig sind zur Abgeltung von Sterbfallabgaben ("fäll und gläß") für Schwiegervater bzw. Vater Konrad Struss sowie für den vorigen Ehemann der Margreth, Kaspar Schiegg, ferner von der Schwiegermutter bzw. Mutter sowie für den Freikauf der Margretha von der Leibeigenschaft. Da die Aussteller den Betrag nicht in bar bezahlen können, treten sie folgende Zinsen an das Kloster Weingarten ab: von Hans Gast d.J. zu Markdorf 14 ß d, von Jakob und Jos Gutschalck zu Mögenweiler 2 lb d, von Hans Fraid daselbst 1 lb d, von Thoman Müller zu Bergheim 19 ß d, von Michel Schört, seßhaft zu Mögenweiler und Bürger in Markdorf 1 lb 1 ß d. Diese Zinsen haben Konrad Struss und Kaspar Schiegg von den genannten Personen gekauft, wobei der Zins zum Kurs von 20 lb Hauptgut für 1 lb Zins abgelöst werden kann.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 K U 583
GLAK 7/674
01017
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 K Weingarten, Benediktinerkloster, Karlsruher Ablieferung: Urkunden
Weingarten, Benediktinerkloster, Karlsruher Ablieferung: Urkunden >> Urkunden
1496 November 15 (am zinstag nach sant Martins des hailigen byschoffs tag)
28,9 x 62,2 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Simon ("Syman") Schönstein der Keßler, Bürger zu Ravensburg, und Ehefrau Margreth Strussin
Empfänger: Erhard [Fridang], Abt von Weingarten
Siegler: Hans Hübschlin, Bürgermeister von Ravensburg, und Stoffel Schindelin, Stadtammann daselbst
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 S., 1 besch.
Empfänger: Erhard [Fridang], Abt von Weingarten
Siegler: Hans Hübschlin, Bürgermeister von Ravensburg, und Stoffel Schindelin, Stadtammann daselbst
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 S., 1 besch.
Fraid, Hans
Gast, Hans d.J.
Gutschalck, Jakob
Gutschalck, Jos
Hübschlin, Hans; Bürgermeister
Müller, Thomas
Schiegg, Kaspar
Schiegg, Margreth
Schindelin, Christoph; Stadtammann
Schönstein, Margreth
Schönstein, Simon
Schört, Michel
Struss, Konrad
Struss, Margreth
Bergheim : Markdorf FN; Einwohner
Markdorf FN; Einwohner
Möggenweiler : Markdorf FN; Einwohner
Ravensburg RV; Bürgermeister
Ravensburg RV; Einwohner
Ravensburg RV; Stadtammann
Weingarten RV; Kloster
Weingarten RV; Kloster, Leibeigene
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:29 MEZ
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