Stiftungsverwaltung (Bestand)
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Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein, Ba 83
Landesarchiv Baden-Württemberg, Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein (Archivtektonik) >> Hohenlohe-Zentralarchiv Neuenstein >> Archiv Bartenstein >> Jüngere Bestände (19.-20. Jahrhundert)
1733-1889
Inhalt und Bewertung
Fürst Karl Philipp von Hohenlohe-Bartenstein und seine Brüder Ferdinand und Josef stifteten 1732 bzw. 1747 die Hofkapellenpflegen in Bartenstein und Pfedelbach. Das später noch vermehrte Stiftungskapital sollte die Abhaltung katholischer Gottesdienste und die Erhaltung katholischer Kirchen und Friedhöfe unterstützen. Die Verwaltung der Stiftung übernahmen herrschaftliche Beamte unter Aufsicht der Domänenkanzlei. - 1798 bildete Fürst Ludwig Aloys einen Fonds, der den Namen "Milde Stiftung" erhielt und zur Verbesserung der Besoldung evangelischer Pfarr- und Lehrerstellen bestimmt war. Verwaltung und Rechnungslegung dieser Stiftung besorgten ebenfalls herrschaftliche Beamte.
Gliederung: 1. Hofkapellenpflege Bartenstein; 2. Hofkapellenpflege Pfedelbach; 3. Milde Stiftung Bartenstein.
Die beiden Hofkapellenpflegen Bartenstein und Pfedelbach gingen auf Stiftungen der Grafen Karl Philipp von Hohenlohe-Bartenstein und seiner Brüder Ferdinand und Josef von Hohenlohe-Pfedelbach 1732 bzw. 1747 zurück. Später traten bürgerliche Zustiftungen hinzu. Bei beiden Pflegen sollte das Kapital, das durch Kreditvergaben vermehrt wurde, die Aufwendungen für die Abhaltung katholischer Gottesdienste und für die Erhaltung katholischer Kirchen und Friedhöfe in den beiden Residenzorten bestreiten. Die Verwaltung der Stiftungen und ihre Rechnungslegung besorgten fürstliche Beamte unter Aufsicht der Domänenkanzlei. Beide Stiftungen fanden ihr Ende durch die Inflation 1923. 1798 bildete Fürst Ludwig Aloys zu Hohenlohe-Bartenstein aus den bei der Vergabe von Pfarrstellen herkömmlichen Schatullgeldern, die bisher in die fürstliche Privatkasse geflossen waren, einen Fonds, der zur Verbesserung der Besoldung gering dotierter evangelischer Pfarr- und Schullehrerstellen bestimmt war und die Bezeichnung "Milde Stiftung" erhielt. Auch hier besorgte ein fürstlicher Beamter in Bartenstein Verwaltung und Rechnungslegung. Die Rechnungsrevision nahm das kgl. Konsistorium vor. Der Zeitpunkt der Aufhebung der Stiftung konnte nicht ermittelt werden, doch scheint um 1833 die Verwaltung, möglicherweise auch das Stiftungsvermögen, vom Konsistorium übernommen worden zu sein. Die drei Stiftungsverwaltungen führten eigene, von den übrigen standesherrlichen separierte Registraturen. Erst bei der Neuordnung der Bartensteiner Archive und Registraturen durch den Kanzleiassistenten Max Neeber 1858/1869 wurden die Akten der Stiftsverwaltungen mit der entsprechenden Überlieferung der Domänenkanzlei vermengt und unter der Rubrik "Stiftungen, Unterstützungen, Gnadengaben, Almosen" im Archivrepertorium oberflächlich verzeichnet. Im Zuge der Neuverzeichnung des Archivs Bartenstein nach 1998 wurden die Akten der drei Stiftungsverwaltungen aus dem Verband von Archiv und Domänenkanzlei Bartenstein herausgelöst. Unter strengen Provenienzgesichtspunkten hätte das Schriftgut jeder Stiftungsverwaltung einen eigenen Bestand bilden müssen, doch schien dem Bearbeiter die Zusammenfassung der drei Schriftgutkörper in einem Bestand sinnvoller, um eine weitere Aufsplitterung des Archivs Bartenstein durch die Bildung von Mini-Beständen zu vermeiden. Der Bestand, der die Bezeichnung "Ba 83 Stiftungsverwaltungen" erhielt, wurde von dem Unterzeichneten zwischen 1998 und 2002 verzeichnet und geordnet. Er umfasst in 0,4 lfd. m 41 Büschel. Bei seiner Benutzung sind die einschlägigen Akten der Domänenkanzleibestände und die Rechnungen der beiden Hofkapellenpflegen zu berücksichtigen. Eine Rechnung über die Milde Stiftung liegt in der Bartensteiner Rechnungsüberlieferung nach gegenwärtigem Kenntnisstand nicht vor. Neuenstein, im Januar 2003 Wilfried Beutter
41 Bü (0,4 lfd. m)
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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13.11.2025, 2:39 PM CET