Vor dem Notar Arnold Franz Rodorff erscheinen Gerhard Melchior Rexing und seine Ehefrau Anna Maria Frindrupff und bekennen, dass sie und ihr Bruder und Schwester Caspar Meinard [Rexing] und Maria Elisabeth Rexing die Erbschaft ihrer verstorbenen Eltern Lizentiaten Rexing angetreten und die elterlichen Schulden abzutragen hätten; deswegen wollen sie die eine oder die andere bewegliche Habe verkaufen: Den Anfang machen sie mit ihrem erblichen Erbe Bentrup, Ksp. Enniger, das Caspar Meinard Rexing und Maria Elisabeth Rexing ihrem Herrn Bruder Gerhard Melchior Rexing für 1.550 Reichstaler verkaufen; dieser soll so schnell wie möglich mit ebendiesen 1.550 Rt. die elterlichen Schulden begleichen. Dieser Kaufschein beginnt mit: daß wir endtsbenendte unter Unß gebrüdere und Schwester uns dorthin gütlich verglichen haben, Münster, 1698 März 14, Caspar Meinard Rexing, Jungfer Maria Elisabeth Rexing und Gerhard Melchior Rexing stimmen zu. Die Eheleute Gerhard Melchior Rexing und Anna Maria Frindrupff verkaufen dann erblich das Bentrups Erbe mit allem Zubehör an Johann Werner Walrad Zurmühlen, Dr. beider Rechte, hochfürstl. münsterscher Rat und Assessor am Weltlichen Hofgericht; das Erbe ist unbelastet mit Ausnahme der monatlichen landesherrlichen Schatzung, der Reichs- und Kirchspielsbeschwer (1 Rt., 3 Pfund Wachs, 1 Scheffel Meßkorn); die Kaufsumme beträgt 1.800 Rt., wovon ihnen 250 Rt. sofort bezahlt werden, mit den anderen 1.550 Rt. sollen die Käufer die elterlichen Schulden abbezahlen. Zeugen: Johann Karl Wulffart, Dr. iur. utr. und Johann Wermeling, Kopist im jahr nach Vnsers Einigen Erloesers und Sehligmachers Herrn Jesu Christi gnadentreicher geburth einthausendtsechshundert neuntzig und acht regnante Invictissimo Augustissimoque semper Romanorum Imperatore Leopoldo hujus nominis primo in der sechsten indiction Römer ZinßZahl gnandt ahm Sambstag den acht und Zwanzigsten mohnats Junij umb drey uhren nachmittags 1698 Juni 28 [n.s.]