Ministerium des Kirchen- und Schulwesens/Kultministerium: Angelegenheiten der Evangelischen und der Katholischen Kirche (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 201 a
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Kabinett, Geheimer Rat, Ministerien 1806-1945 >> Ministerium des Kirchen- und Schulwesens/Kultministerium
1806-1952
Überlieferungsgeschichte
1942 vom Kultministerium und 1987 vom Ministerium für Kultus und Sport eingegangen.
Inhalt und Bewertung
Enthält: Allgemeine Verhältnisse der Kirchen, Konkordatsverhandlungen und Bistumsorganisation in Württemberg, Staatsleistungen an die Kirchen
Vorbemerkung von 1967: Der überwiegende Teil (ca. 4 lfd. m) der im Bestand E 203 vereinigten Archivalien umfasst Akten des Ministeriums für Kirchen- und Schulwesen (1806-1817 Geistliches Departement, 1817-1848 Departement Kirchen- und Schulwesen im Ministerium des Innern) über Angelegenheiten der evangelischen und katholischen Kirche, vornehmlich aus dem 19. Jahrhundert. Diese Akten wurden während des 2. Weltkrieges vom Kultministerium übergeben. Unterlagen darüber liegen nicht vor, nach einem Vermerk in dem bisher als Repertorium benützten vorläufigen Verzeichnis erfolgte die Übergabe "um 1942". Da die Registraturen und die noch einbehaltenen Akten des Kultministeriums 1944 den Bombenangriffen zum Opfer fielen, ist die rechtzeitige Abgabe dieses wichtigen Teilbestandes als besonderer Glücksfall zu werten. Dem Bestand wurden die im Dezember 1962 vom Rechnungshof Baden-Württemberg abgelieferten Handakten (ca. 0,30 lfd. m) des Regierunsrats a. D. Karl Aupperle eingegliedert, die in der Hauptsache Materialsammlungen und Erhebungen über die Besitzungen des altwürttembergischen Geistlichen Guts enthalten. Da Regierungsrat Aupperle vor seiner Versetzung zum Rechnungshof bis 1933 im Kultministerium tätig war und die Handakten in dieser Zeit entstanden sind, ist neben dem sachlichen ein provenienzmäßiger Zusammenhang beider Ablieferungen vorhanden. Die Bildung eines besonderen Bestandes E 201a stellte und stellt nur eine vorläufige Regelung dar. Bei einer späteren Neugliederung sind die hier erfassten Archivalien mit den Beständen E 201, E 202 und E 204 zu vereinigen. Die Ablieferung von ("um") 1942 war bisher in einem summarischen Verzeichnis nur unzulänglich erschlossen, eine ausführliche Verzeichnung erwies sich deshalb als notwendig. Dabei sind die Aktentitel teilweise erweitert worden, z. T. waren Hinweise auf die unter einem weit gefassten Obertitel vereinigten Materialien zu geben. Soweit der Umfang nicht besonders vermerkt ist, handelt es sich um Faszikel von mehr als 10 Schriftstücken (Blatt). Der vorliegende Bestand umfasst 75 Bü = ca. 4,3 lfd. m. Stuttgart den 10. April 1967 [Dr. Gregor Richter]
Vorbemerkung von 1987: Am 14. März 1987 wurden dem HStAS von der Registratur des Ministeriums für Kultus und Sport fünf bei Aufräumungsarbeiten gefundene Filmrollen übergeben, die wohl während des Zweiten Weltkrieges angefertigt worden sind. Es handelt sich dabei um Kopien von Schriftstücken, die im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen um die Staatsleistungen an die Kirchen entstanden sein dürften. Das Fehlen von Registraturzeichen bzw. die als "Entwurf" oder "Mehrfertigung" charakterisierten Schreiben sowie die des öfteren auftauchende Paraphe "Mey" lassen den Schluss zu dass es sich dabei um Kopien eines Teils der Handakten des Ministerialdirektors Dr. Meyding handelt. Über die Ursachen der Kopierung der betr. Schriftstücke sind nach dem derzeitigen Erkenntnisstand keinerlei Aussagen möglich. Stuttgart, Juni 1987 Hochstuhl
1942 vom Kultministerium und 1987 vom Ministerium für Kultus und Sport eingegangen.
Inhalt und Bewertung
Enthält: Allgemeine Verhältnisse der Kirchen, Konkordatsverhandlungen und Bistumsorganisation in Württemberg, Staatsleistungen an die Kirchen
Vorbemerkung von 1967: Der überwiegende Teil (ca. 4 lfd. m) der im Bestand E 203 vereinigten Archivalien umfasst Akten des Ministeriums für Kirchen- und Schulwesen (1806-1817 Geistliches Departement, 1817-1848 Departement Kirchen- und Schulwesen im Ministerium des Innern) über Angelegenheiten der evangelischen und katholischen Kirche, vornehmlich aus dem 19. Jahrhundert. Diese Akten wurden während des 2. Weltkrieges vom Kultministerium übergeben. Unterlagen darüber liegen nicht vor, nach einem Vermerk in dem bisher als Repertorium benützten vorläufigen Verzeichnis erfolgte die Übergabe "um 1942". Da die Registraturen und die noch einbehaltenen Akten des Kultministeriums 1944 den Bombenangriffen zum Opfer fielen, ist die rechtzeitige Abgabe dieses wichtigen Teilbestandes als besonderer Glücksfall zu werten. Dem Bestand wurden die im Dezember 1962 vom Rechnungshof Baden-Württemberg abgelieferten Handakten (ca. 0,30 lfd. m) des Regierunsrats a. D. Karl Aupperle eingegliedert, die in der Hauptsache Materialsammlungen und Erhebungen über die Besitzungen des altwürttembergischen Geistlichen Guts enthalten. Da Regierungsrat Aupperle vor seiner Versetzung zum Rechnungshof bis 1933 im Kultministerium tätig war und die Handakten in dieser Zeit entstanden sind, ist neben dem sachlichen ein provenienzmäßiger Zusammenhang beider Ablieferungen vorhanden. Die Bildung eines besonderen Bestandes E 201a stellte und stellt nur eine vorläufige Regelung dar. Bei einer späteren Neugliederung sind die hier erfassten Archivalien mit den Beständen E 201, E 202 und E 204 zu vereinigen. Die Ablieferung von ("um") 1942 war bisher in einem summarischen Verzeichnis nur unzulänglich erschlossen, eine ausführliche Verzeichnung erwies sich deshalb als notwendig. Dabei sind die Aktentitel teilweise erweitert worden, z. T. waren Hinweise auf die unter einem weit gefassten Obertitel vereinigten Materialien zu geben. Soweit der Umfang nicht besonders vermerkt ist, handelt es sich um Faszikel von mehr als 10 Schriftstücken (Blatt). Der vorliegende Bestand umfasst 75 Bü = ca. 4,3 lfd. m. Stuttgart den 10. April 1967 [Dr. Gregor Richter]
Vorbemerkung von 1987: Am 14. März 1987 wurden dem HStAS von der Registratur des Ministeriums für Kultus und Sport fünf bei Aufräumungsarbeiten gefundene Filmrollen übergeben, die wohl während des Zweiten Weltkrieges angefertigt worden sind. Es handelt sich dabei um Kopien von Schriftstücken, die im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen um die Staatsleistungen an die Kirchen entstanden sein dürften. Das Fehlen von Registraturzeichen bzw. die als "Entwurf" oder "Mehrfertigung" charakterisierten Schreiben sowie die des öfteren auftauchende Paraphe "Mey" lassen den Schluss zu dass es sich dabei um Kopien eines Teils der Handakten des Ministerialdirektors Dr. Meyding handelt. Über die Ursachen der Kopierung der betr. Schriftstücke sind nach dem derzeitigen Erkenntnisstand keinerlei Aussagen möglich. Stuttgart, Juni 1987 Hochstuhl
79 Büschel
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ
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