Beschwerden über das sittliche Verhalten und die Dienstführung von Pfarrern und kirchlichen Angestellten
Vollständigen Titel anzeigen
01.01, 4422
Vorl. Nr.: 62
01.01 Konsistorialregistratur
Konsistorialregistratur >> II. Kirchen-, Pfarr- und Armensachen >> II.27 Dienstliche und außeramtliche Führung der Geistlichen sowie Auszeichnungen derselben. Ausstellung von Zeugnissen
1773 - 1860
Enthält u.a.: Beschwerde gegen Pastor Köppen, Detmold wegen angeblicher außerehelicher Beziehungen (Mädchen der Paulinenanstalt, Ehefrau des Tagelöhners Haubtmann), 1860; Pastor Jenin, Lieme wegen Trunkenheit, 1773; Verdächtigung von Pfarrer Schmidt in Lemgo gegen den Kandidaten Kotzenberg wegen persönlicher Differenzen, 1855; Beschwerde des Bürgers Schierenberg und des Sattlers Reineke in Horn wegen Überschreitung der Amtsbefugnis und Verweigerung einer Amtshandlung bei einer Taufe durch Pastor Wippermann, 1851; Beschwerde des Leinewebers Siemers in Horn gegen Pfarrer Kapelle wegen angeblicher Schwängerung seiner jetzigen Ehefrau durch den Pfarrer, 1797; Beschwerde des Pfarrers Melm gegen den Küster Rieke in Falkenhagen der sich an einigen Sonntagen im Dienst vertreten lassen möchte, 1852; Beschwerde des Lehrers Ottemeier in Rischenau gegen Pfarrer Melm in Falkenhagen wegen Beleidigung und persönlicher Differenzen, 1848; Beschwerde wegen eines Treffens von Pfarrern, u.a. Plessmann aus Schötmar am Abend in Ahmsen, 1831; "Dienstwiedrigkeit" Holzapfel in Lemgo, 1837; Beschwerde des Tramsmeier aus Humfeld gegen Pastor Vette in Bega, der die Kinder durch den Konfirmandenunterricht vom Schulbesuch abhalte, 1813; Bitte des Pastor Vogt in Augustdorf, eine Ordination für das Ausland auszustellen, da er in Lippe keine Verdienstmöglichkeit mehr sieht wegen Teilnahme an unerlaubtem Spiel im Kruge zu Hiddesen mit Waldschützen, 1826
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:44 MEZ