Walter Hoerder (Bestand)
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7NL 133B
Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland (Archivtektonik) >> 7NL Nachlässe >> 7NL 133B Walter Hoerder
Bestandsbeschreibung: Walter Hoerder (1904-1999) war langjähriger Presbyter der Gemeinde Koblenz. In den 1920er und 1930er Jahren engagierte er sich in der Evangelischen Bühnengilde Koblenz, einer zwischen 1922 und 1935 bestehenden Laienschauspielergruppe, die das kulturelle Leben der Gemeinde Koblenz in der Zeit der Weimarer Republik maßgeblich prägte. Die Bühnengilde brachte Theaterstücke zur Aufführung, deren Inhalte von religiöser Erbauung bis zu geselliger Unterhaltung reichte und verstand ihre Arbeit als Dienst an der Gemeinde. Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme wurden die Gestaltungsspielräume für die Bühnengilde immer enger, bis sie im Frühjahr 1935 ihre Arbeit einstellen musste. Der Nachlass von Walter Hoerder wurde 2003 zur dauerhaften Aufbewahrung an die Evangelische Archivstelle Boppard übernommen und 2005 von Dr. Reinhard Schmidt verzeichnet und durch das vorliegende Findbuch erschlossen. Der Bestand umfasst 19 Verzeichnungseinheiten, die in zehn Archivkartons verpackt sind. Die Dokumente stammen aus einem Zeitraum von 1890 bis 1967 (in einem Einzelfall bis 1985), einige Bücher aus der Sammlung sind älteren Datums (u.a. 1742, 1804, 1845). Der Nachlass besteht zum einen Teil aus persönlichen Unterlagen wie Briefen, Postkarten, Fotos und weiteren Dokumenten, ergänzt durch eine Sammlung von Zeitungsartikeln, Büchern und einigen Objekten aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Der zweite Teil des Bestandes dokumentiert die Tätigkeit der Bühnengilde Koblenz und umfasst zahlreiche Textbücher für Theaterstücke und Schriftgut der Bühnengilde wie Korrespondenz, Programmzettel, Skizzen von Bühnenbildern, Jahresberichte und ein Protokollbuch.
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ