Außenministerium (MA) (Bestand)
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Bayerisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik) >> Beständetektonik des Bayerischen Hauptstaatsarchivs >> 2 Abteilung II: Neuere Bestände >> 2.17 Thematische Findmittel >> 2.17.1 Akten zum Hitlerputsch 1923 und zum Hitlerprozess >> Hitlerputsch
1920-1930
Vorbemerkung: Das thematische Findmittel zum Hitlerputsch entstand anlässlich des Gedenkjahres 2023, in dem sich die Ereignisse um den 8. und 9. November 1923 zum hundertsten Mal jähren. Der Hitlerputsch in München bildete den Kulminationspunkt der Krisenjahre während der frühen Weimarer Republik und bedeutete eine Zäsur für die weitere Entwicklung der ersten deutschen Demokratie. Infolge des gescheiterten Putschversuchs änderte Hitler seine Taktik zur Erringung der Macht und weitete seinen Agitationsbereich über Bayern hinaus aus. Später deuteten die Nationalsozialisten den Umsturzversuch propagandistisch zum Mythos und Kult um. Bayern erlebte nach dem Hitlerputsch zunächst eine tiefe innenpolitische Krise und wurde 1924 zum Schauplatz des Hitler-Ludendorff-Prozesses vor dem Volksgericht in München. Dessen Verlauf und das milde Urteil wurden teils scharf kritisiert. Im Anschluss gab es auch Bemühungen den Putschversuch mit parlamentarischen Mitteln aufzuarbeiten, indem durch den Bayerischen Landtag ein Untersuchungsausschuss eingesetzt wurde. In den Jahren ab 1924 trat, auch in Bayern, eine vorübergehende Stabilisierung der Weimarer Republik ein. Bei den hier vorliegenden 32 Akten zum Hitlerputsch handelt es sich um eine thematische Auswahl bedeutender Akten aus den drei einschlägigen Beständen „Landtag“, „Außenministerium (MA)“ und „Innenministerium (MInn)“ der Abteilung II (Neuere Bestände) des Bayerischen Hauptstaatsarchivs. Die Archivalien geben sowohl Einblicke in die Vorgeschichte und Hintergründe des Umsturzversuchs als auch in die Ereignisse selbst und enthalten Unterlagen zur nachfolgenden Aufarbeitung. Darüber hinaus werden die zeitgenössischen Reaktionen und Diskurse anhand von Beilagen wie Presseartikeln oder Flugblättern deutlich. Das Findmittel deckt daher nicht nur das Jahr 1923 ab, sondern umfasst die Jahre 1920 bis 1932. Alle Archivalien des Findmittels Hitlerputsch stehen online als Volldigitalisate zur Verfügung und sind uneingeschränkt benutzbar. Die getroffene Auswahl an Archivalien ist nicht abschließend, sondern stellt eine zentrale Quellengrundlage zum Hitlerputsch dar. Weitere Archivalien werden sowohl im Bayerischen Hauptstaatsarchiv (unter anderem in den Abteilungen IV Kriegsarchiv und V Nachlässe und Sammlungen) wie auch in den jeweiligen Staatsarchiven verwahrt. Das Findbuch Außenministerium (MA) zum Hitlerputsch umfasst dreizehn Archivalien aus dem Bestand „Außenministerium“. Diese beinhalten die Überlieferung zum Thema Umsturzbewegungen im Reich mit Akten zum Hitlerputsch, aber auch zum Kapp-Putsch 1920. Den Schwerpunkt bilden die Protokolle des Hitler-Ludendorff-Prozesses vor dem Volksgericht München im Jahr 1924 und die Aufzeichnungen des Untersuchungsausschusses seit Beginn der Beratungen 1927. Die Akten enthalten zudem Flugblätter, Druckschriften, Landtagsdrucksachen und Zeitungsausschnitte. August 2022 Julia Oberst, Maria Stehr
Außenministerium (MA)
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Bestand
Akten
ger
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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