Maritz von der Albem zu Truebenpach (1) und seine Mutter Anna bestätigen, dass der verstorbene Erzbischof Bernhard von Salzburg ihnen auf Lebenszeit die Veste und Pflege Lebenaw (2) mit dem Landgericht überlassen hatte, was auch durch den verstorbenen Dompropst Kaspar, den Dekan und das gesamte Domkapitel bestätigt worden war. Sie leisten nun vor Erzbischof Friedrich [V.] von Salzburg Verzicht und übertragen Gericht, Pflege und Veste an den Erzbischof zurück. Als Entschädigung hat ihnen der Erzbischof auf Lebenszeit die jährliche Zahlung von 32 Gulden zugesagt, die vierteljährlich in Raten fällig sind. Verheiratet sich Anna wieder, fällt die gesamte Summe an ihren Sohn Moritz. Sollte Moritz in Diensten des Erzbischofs Schaden nehmen, soll er dies dem Hauptmann oder Marschall anzeigen und den Schaden begutachten lassen. Die Begleichung hat innerhalb eines Jahres zugeschehen. Sollten seine Forderungen auf diese Weise nicht beglichen werden, soll er sie vor dem erzbischöflichen Rat geltend machen. Zeugen: Friderich Plannckenfelser und Oswald Elsennhaimer, Stadtrichter zu Salzburg. Empfänger: Salzburg: Erzstift. Siegler: S1: Alben, Moritz von der, zu Triebenbach. S2: Überäcker, Virgil, zum Sighartstein
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Maritz von der Albem zu Truebenpach (1) und seine Mutter Anna bestätigen, dass der verstorbene Erzbischof Bernhard von Salzburg ihnen auf Lebenszeit die Veste und Pflege Lebenaw (2) mit dem Landgericht überlassen hatte, was auch durch den verstorbenen Dompropst Kaspar, den Dekan und das gesamte Domkapitel bestätigt worden war. Sie leisten nun vor Erzbischof Friedrich [V.] von Salzburg Verzicht und übertragen Gericht, Pflege und Veste an den Erzbischof zurück. Als Entschädigung hat ihnen der Erzbischof auf Lebenszeit die jährliche Zahlung von 32 Gulden zugesagt, die vierteljährlich in Raten fällig sind. Verheiratet sich Anna wieder, fällt die gesamte Summe an ihren Sohn Moritz. Sollte Moritz in Diensten des Erzbischofs Schaden nehmen, soll er dies dem Hauptmann oder Marschall anzeigen und den Schaden begutachten lassen. Die Begleichung hat innerhalb eines Jahres zugeschehen. Sollten seine Forderungen auf diese Weise nicht beglichen werden, soll er sie vor dem erzbischöflichen Rat geltend machen. Zeugen: Friderich Plannckenfelser und Oswald Elsennhaimer, Stadtrichter zu Salzburg. Empfänger: Salzburg: Erzstift. Siegler: S1: Alben, Moritz von der, zu Triebenbach. S2: Überäcker, Virgil, zum Sighartstein
Erzstift Salzburg Urkunden, BayHStA, Erzstift Salzburg Urkunden 326
HU Salzburg 523; GU Laufen 108
Erzstift Salzburg Urkunden
Erzstift Salzburg Urkunden >> 1401-1500
1492 Januar 9
Fußnoten:
1) Triebenbach (Gde. Laufen, Lkr. Berchtesgadener Land)
2) Lebenau (Gde. Fridolfing, Lkr. Traunstein)
1) Triebenbach (Gde. Laufen, Lkr. Berchtesgadener Land)
2) Lebenau (Gde. Fridolfing, Lkr. Traunstein)
Erzstift Salzburg Urkunden
Perg.
Urkunden
ger
Besiegelung/Beglaubigung: Beide Sg. fehlen
Überlieferung: Or.
Sprache: dt.
Ausstellungsort: Salzburg
Vermerke: RV: Reversale Mauricii de Alben et Anne matris sue ex parte provisionis annue videlicet dnr. lbr. 32 ad dies eorum iuxta literam No 2 Umschlag: Verschreibung des Moriz von der Alben zu Triebenbach und dessen Mutter um 32 fl ... jährl. Provision, welche denenselben Erzb. Bernhard vor die Abtrettung der Vest Pfleg und Landght Lebenau ausgeworffen C 2 rot: Nr. 197
Originaldatierung: Salczburg an montag nach sannd Erhartstag 1492
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1492
Monat: 1
Tag: 9
Überlieferung: Or.
Sprache: dt.
Ausstellungsort: Salzburg
Vermerke: RV: Reversale Mauricii de Alben et Anne matris sue ex parte provisionis annue videlicet dnr. lbr. 32 ad dies eorum iuxta literam No 2 Umschlag: Verschreibung des Moriz von der Alben zu Triebenbach und dessen Mutter um 32 fl ... jährl. Provision, welche denenselben Erzb. Bernhard vor die Abtrettung der Vest Pfleg und Landght Lebenau ausgeworffen C 2 rot: Nr. 197
Originaldatierung: Salczburg an montag nach sannd Erhartstag 1492
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1492
Monat: 1
Tag: 9
Überacker: Virgil\ zum Sighartstein
Alben: Moritz von der\ zu Triebenbach
Alben: Moritz von der\ Pfleger, Lebenau
Alben: Anna von der
Elsenheimer: Oswald, Stadtrichter, Salzburg
Plankenfelser: Friedrich
Salzburg (krfr.St., Salzburg, A), Erzstift: Erzbischöfe\ Friedrich V.
Salzburg (krfr.St., Salzburg, A), Domkapitel: Pröpste\ Kaspar
Triebenbach (Gde. Laufen, Lkr. Berchtesgadener Land)
Lebenau (Gde. Fridolfing, Lkr. Traunstein), Gericht: Pflege
Lebenau (Gde. Fridolfing, Lkr. Traunstein), Gericht
Lebenau (Gde. Fridolfing, Lkr. Traunstein): Veste
Salzburg (krfr.St., Salzburg, A), Erzstift: Hauptmannschaft
Salzburg (krfr.St., Salzburg, A), Erzstift: Erzbischöflicher Rat
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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03.04.2025, 1:27 PM CEST
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