Die Äbtissin Katharina zu Essen bekundet: Sie hat nach dem Rat ihrer Mannen, Dienstm-annen und Freunde durch zwei ihrer Mannen den Lehnsmann Wenemar von Breitbach (Breyd-), Sohn des Ritters Wenemar von Breitbach, wegen der anhaltenden Übergriffe auf die kurmutpflichtigen Leute des Hofes ton Proffen, den er zu Lehen hat, auf die Kemenate zu Essen geladen. Dort ist vor dem Richter der Mannen und Dienstmannen durch zwei von ihnen und durch den Freivogt Recht gewiesen worden. Danach darf weder Wenemar noch sonst jemand in das alte Recht dieser Leute eingreifen. Wenemar soll das Unrecht und den angerichteten Schaden wiedergutmachen und als Recht bewahren, was er bei der Belehnung beschworen hat. Wenn er dies nicht tut, fällt das Lehen heim und die Äbtissin kann ihn wegen des gebrochenen Lehnse-ides verklagen. Hierfür ist ihm eine ausr-eichende Frist eingeräumt worden. Wenemar hat dies beschworen. Da aber bis jetzt noch nichts geschehen ist, bittet die Äbtissin den Burggrafen von Rheineck (Rynegghe), ihren Schulten zu Breisig (Brysich), seine Pflicht zu tun. - Zeugen: die Mannen und Dienstmannen Konrad der Alte von Dahlhausen (Dalhusen), Everd von Leithe (Leyten) gen. der Groyne, Hinrich oppen Berge, Evert Ouelacker, Ludwig oppen Dike, Hinrich van der Lune, Wenemar von Leithe, Hinrich von Leithe, Wetzel von Weindorf (Weydinchtorpe), Brun von der Knippenburg (Knyppenborgh), Alef der Quayde, Symon von Rode, Alef myt dem Worpe und Hermann der Heket. - Es siegeln die Äbtissin und die Zeugen. file://fn@01

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
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