Ministerpräsident Filbingers Freiburger Erklärungen zur Möglichkeit privater Konfessionsschulen in der Kritik der Landespressekonferenz
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/002 D671003/601
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/002 Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg des SDR 1958-1970
Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg des SDR 1958-1970 >> 1967 >> Mai
6. Mai 1967
Filbinger hatte in seiner Freiburger Erklärung hervor gehoben, dass sich die Landesregierung um ein befriedigendes Verhältnis zur katholischen Kirche bemühe. Es gebe jedoch kein Zurück mehr hinter die von Regierung und Parlament festgelegte Linie. Die Möglichkeit staatlicher Konfessionsschulen sei für die Zukunft ausgeschlossen. Er halte jedoch eine Ausdehnung des in Südwürttemberg- Hohenzollern bestehenden Rechts zur Errichtung privater Konfessionsschulen auf das ganze Land für möglich. (O-Ton) Hans Filbinger, Dr., CDU, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, vor der Landespressekonferenz: Es käme auf die Bewährung der staatlich hundertprozentig geförderten privaten Konfessionschule an / Nur wenn seine Erklärung ein Angebot an die Kirche gewesen wäre, hätte sie vorher im Kabinett beraten werden müssen / Seine bevorstehende römische Reise hat nichts mit dem Thema zu tun / Warum er in Freiburg das Thema aufgeworfen hat / (3'30)
(O-Ton) Kurt Angstmann, SPD, Finanzminister von Baden-Württemberg: Der Ministerpräsident hat seine Erklärung hier gewiss abgegeben, um der Presse eine Freude zu machen und die Opposition zu beruhigen / Für die SPD ist die Schulfrage mit der bekannten Beschlussfassung erledigt / (1'59)
(O-Ton) Hans Filbinger, Dr., CDU, Ministerpräsident von Baden-Württemberg: Es gibt im Kabinett keine Diskussionen mehr zur Schulfrage / Der Glaube nutzt in der Politik nicht viel, man braucht Realitäten / Entwicklung in Südwürttemberg abwarten / Die Badener würden nicht zur Konfessionsschule umschwenken wollen / (3'20)
(O-Ton) Kurt Angstmann, SPD, Finanzminister von Baden-Württemberg: Stimmt dem Vorredner im letzten Punkt zu / (0'10)
(O-Ton) Hans Filbinger, Dr., CDU, Ministerpräsident von Baden-Württemberg: hat, die konkrete Umsetzung seiner Überlegungen betreffend, "so weit nicht gedacht" / (0'03)
(O-Ton) Wilhelm Hahn, Prof. Dr., CDU, Kultusminister von Baden-Württemberg: Die Angelegenheit ist abgeschlossen und wird in absehbarer Zeit nicht aufgerollt werden / Lösung, die schulischen Anforderungen und kirchlichen Wünschen genügt / Das Grundgesetz erlaubt die Errichtung nicht dotierter privater Schulen in allen Ländern / Der Ministerpräsident hat in seiner Erklärung ein reines Denkmodell angeschnitten / (2'16)
(O-Ton) Kurt Angstmann, SPD, Finanzminister von Baden-Württemberg: Der Ministerpräsident hat seine Erklärung hier gewiss abgegeben, um der Presse eine Freude zu machen und die Opposition zu beruhigen / Für die SPD ist die Schulfrage mit der bekannten Beschlussfassung erledigt / (1'59)
(O-Ton) Hans Filbinger, Dr., CDU, Ministerpräsident von Baden-Württemberg: Es gibt im Kabinett keine Diskussionen mehr zur Schulfrage / Der Glaube nutzt in der Politik nicht viel, man braucht Realitäten / Entwicklung in Südwürttemberg abwarten / Die Badener würden nicht zur Konfessionsschule umschwenken wollen / (3'20)
(O-Ton) Kurt Angstmann, SPD, Finanzminister von Baden-Württemberg: Stimmt dem Vorredner im letzten Punkt zu / (0'10)
(O-Ton) Hans Filbinger, Dr., CDU, Ministerpräsident von Baden-Württemberg: hat, die konkrete Umsetzung seiner Überlegungen betreffend, "so weit nicht gedacht" / (0'03)
(O-Ton) Wilhelm Hahn, Prof. Dr., CDU, Kultusminister von Baden-Württemberg: Die Angelegenheit ist abgeschlossen und wird in absehbarer Zeit nicht aufgerollt werden / Lösung, die schulischen Anforderungen und kirchlichen Wünschen genügt / Das Grundgesetz erlaubt die Errichtung nicht dotierter privater Schulen in allen Ländern / Der Ministerpräsident hat in seiner Erklärung ein reines Denkmodell angeschnitten / (2'16)
0:15:12; 0'15
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg
Baden-Württemberg
Kirche: Katholische Kirche
Konfessionsschule
Schule: Christliche Gemeinschaftsschule
Schule: Landschulreform
Sechziger Jahre
Information on confiscated assets
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BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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