Anspruch auf das Patronatsrecht in Berg bei Nideggen, mit dem der Appellat von dem Herzog zu Jülich belehnt worden war. Zur Wahrung seiner Rechte auf das Lehen hatte der Appellat bei der Vorinstanz geklagt, da die Appellantin bei geistlichen Gerichten günstige Urteile erwirkt hatte, wobei sie behauptete, die Kirchengift gehöre zu dem adligen Haus Luppenau. Die Appellantin beruft sich bei ihrer RKG-Appellation gegen einen Beschluß über die Annahme der Klage durch die Vorinstanz darauf, daß der Streitfall schon vor geistlichen Gerichten mit einem für sie günstigen Urteil beendet worden sei. Dagegen wendet der Appellat ein, daß ein Berufungsverfahren nur gegen ein Endurteil möglich und bei Possessionssachen nicht mit dem jül. Appellationsprivileg vereinbar sei.
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Anspruch auf das Patronatsrecht in Berg bei Nideggen, mit dem der Appellat von dem Herzog zu Jülich belehnt worden war. Zur Wahrung seiner Rechte auf das Lehen hatte der Appellat bei der Vorinstanz geklagt, da die Appellantin bei geistlichen Gerichten günstige Urteile erwirkt hatte, wobei sie behauptete, die Kirchengift gehöre zu dem adligen Haus Luppenau. Die Appellantin beruft sich bei ihrer RKG-Appellation gegen einen Beschluß über die Annahme der Klage durch die Vorinstanz darauf, daß der Streitfall schon vor geistlichen Gerichten mit einem für sie günstigen Urteil beendet worden sei. Dagegen wendet der Appellat ein, daß ein Berufungsverfahren nur gegen ein Endurteil möglich und bei Possessionssachen nicht mit dem jül. Appellationsprivileg vereinbar sei.
AA 0627, 4677 - R 561/1794
AA 0627 Reichskammergericht, Teil VII: P-R
Reichskammergericht, Teil VII: P-R >> 3. Buchstabe R
1573 - 1579 (1572 - 1578)
Enthaeltvermerke: Kläger: Witwe des Johann von Reuschenberg zu Luppenau, Barbara von Berg gen. Blens (Blentz), (Bekl.) Beklagter: Bertram Kolff (Kolb) zu Blens, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. Wilhelm Wildthelm 1573 ? Dr. Johannes Vest ? Dr. Malachias Ramminger ? Dr. Johann Grönberger [1575] 1577 Prokuratoren (Bekl.): Dr. Christoph Reiffsteck 1573 ? Lic. Philipp Seiblin ? Dr. Johann Brentzlin ? Dr. Johann Vest Prozeßart: Primae appellationis Instanzen: 1. Jül. Kommissare zu Düsseldorf 1572 - 1573 ? 2. RKG 1573 - 1579 (1572 - 1578) Beweismittel: Acta priora (Q 5). Beschreibung: 3,5 cm, 98 Bl., gebunden, Q 1 - 12, Q 14 - 19; Q 13 * fehlt. Lit.: Aegidius Müller, Beiträge zur Geschichte des Herzogthums Jülich, Bd. 2, Bochum 1868, S. 161ff., 166f.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:26 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil VII: P-R (Bestand)
- 3. Buchstabe R (Gliederung)