Propst Heinrich und der Konvent des Gotteshauses zu Beuron im Konstanzer Bistum vom Orden der Augustinerchorherren bekunden: Der verstorbene edle feste Junker Friedrich von Enzberg d. Aussteller hatte ihnen 400 fl rh gegeben, wofür zum Lobe Gottes, seiner Mutter Maria und allem himmlischem Heer, zu seinem und seiner Vorfahren und aller gläubigen Seelen Trost und Hilfe eine ewige Messe auf dem Katharinenaltar in ihrem Gotteshaus gestiftet werden sollte; es sollte täglich ein gesungenes Amt oder eine gesprochene Messe gehalten werden, auch Tag und Nacht vor diesem Altar ein ewiges Licht brennen, dazu viermal im Jahr zu den vier Fronfasten ein Jahrtag gehalten werden. Nach Aufforderung durch den edlen festen Junker Hans von Enzberg, Junker und Kastenvogt der Aussteller, haben letztere ihm eine Urkunde ausgestellt und versprechen ihre Einhaltung. Wenn einer von Enzberg auf Schloß Bronnen wohnt, soll auf sein Begehren dreimal in der Woche ein Priester aus Beuron dort Messe halten; an diesen Tagen braucht die Messe am Katharinenaltar nicht gehalten zu werden. Die an den vier Fronfasten zu haltenden Jahrtage sollen sie sonntags vorher von der Kanzel verkünden. Sie sollen dann mittwochs zur Nacht zur Hilfe aller von Enzberg eine Vigil singen, sodann bei dem Begräbnisplatz derer von Enzberg vor dem Katharinenaltar ein Requiem mit gesprochenem Placebo. Am Donnerstag sollen sie ein Seelenamt singen, dann ein Liebfrauenamt; zwischen den Ämtern sollen alle Priester Messe lesen, nach den Ämtern und Messen ein Placebo und Salve singen. Der Propst soliden Herren des Konvents zu allen Fronfasten 1 lb 5 ß h geben und in die Küsterei 15 pf für Licht