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CDU-Ratsfraktion (Bestand)
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Historisches Archiv der Stadt Köln (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe, Partei-, Vereins-, Familienarchive >> Buchstabe C
Vorlagen, Mitteilungen, Niederschriften, Beschlüsse, Anfragen zu verschiedenen Ausschüssen (1975-1984); Arbeitskreise, Arbeitsgruppen der CDU-Fraktion (1979-1983); Einladungen zu Bürgerbeteiligungen (1982-1983); Verfügungen, Anordnungen des Oberstadtdirektors (1979-1982); Parkraumsituation in Köln (1979-1982); Sanierungsgebiet Severinsviertel (1978-1982); Sanierungsgebiet Mülheim-Nord (1980-1982); öffentlicher Personennahverkehr (1973- 1984); Stadtsanierung allgemein (1978-1983); Landes- und Stadtentwicklungsplan (1971- 1982); Bauleitplanung und Bebauungspläne (1981-1982); Investitionsprogramm (1980- 1981); Programme von CDU und SPD (1975-1982); Druckschriften, Rundschreiben des Landschaftsverbandes Rheinland, von städtischen Betrieben; Jugendarbeit der CDU (1980).
1) Zur Geschichte der Kölner CDU und ihrer Rathausfraktion
Am 19. August 1945 ist die Ortspartei von Stadt und Land Köln der Christlich Demokratischen Union gegründet worden - 14 Tage vor Gründung der rheinischen CDU am 2. September 1945.
Im ersten Jahr ihrer Tätigkeit gab es noch keine parlamentarische Vertretung. Die Befehlsgewalt lag in den Händen der Militärregierung, die zunächst von ihr berufene Körperschaften einsetzte.
So setzte sich die neue Stadtverordnetenversammlung, die am 1. Oktober 1945 erstmalig zusammentrat, nach einem von der Militärregierung bestimmten Schlüssel aus Vertretern bestimmter Berufsgruppen und Organisationen verschiedener Art zusammen.
Die Parteien waren zahlenmäßig wie folgt vertreten:
CDU 9 (Albers, Filz, Günther, Koppmann, Dr. Pferdmenges, Quadmechels, Schaeven, Schlack, Frau Teusch)
SPD 7
KPD 5
Die parteilose Gruppe Bauwens hatte 3 Vertreter.
Am 17. Januar 1946 wurden weitere Vertreter der Bürgerschaft zur Mitarbeit in der Verwaltung der Stadt Köln durch den Kommandanten der Militärregierung für den Stadtkreis Köln Oberstleutnant J. M. White berufen. Die Zahl der Stadtverordneten stieg auf 58, davon gehörten 20 der CDU an (Albers, Band, Binot, Breiken, Frau Encke, Filz, Dr. Fuchs, Frau Gerig, Günther, Hövelborn, Keller, Koppmann, Dr. Pferdmenges, Pimpertz, Quademechels, Sampels, Schaeven, Schlack, Frau Teusch, Thommes).
Nach der 1. freien Wahl am 13. Oktober 1946 trat an die Stelle der von der britischen Militärregierung ernannten Stadtvertretung eine vom Vertrauen der ganzen Bürgerschaft gewählte Stadtvertretung.
Die CDU errang die absolute Mehrheit. Sie blieb bis 1956 die stärkste Fraktion.
Wahlergebnisse der CDU
Stadtvertreter- Stimmenanteil gewon. Sitze Gesamtsitzzahl
13. 10. 1946 53,4 % 41 51
17. 10. 1948 42,5 % 19 44
9. 11. 1952 43,0 % 31 66
28. 10. 1956 41,9 % 29 66
19. 3. 1961 45,4 % 30 66
27. 9. 1964 38, 1 % 27 67
9. 11. 1969 38,6 % 26 67
Wie die Tabelle zeigt, wies der jeweils gebildete Bat bei den Stadtvertreterwahlen nach dem Krieg eine unterschi???liche Zahl von Sitzen auf. Nach 51 Sitzen im Jahre 1946 ging seine Zahl im Jahre 1948 auf nur 44 zurück, stieg 1952 auf 66 an, um dann ab 1964 jeweils 67 zu umfassen.
Die Gesamtzahl der zu wählenden Vertreter war letztlich vom Ausgang der Wahl selbst abhängig. Im Anschluß an die Ergebnisfeststellung der direkten Wahl folgte die Berechnung von zusätzlichen Sitzen aus der Reserveliste für die unterlegenen Parteen, und zwar nach Verhältniswahl grundsätzen und unter Bezug auf die von der erfolgreichsten Partei erzielten Stimmenanteile und Sitze.
1952 wurde durch Änderung des Gemeindewahlgesetzes die Gesamtzahl der Vertreter für Stadtkreise mit einer Bevölkerungszahl über 600 000 Einwohnern auf 66 festgelegt.
Um die bei geraden Sitzzahlen (66) vorkommende Stimmengleichheit bei Abstimmungen und Losentscheidungen zu vermeiden, wurde 1964 erstmals die Gesamtzahl der Sitze um einen erhöht, und zwar nicht durch die Bildung eines zusätzlichen Wahlbezirks für die direkte Wahl, sondern zur Wahl aus der Reserveliste.
Vorsitzende der CDU-Fraktion waren
Peter Josef Schaeven 1945 - Herbst 1956
Dr. Franz Lemmens 1956 - März 1968
Rudi Conin März 1968 - Juni 1971
Dr. Gerhard Meyer 29. Juni 1971 -
2) Quellen und Literatur
Bestand 1193: Nachlaß Leo Schwering
Statistisches Jahrbuch der Stadt Köln 1952, 1961, 1964
Statistische Mitteilungen der Stadt Köln, 3. Jg., 1948, Heft 3
Sonderheft der Statistischen Mitteilungen der Stadt Köln: Die Stadtverordnetenwahl an 9. November 1952 in Köln, 7. Jg., 1952
Verhandlungen der Stadtverordneten-Versammlung zu Köln, 1945 ff.
Leo Schwering, Die Entstehung der CDU, Köln 1946
Leo Schwering, Vorgeschichte und Entstehung der CDU, Köln 1952
Leo Schwering, Frühgeschichte der christlich-demokratischen Union, Recklinghausen 1963
Auf der Suche nach dem Kurs
Zur Erinnerung an die Gründung der CDU im Rheinland vor 25 Jahren, hrsg. von Leo Schwering, Köln 1970
10 Jahre Christlich-Demokratische Union in Köln, Festschrift, Köln 1955
3) Aktenübernahme und Ordnungsverfahren
Die hier vorliegenden Akten der CDU-Fraktion sind im Jahre 1971 vom Historischen Archiv der Stadt Köln übernommen worden (Acc. 264). Sie stammen aus den Jahren 1955 - 1970. Akten aus dem vorhergehenden Zeitraum sind bei der Fraktion vernichtet worden.
Im Bestand befindliche Druckschriften sind in die Dienstbücherei des Archivs aufgenommen worden.
Protokolle über Ausschußsitzungen wurden, soweit sie im Bestand 5: Oberstadtdirektor vorhanden sind, kassiert.
Die Akten wurden den Stehordnern und Schnellheftern entnommen, von Metallteilen befreit und umgebettet. Nach der Titelaufnahme wurden sie sachlich geordnet. Ein Aktenplan der Fraktion lag nicht vor. Der geordnete Bestand umfaßt 17 Kartons.
Das Repertorium wurde von Frau Kropat geschrieben.
Im Juli 1973
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.