Heinrich Tuting
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Stadt Minden A III Urkunden der städtischen Hospitäler, 189
Stadt Minden A III Urkunden der städtischen Hospitäler Urkunden der städtischen Hospitäler
Urkunden der städtischen Hospitäler
1557 Sept. 29 {"am dage Michaelis archangelj"}
Regest: Heinrich Tuting ("Hinrich Tutyn[ck]" bekundet, dass er der Gese, der Witwe des Cord Wiedensahl ("[van der] dogentsamen Gesen Zaligen Cort Widensals nagela[ten witwe]") , 100 rheinische Gulden wegen des Hauses, das er von ihr gekauft hat, schuldig ist, wofür er aus dem genannten Haus mit Stätte und Zubehör vor dem Kuhtor zwischen den Häusern des verstorbenen Cord Nolting und der Kemperschen ("Belegen Bynnen Minden, vor dem kodare, twusken Zaligen Cort Noltynges, vnd der kemperschen husen") sowie aus allen seinen jetzigen und zukünftigen Gütern eine jährliche Rente von sechs Joachimsthalern zu Michaelis zahlen wird. Das Haus soll dem Heinrich Tuting ("Hinrich tutynck") auf einige Jahre gehören, solange er die jährliche Rente bezahlt. Der Vertrag kann unbefristet beiderseits zu Michaelis nach Vorankündigung zu Ostern gekündigt werden. Heinrich Tuting setzt seine Freunde zu Bürgen ein ("sette jch ohne daruor dusse nabeschreuen, Mine gunstigen frunde tho rechten Sakewolden Borgen"), was Daniel Lichtbecker und Ernst Krusemann, beide Bürger zu Minden, mit gesamter Hand bestätigen ("Daniel lichtebecker, vnd Ernst Kruseman Borgere tho Minden").
Urkunden
Siegelbeschreibung: 1: Heinrich Tüting bzw. Tuting, anh., Perg.pressel abgenagt, ab
Siegelbeschreibung: 2: Daniel Lichtebecker, anh., Perg.pressel, Wachs grün in Wachsteller, Hausmarke, rund, D: 2,8 cm, leicht beschädigt
Siegelbeschreibung: 3: Ernst Kulemann, anh., Perg.pressel, Wachs grün/schwarz in Wachsteller, Initialen "E / K", rund, D: 2,7 cm, beschädigt (vor allem Wachsteller), restauriert 20. Jh.
Siegelbeschreibung: 2: Daniel Lichtebecker, anh., Perg.pressel, Wachs grün in Wachsteller, Hausmarke, rund, D: 2,8 cm, leicht beschädigt
Siegelbeschreibung: 3: Ernst Kulemann, anh., Perg.pressel, Wachs grün/schwarz in Wachsteller, Initialen "E / K", rund, D: 2,7 cm, beschädigt (vor allem Wachsteller), restauriert 20. Jh.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:21 MEZ
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