Oberregierungskommission zu Berlin (Bestand)
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I. HA Rep. 102
Tektonik >> SONDERVERWALTUNGEN DER ÜBERGANGSZEIT 1806 - 1815 >> Preußische Sonderverwaltungen nach dem Frieden von Tilsit
Laufzeit: 1813
Findmittel: Datenbank; Sammelfindbuch, 1 Bd. (für I. HA Rep. 102 - 108)
I. Einleitung
1. Behördengeschichte
Die Oberregierungskommission zu Berlin wurde am 20. Januar 1813, fünf Tage bevor König Friedrich Wilhelm III. von Preußen seine Residenz von Berlin nach Breslau verlegte, eingerichtet. Zu ihren Mitgliedern zählten die Staatsminister Graf August Friedrich Ferdinand von der Goltz und Friedrich Leopold von Kircheisen sowie die Geheimen Staatsräte Graf Carl Friedrich Heinrich von Wylich und Lottum, Friedrich von Schuckmann und Friedrich Wilhelm August Werner von Bülow. Sie war mit der Überwachung der politischen Verhältnisse in den Provinzen mit Ausnahme Schlesiens betraut. Sie nahm die Berichte der Regierungen und Polizeibehörden in den Provinzen entgegen und kümmerte sich insbesondere um die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe in Berlin. Bereits am 15. März 1813 wurde die Oberregierungskommission durch die vier Militär- und Zivilgouvernements ersetzt.
2. Bestandsgeschichte
Der Zeitpunkt der Übernahme der in diesem Bestand aufgestellten Unterlagen ist nicht bekannt. Nach einem Vermerk von Dr. Friedländer aus dem Jahre 1856 waren die Archivalien jedoch damals schon im Geheimen Preußischen Staatsarchiv vorhanden (siehe I. HA Rep. 178 Nr. 1900, Blatt 12 VS). Das aus dem 19. Jahrhundert stammende Findmittel wurde 2011 durch U. in die Archivdatenbank des GStA PK überführt, wobei die Titelerfassung überarbeitet und im Bedarfsfall ergänzt wurde.
3. Literatur
Christian Gahlbeck, Archivführer zur Geschichte Ostbrandenburgs bis 1945 (Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa 31), München 2007, S. 434f.
Ernst Müller und Ernst Posner (Bearb.), Übersicht über die Bestände des Geheimen Staatsarchivs zu Berlin-Dahlem. 1. Teil: I. Hauptabteilung, Leipzig 1934, S. 145.
4. Verweis auf andere Archive bzw. Bestände
GStA PK:
GStA PK, I. HA Rep. 91 A Militärgouvernement für das Land zwischen der Elbe und der Oder zu Berlin
GStA PK, I. HA Rep. 91 B Militärgouvernement der Länder zwischen der Oder und der Weichsel zu Stargard in Pommern
GStA PK, I. HA Rep. 93 B Militär-und Zivilgouvernement für das Land zwischen Weser und Elbe zu Halle bzw. Halberstadt
GStA PK, I. HA Rep. 151 Finanzministerium:
- IB Nr. 83: Oberregierungskommission. Die für die Abwesenheit des Königs angeordnete Oberregierungsverwaltung (1812-1813)
- IB Nr. 84: Oberregierungskommission (1813)
GStA PK, I. HA Rep. 89 Geheimes Zivilkabinett Nr. 3645: Angelegenheiten der ehemaligen Oberregierungskommission in Berlin (1813)
5. Anmerkungen, Bestellsignaturen und Zitierweise
Laufzeit: 1813
Die Akten sind zu bestellen:
I. HA Rep. 102 Nr. (...)
Die Akten sind zu zitieren:
GStA PK, I. HA Rep. 102 Oberregierungskommission zu Berlin, Nr.
Berlin, 18.01.2012
Dr. Leibetseder
(Archivrat)
Zitierweise: GStA PK, I. HA Rep. 102
I. Einleitung
1. Behördengeschichte
Die Oberregierungskommission zu Berlin wurde am 20. Januar 1813, fünf Tage bevor König Friedrich Wilhelm III. von Preußen seine Residenz von Berlin nach Breslau verlegte, eingerichtet. Zu ihren Mitgliedern zählten die Staatsminister Graf August Friedrich Ferdinand von der Goltz und Friedrich Leopold von Kircheisen sowie die Geheimen Staatsräte Graf Carl Friedrich Heinrich von Wylich und Lottum, Friedrich von Schuckmann und Friedrich Wilhelm August Werner von Bülow. Sie war mit der Überwachung der politischen Verhältnisse in den Provinzen mit Ausnahme Schlesiens betraut. Sie nahm die Berichte der Regierungen und Polizeibehörden in den Provinzen entgegen und kümmerte sich insbesondere um die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ruhe in Berlin. Bereits am 15. März 1813 wurde die Oberregierungskommission durch die vier Militär- und Zivilgouvernements ersetzt.
2. Bestandsgeschichte
Der Zeitpunkt der Übernahme der in diesem Bestand aufgestellten Unterlagen ist nicht bekannt. Nach einem Vermerk von Dr. Friedländer aus dem Jahre 1856 waren die Archivalien jedoch damals schon im Geheimen Preußischen Staatsarchiv vorhanden (siehe I. HA Rep. 178 Nr. 1900, Blatt 12 VS). Das aus dem 19. Jahrhundert stammende Findmittel wurde 2011 durch U. in die Archivdatenbank des GStA PK überführt, wobei die Titelerfassung überarbeitet und im Bedarfsfall ergänzt wurde.
3. Literatur
Christian Gahlbeck, Archivführer zur Geschichte Ostbrandenburgs bis 1945 (Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa 31), München 2007, S. 434f.
Ernst Müller und Ernst Posner (Bearb.), Übersicht über die Bestände des Geheimen Staatsarchivs zu Berlin-Dahlem. 1. Teil: I. Hauptabteilung, Leipzig 1934, S. 145.
4. Verweis auf andere Archive bzw. Bestände
GStA PK:
GStA PK, I. HA Rep. 91 A Militärgouvernement für das Land zwischen der Elbe und der Oder zu Berlin
GStA PK, I. HA Rep. 91 B Militärgouvernement der Länder zwischen der Oder und der Weichsel zu Stargard in Pommern
GStA PK, I. HA Rep. 93 B Militär-und Zivilgouvernement für das Land zwischen Weser und Elbe zu Halle bzw. Halberstadt
GStA PK, I. HA Rep. 151 Finanzministerium:
- IB Nr. 83: Oberregierungskommission. Die für die Abwesenheit des Königs angeordnete Oberregierungsverwaltung (1812-1813)
- IB Nr. 84: Oberregierungskommission (1813)
GStA PK, I. HA Rep. 89 Geheimes Zivilkabinett Nr. 3645: Angelegenheiten der ehemaligen Oberregierungskommission in Berlin (1813)
5. Anmerkungen, Bestellsignaturen und Zitierweise
Laufzeit: 1813
Die Akten sind zu bestellen:
I. HA Rep. 102 Nr. (...)
Die Akten sind zu zitieren:
GStA PK, I. HA Rep. 102 Oberregierungskommission zu Berlin, Nr.
Berlin, 18.01.2012
Dr. Leibetseder
(Archivrat)
Zitierweise: GStA PK, I. HA Rep. 102
Umfang: 1 lfm (102 VE); Angaben zum Umfang: 1 lfm (102 VE)
Bestand
deutsch
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
19.08.2025, 12:19 PM CEST